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Ostermarsch 2010 in Duisburg

Krieg ist kein Mittel der Politik

Bilder von der Solidaritätsdemo am 31.5.2010 in Duisburg mit 400 Teilnehmerinnen

Israelische Marine stürmt Hilfskonvoi für Gaza – zahlreiche Tote und Verletzte LINKE verurteilt blutige Piraterie gegen friedliche Hilfsmission

Die israelische Regierung hat ihre tagelangen Drohungen auf blutige Weise verwirklicht: Mehrere hundert israelische Elitesoldaten stürmten in der vergangenen Nacht Schiffe der internationalen Hilfsflotte auf ihrem Weg nach Gaza. Nach neuesten Meldungen wurden bis zu 16 Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt. Die von zahlreichen internationalen Hilfsorganisationen unterstützte Fracht sollte dringend benötigte zivile Hilfsgüter (Lebensmittel, Medikamente, Rollstühle, Lernmittel und Baumaterialien) zu den Menschen nach Gaza bringen. Der Gaza-Streifen wird seit mehreren Jahren von Israel abgeriegelt. Noch zur Jahreswende 2008/2009 hatte die israelische Armee ein Massaker an der Zivilbevölkerung mit fast 1.500 Toten und 5.000 Verletzten angerichtet. Große Teile der Infrastruktur sind bis heute zerstört. Nach Berichten der UN und von Amnesty International lässt Israel nur ein Viertel der benötigten Versorgungsgüter in den Gaza-Streifen.

An Bord der sechs Hilfsschiffe befanden sich über 600 Friedensaktivisten aus vielen Ländern, unter ihnen die beiden Bundestagsabgeordneten der LINKEN, Annette Groth und Inge Höger, der Völkerrechtler Prof. Norman Paech sowie Matthias Jochheim, stellvertretender Vorsitzender der Internationalen Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs (IPPNW). Zahlreiche Journalisten und Kamerateams sorgten dafür, dass die Fahrt des Free Gaza Konvois im Live-Stream weltweit verfolgt werden konnte. Auch die dramatischen Szenen der Kaperung konnten in Echtzeit beobachtet werden. Die israelischen Soldaten haben bei ihrer Erstürmung aus Booten und Helikoptern sofort das Feuer auf die Passagiere eröffnet und Tränengas eingesetzt.

Der Kreisverband der LINKEN. Duisburg verurteilt entschieden den beispiellosen Piratenakt gegen eine friedliche Hilfsmission. Wir weisen in aller Schärfe die verlogene Darstellung der israelischen Seite zurück, die Hilfsflotte sei Teil des internationalen Terrorismus und ihre Passagiere seien bewaffnet gewesen. Die blutige Kaperung hat darüber hinaus auch noch in internationalen Gewässern stattgefunden.

Israel hat sich mit dieser Aktion erneut über Völkerrecht und Menschenrechte hinweg gesetzt und sich verbrecherischer Handlungen schuldig gemacht. Wir erwarten von der Bundesregierung, der EU und der UN, sich entschieden gegenüber der Israelischen Regierung für ein Ende der Gewalt gegenüber den Schiffsbesatzungen, für ihre unverzügliche Freilassung und für ein Ende der rechtswidrigen und mörderischen Abriegelung des Gaza-Streifens einzusetzen.

Wir fordern Regierung und Öffentlichkeit auf, Israel mit Sanktionen zu belegen, bis sich dieses Land an das Völkerrecht hält und die Menschenrechte beachtet.

 

 

DIE LINKE Duisburg ruft zur Teilnahme am Ostermarsch auf "Die Forderung `Raus aus Afghanistan` ist dringender denn je"

Anna Conrads, Direktkandidatin Wahlkreis 62 - Duisburg III

"DIE LINKE Duisburg unterstützt die Forderungen des diesjährigen Ostermarschs Rhein-Ruhr `Bundeswehr raus aus Afghanistan. Atomwaffen raus aus Deutschland. Deutschland raus aus der NATO`und ruft zur Teilnahme auf", erklärt Anna Conrads, Duisburger Direktkandidatin der LINKEN zur NRW-Landtagswahl.

Anna Conrads: "DIE LINKE ruft zur Teilnahme beim Ostermarsch am kommenden Samstag auf und plakatiert gleichzeitig zur Landtagswahl `Raus aus Afghanistan`. Diese Forderung ist dringender denn je. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger wenden sich gegen den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Die beschlossene Truppenerhöhung der Bundeswehr lehnen laut ZDF Umfrage 66 Prozent der Befragten ab. Während Deutschland den Rüstungsexport in den vergangenen fünf Jahren verdoppelte, fordert nur DIE LINKE einen Exportstopp und eine Umwandlung der todbringenden Kriegswaffenexporte in zivile Produktion. Milliarden Euro, die für Bomber und Kampfhubschrauber der Bundeswehr ausgegeben werden, fehlen, um in NRW gebührenfreie Bildung einzuführen oder verschuldete Kommunen wie Duisburg zu entlasten. Dabei ist es ein Skandal, dass SPD und Grüne die Kriegseinsätze der Bundeswahr im Ausland weiterhin befürworten. DIE LINKE fordert dagegen sowohl beim Ostermarsch als auch im Rahmen ihres Landtagswahlkampfs den Abzug deutscher Soldaten aus Afghanistan. Statt für Rüstungsausgaben Milliarden Euro zu verschwenden, müssen endlich die erforderlichen Mittel für Bildung, ökologischen Wandel und die Schaffung neuer Arbeitsplätze in NRW investiert werden. Weitere Infos gibt es beim Infostand der LINKEN am Ostersamstag zum Auftakt des Ostermarschs Rhein-Ruhr ab 10.30 Uhr, Kuhtor/Ecke Kuhlenwall in der Duisburger City".

Am 27. September gegen den Krieg stimmen

Marc Mulia, Kandidat für DIE LINKE in Duisburg zur Bundestagswahl, kann keinen Sinneswandel bei Kanzlerin Merkel und ihrem Stellvertreter Steinmeier in Sachen Afghanistan erkennen. Beide sagen nicht, wann sie den militärischen Einsatz beenden werden. Die von Merkel vorgeschlagene Konferenz bleibe ein Ablenkungsmanöver. Solange die Bundeswehr in Afghanistan Krieg führt, könne eine solche Konferenz am Ende nicht von Erfolg gekrönt sein. Zudem werde die Bundesregierung ihrer Verantwortung beim zivilen Wiederaufbau nicht gerecht. Von den rund vier Milliarden Euro, die seit 2002 nach Afghanistan geflossen sind, waren gerade einmal 160 Millionen für den Aufbau der afghanischen Polizei bestimmt. "Mit dem Stimmzettel kann jede und jeder Merkel, Jung und Steinmeier klarmachen, was man von diesem Kriegseinsatz hält", empfiehlt Marc Mulia.

Schluss mit dem Krieg in Afghanistan - Einer muss den Anfang machen: Bundeswehr raus!

Edith Fröse

Von Edith Fröse, Mitglied des Landesvorstandes DIE LINKE.NRW

 

Der nun schon seit mehr als acht Jahren andauernde Krieg in Afghanistan weitet sich zunehmend zu einem Vernichtungsfeldzug gegen die Bevölkerung aus. Längst macht der Vergleich „Das Vietnam Obamas“ die Runde. Vorläufiger Höhepunkt der Militäreinsätze war der Luftangriff auf Kundus. Hier genügten zwei gekaperte, in einem Sandbett festgefahrene Tanklastwagen, um eine Bombardierung anzuordnen, bei der mehr als 100 Menschen ihr Leben verloren. Selbst dem amtierenden Regierungschef Karsai ging das zu weit. Und der deutschen Öffentlichkeit wird vorgegaukelt, alles ginge nach strengen Regeln. Werbefilme für den Bundeswehreinsatz verkünden: überwachen - sichern - identifizieren - warnen. Mehr machen die da gar nicht. Aus Regierungskreisen ist zu hören, es gäbe dort gar keinen Krieg - es handele sich um einen humanitären Einsatz. Und schließlich wurde im Frühjahr in Hohenfels bei Nürnberg auf dem Truppenübungsplatz der US-Armee alles eingeübt. Einige hundert Komparsen aus 20 deutschen Städten, darunter Münster und Köln, ließen sich für 90 bis 130 € pro Tag drei Wochen ohne Handy und Laptop kasernieren, um die afghanische Bevölkerung zu mimen. Immerhin sind die lebend da rausgekommen im Gegensatz zu vielen Zivilisten in Afghanistan. Allein 2008 wurden 2.118 Zivilisten Opfer des Nato-Krieges.

Der Bundestag wird im Dezember über die Verlängerung des Bundeswehreinsatzes beraten und beschließen. DIE LINKE ist bislang die einzige Partei, die sich für einen sofortigen Abzug der Truppen einsetzt. Alle anderen eiern herum. Da ist von einem Abzug in 2 Jahren (Volker Rühe), in 5 Jahren (Altkanzler Schröder), mittelfristig (Kuhn, DIE GRÜNEN) oder in 10 Jahren (Verteidigungsminister Jung) die Rede. Wir bleiben dabei: Truppen raus aus Afghanistan - sofort! Dem Frieden eine Chance!

DIE LINKE. Duisburg beim Protest gegen den Nato-Gipfel

Mit einem aus 14 Wagons bestehenden Friedenszug sammelte DIE LINKE. NRW im ganzen Land Friedensaktivisten ein, um schließlich am Samstagmorgen mit fast 1.000 Demonstranten in Kehl bei Straßburg einzutreffen. In den Hängern hinter der Friedenslok fuhr auch ein großer Teil des NRW-Landesvorstandes mit. Neben den LINKEN LandessprecherInnen Katharina Schwabedissen und Wolfgang Zimmermann waren auch die beiden Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen und Ulla Jelpke sowie der Europakandidat Jürgen Klute mit dabei. An den Protesten gegen das Nato-Treffen nahmen etwa 30.000 Menschen teil; bis zum Eintreffen hatte man noch die Hoffung über die Europabrücke nach Frankreich zu ziehen. Doch angesichts der Ausschreitungen des Schwarzen Blocks in Straßburg, wurden die NRW-Demonstranten ebenso wie die aus Baden-Württemberg von der deutschen Polizei an der Grenzüberschreitung gehindet.

Andrej Hunko aus dem Landesvorstand DIE LINKE. NRW erklärte: "Es war ein wichtiges und notwendiges Signal, dass alle friedensbewegten Menschen, die ein Zeichen gegen das aggressive Kriegsbündnis NATO setzen wollen, sich an den Protesten in Kehl und Straßburg beteiligten. Wir haben mit rund 1.000 Leuten aus NRW in Kehl friedlich und entschlossen Präsenz gegen die NATO-Kriegspolitik gezeigt."

Sonderzug "FRIEDENSLOK" hält in Duisburg

DIE LINKE ruft zur Demo in Straßburg auf: "Nein zum Krieg - Nein zur NATO"

Anfang April feiert die NATO ihr 60-jähriges Bestehen in Straßburg.. Vielfältige Protest-Aktionen und Demonstrationen sind gegen den NATO-Gipfel an diesen Tagen geplant. Dazu erklärt Martina Ammann, Sprecherin der Duisburger LINKEN: "Die NATO ist ein aggressives Militärbündnis, dass strategische Interessen durchsetzen und Rohstoff- und Energievorräte im Interesse des globalen Kapitals sichern will. Die NATO-Staaten sind für 75% aller Militärausgaben verantwortlich und geben jährlich 900 Milliarden für Rüstung aus. 10% davon würden ausreichen, um Armut und Klimawandel zu bekämpfen und mehr Sicherheit und Humanität zu schaffen. Die NATO tötet also bereits, bevor ein Schuss gefallen ist. Aber weltweit ist die NATO verantwortlich für Zerstörung, Folter, Not und Tod.

DIE LINKE arbeitet in Duisburg aktiv in einem NO NATO-Bündnis mit und sagt klar und deutlich: Nein zum Krieg, Nein zur NATO. Für Samstag, den 4. April ruft DIE LINKE zur Teilnahme an einer großen Protestdemonstration in Straßburg gegen die Militärpolitik der NATO auf. Dazu hat DIE LINKE NRW gemeinsam mit der Friedensbewegung einen Sonderzug, "DIE FRIEDENSLOK" organisiert, der in Münster startet, am Samstag, 4.4. um 04:10 Uhr im Duisburger Hbf. hält und gegen 10.30 Uhr in Kehl - gegenüber Straßburg - ankommt. Die rund Tausend Passagiere der Friedenslok werden von dort aus mit Friedensinitiativen aus Baden-Würtemberg gemeinsam nach Straßburg hinüberziehen. U.a. werden die Bundestagsabgeordneten der LINKEN Sevim Dagdelen, Ulla Jelpke und Paul Schäfer mit der Friedenslok mitfahren. Der Zug wird um 18.30 Uhr aus Kehl zur Rückfahrt starten."

Zugkarten zu 30 € (für Geringverdiener Ermäßigung) gibt es im Bürgerbüro DIE LINKE, Mülheimerstr. 57 (Tel.: 0203-8056387), der Geschäftsstelle der Ratsfraktion DIE LINKE, Gravelottestr. 28 (Tel.: 0203-9308692) oder bei Werner Wirtgen, Geschäftsführer der LINKEN (Tel.: 01577-3734184).

"DIE LINKE erwartet mehr als 100 Teilnehmer, die in Duisburg in den Sonderzug nach Kehl/Straßburg zusteigen", so die Sprecherin des Kreisverbands der Duisburger LINKEN, Martina Ammann.

Weitere Infos unter: www.friedenslok.org

 

 

Rede des Monats: Wolfgang Gehrcke MdB auf der Kundgebung gegen den Gaza-Krieg am 17.01.09 in Berlin

Die Waffen nieder!

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde!

Ich bin ehrlichen Herzens, aber auch voller Zweifel zu dieser Demonstration und Kundgebung gekommen. Ehrlichen Herzens, um gerade in Zeiten des Krieges für Versöhnung zu sprechen. Versöhnung zwischen Israel und Palästina, nicht nur zwischen den Staaten, sondern zwischen den Menschen. Es macht mich sehr traurig, dass ich auf dieser Demonstration auch Sprechchöre hören musste, bis zum Tode kämpfen zu wollen und dass man seinem Nachbarn, also Israel, den Tod wünscht.

Ich sage Euch, Ihr sollt nicht für einen palästinensischen Staat sterben wollen, sondern Ihr müsst für einen solchen Staat leben. Und ich sage Euch, Ihr sollt nicht Israel den Tod wünschen, sondern Ihr solltet Versöhnung und gute Nachbarschaft wünschen.

Ich sage Euch, Palästina und Israel brauchen den Frieden. Gewalt führt immer wieder nur zu neuer Gewalt. Das muss endlich beendet werden. Ich spreche hier für Frieden und Versöhnung – für beides.

Vor dieser Kundgebung bin ich von unterschiedlichen Seiten aufgefordert worden, mich zu entscheiden: zwischen Israel und Palästina, zwischen der Angst der Menschen in Gaza und der Angst der Menschen in Israel, zwischen Gut und Böse.

Dieser Zuordnung verweigere ich mich.

Ich habe mich entschieden: gegen den Krieg und für das Schweigen der Waffen, gegen die Hoffnungslosigkeit und für den Wunsch zu helfen. Ich habe mich entschieden gegen Gewalt und für Vernunft.

Angesichts dieses Abgrunds von Gewalt, Leid und Tod in Gaza habe ich nur einen Wunsch, nur eine Botschaft: Stoppt sofort den Krieg! Jetzt müssen die Waffen schweigen!

Ich habe viele Begründungen und Rechtfertigungen für diesen Krieg gelesen. Geglaubt habe ich die wenigsten. Und überzeugt hat mich keine.

In Kriegen stirbt zuerst die Wahrheit. Das wissen wir. Zusammen mit der Wahrheit stirbt die Hoffnung. Das befürchte ich. Ich will meine Hoffnungen nicht aufgeben, meine Hoffnung auf einen Frieden im Nahen Osten. Ich halte daran fest, dass die Palästinenserinnen und Palästinenser endlich einen eigenen, lebensfähigen Staat erhalten. Ich glaube fest daran, dass Israel und Palästina irgendwann als Nachbarn miteinander leben werden, nicht gegeneinander. Ich glaube nicht an Erbfeinde oder ähnlichen menschenverachtenden Unsinn. Der Weg zu einer friedlichen Nachbarschaft zwischen Israel und Palästina geht über die Trennung, über zwei Staaten: Israel und Palästina. Beide in gesicherten Grenzen und auf der Grundlage des gegenseitigen Verzichts auf Gewalt.

Dafür setze ich mich ein.

Auf dieser Kundgebung sprechen Menschen aus Israel und Palästina. Das gibt mir Mut. In Zeiten des Krieges ist ein Zeichen der Versöhnung ein großer Schritt. Setzt Zeichen der Versöhnung – das ist mein Appell!

Die Bilder aus Gaza wühlen mich auf. Sie lassen mich nicht schlafen.

Eineinhalb Millionen Menschen, eingeschlossen und abgeschlossen von der Welt, angegriffen aus der Luft, von der See, beschossen von Panzern und Geschützen. Stündlich mehr Tote und Verletzte. Dazu darf man nicht schweigen! Dazu kann ich nicht schweigen.

Dieser Krieg entsetzt mich grenzenlos. Ich weiß, neuer Hass wird sich auf alten Hass türmen. Wenn wir diesen Krieg nicht stoppen, droht uns allen, dass auch dieser Krieg wieder neuen Krieg ausbrütet.

Raus aus der Spirale der Gewalt! Das ist mein Weg. Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig, er ist inhuman, er ist eine Katastrophe.

Ich bin kein gläubiger Mensch. In diesen Tagen ist mir aber immer wieder die alttestamentarische Geschichte von Sodom und Gomorra und von Lot durch den Kopf gegangen. Lot hat seinen Gott um die Verschonung der beiden Städte angefleht, auch wenn es dort nur einen einzigen Gerechten gäbe. Ich bitte, wenn es nötig ist, flehe ich:

Stoppt den Krieg! Um der Menschen willen. Die Menschen in Gaza wollen leben. Bomben und Raketen unterscheiden nicht zwischen Kindern, Frauen und Kämpfern, zwischen Gerechten und Ungerechten. Ich verachte Krieg und Gewalt. Gewalt und Waffen lösen keine Probleme.

Es bleibt bei der kategorischen Forderung Bertha von Suttners: Die Waffen nieder! Jetzt und sofort.

Ich will, dass sich die Menschen in Palästina endlich frei bewegen können – ohne Checkpoints, in einem eigenen Staat. Der Siedlungsbau auf der Westbank muss gestoppt werden.

Und ich will, dass die Menschen in Israel endlich keine Furcht von Anschlägen und Raketenangriffen haben müssen. Das ist mein Credo – jenseits der sogenannten großen Politik.

Beide Seiten müssen auf Gewalt verzichten!

Ist es denn zuviel verlangt, endlich zu verstehen, dass es der Fluch der Gewalt ist, dass sie immerfort neue Gewalt gebiert?

Waffenstillstand jetzt und sofort – dafür einzutreten, fordere ich von der Bundesregierung. Ich fordere die Bundesregierung auf, Waffenexporte in den Nahen Osten sofort einzustellen. Ich kritisiere die Bundesregierung, weil sie Israel genau das verweigert, was heute wichtig

wäre: die ehrliche und öffentliche Kritik von Freunden.

Wenn die Waffen schweigen – oder damit die Waffen schweigen, muss der Weltsicherheitsrat der UNO seine Resolution durchsetzen:

- die vollständige Räumung Gazas durch Israel- die Öffnung der Grenzen zu Gaza

- ein verbindlicher Gewaltverzicht zwischen den Konfliktparteien, der auch Angriffe auf Israel ausschließt.

Darüber muss man mit allen Konfliktparteien verhandeln.

Der Weltsicherheitsrat der UNO, das heißt: seine fünf ständigen Mitglieder müssen ihre Verpflichtung einlösen und endlich einem lebensfähigen Staat Palästina zum Leben verhelfen.

Ich frage den kommenden Präsidenten der USA Obama: Wollen Sie wirklich Ihr Amt als Präsident der USA antreten, während im Nahen Osten Krieg herrscht? Die Welt erwartet jetzt Ihre Aufforderungen, diesen Krieg sofort zu beenden.

Statt Krieg braucht Gaza einen Marshall-Plan, damit die Menschen eine soziale Perspektive, eine Chance zum Leben erhalten.

Schluss mit dem Krieg – um der Menschen Willen. Frieden, Shalom, Salam - das ist meine Entscheidung, mein Grund, warum ich hier spreche. Das ist meine Überzeugung.

Nein zum Krieg! Nein zur Nato!

Sie reden von „Sicherheit“ und „Humanität“, doch ihre Politik hat Krieg, Folter und globale Militarisierung zur Folge. Anfang April 2009 will die NATO in Strasbourg und Baden-Baden ihren 60. Geburtstag feiern.

Dagegen engagiert sich die Linksjugend['solid] lokal im No Nato Bündnis
mit anderen Organisationen