Wolfgang Gehrcke, Mitglied des Parteivorstands und kommentiert aus München als Beobachter die...
Die Vorsitzende der LINKEN, Gesine Lötzsch, übt scharfe Kritik an der Aufhebung der Immunität der...
Zu den Debatten über eine Syrien-Resolution im UN-Sicherheitsrat erklärt Wolfgang Gehrcke, Mitglied...
 

Mindestlohn muss immer gelten – Landesregierung fehlt der Mut zu echter Reformpolitik

Das im Wirtschaftsausschuss des Landtages mit den Stimmen der Fraktion DIE LINKE beschlossene Tariftreue- und Vergabegesetz ist laut der Duisburger Landtagsabgeordneten Anna Conrads, „ein klarer Schritt in die richtige Richtung“. Dieser sei dem Druck der Gewerkschaften und der LINKEN zu verdanken. Conrads bedauerte aber, dass SPD und Grüne auf Wunsch der Unternehmerverbände wichtige Verbesserungsvorschläge der LINKEN, die auch von den Gewerkschaften nachdrücklich eingefordert wurden, ablehnten. „100 Prozent Reformpolitik ist mit SPD und Grünen eben nicht zu machen“, kommentiert Conrads die Verweigerungshaltung der Regierungsfraktionen. DIE LINKE hatte vergeblich unter anderem die Anhebung des vergabespezifischen Mindestlohns von 8,62 auf zehn Euro gefordert. Thomas Keuer, Ratsmitglied und stellvertretender Kreissprecher der Duisburger LINKEN bezeichnete den rot-grünen Mindestlohn von 8,62 Euro als „völlig unzureichend“, da er nur 70 Prozent des gerechten Bruttolohns nach den Vorgaben der Europäischen Sozialcharta erreiche. „Selbst bei Vollerwerbstätigkeit und 45 Beitragsjahren liegen die daraus resultierenden Rentenansprüche weit unter dem Niveau der Grundsicherung. SPD und Grünen produzieren so Altersarmut. Das ist gerade in Duisburg ein zentrales Thema – wo rund 4000 Menschen arm trotz Arbeit sind und ‚aufstocken‘ müssen“, sagte Keuer. Die LINKE setzte sich zudem für eine Senkung des vergabespezifischen Schwellenwerts von 20.000 auf 10.000 Euro ein. „Der Schwellenwert ist entschieden zu hoch“, kritisiert Anna Conrads. „Dadurch wird von vornherein eine große Anzahl öffentlicher Vergabeverfahren aus dem Geltungsbereich des Gesetzes ausgeschlossen. Beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb sind dann über 80 Prozent der Vergaben nicht vom Gesetz erfasst.“ Die vorgesehene Befristung des Gesetzes immerhin wurde durch einen gemeinsamen Antrag mit SPD und Grünen auf Vorschlag der LINKEN verhindert. Auch konnte DIE LINKE durchsetzen, dass nach vier Jahren eine Evaluierung des Gesetzes stattfinden muss.

DIE LINKE: In Duisburg fehlt es an kulturellen Angeboten „Rahmenbedingungen für kulturelle Freiräume schaffen“

„Durch die Besetzung einer Hauptschule in Duisburg Laar hat die Gruppe „Do it yourself Bewegung“ ihre Forderung nach einem nicht kommerziellen, soziokulturellen Zentrum für jugendliche und Kulturschaffende Ausdruck verliehen. DIE LINKE Duisburg kritisiert, dass die Polizei diese Besetzung beendet hat, obwohl ein Vertreter der Duisburger IMD der Gruppe bereits seine Gesprächsbereitschaft zugesichert hatte. Horst Werner Rook, Pressesprecher der Duisburger LINKEN: „Das Anliegen der Gruppe hat eine klare Berechtigung. Einrichtungen für Kulturinteressierte, wie das Djäzz und die Harmonie in Ruhrort sind von Schließung bedroht. Wir erwarten, dass die von der Stadt Duisburg und vom IMD angekündigten Gespräche schnell zustande kommen und mit allen Beteiligten ein konstruktives Konzept entwickelt wird. Angesichts des hohen Gebäudeleerstands in Duisburg muss es möglich sein, Rahmenbedingungen für kulturelle Freiräume zu schaffen.“ Auch die Landtagsabgeordnete der LINKEN NRW, Anna Conrads, kritisiert, dass Duisburg einen massiven Verlust von kulturellen Angeboten, insbesondere für Jugendliche, verzeichnet. Anna Conrads: „Gerade in Duisburg, wo tausende Jugendliche ohne Ausbildungsplatz und Aussicht auf ein Beschäftigungsverhältnis sind, fehlt es an kulturellen und beratenden Angeboten. In Nachbarstädten wie Bochum und Oberhausen, die ebenfalls mit klammen Stadtkassen zu kämpfen haben, gehören diese Zentren zum Stadtbild. Den positiven Impuls der Gruppe, ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen, sollte man entsprechend fördern und diese bei der Planung eines solchen Zentrums unbedingt einbeziehen.“

Keine Strafen für demokratisches Engagement - DIE LINKE protestiert gegen Sanktionen für Bildungsprotestler

Am 17.11.2011 hatte das bundesweite Bildungsstreikbündnis dazu aufgerufen, für ein gerechtes Schulsystem, bessere Lern und Ausbildungsbedingungen auf die Straße zu gehen. Unter dem Motto Solidarität, freie Bildung für alle“ waren auch etwa 300 Duisburger SchülerInnen dem Aufruf gefolgt. Dieser Einsatz der Jugendlichen wurde aber von einigen Schulen nicht akzeptiert. Laut Bildungsstreikbündnis verhängten einige Schulen – wie das Steinbarth Gymnasium – Sanktionen, wie u.a. Nachsitzen der versäumten Stunden, Einträge in den Zeugnissen bis hin zu sogenannten Sozialstunden. Dazu erklärt Daniela Zumpf, bildungspolitische Sprecherin des Kreisverbands DIE LINKE Duisburg: „Mit der Teilnahme am Bildungsstreik haben die SchülerInnen von ihrem Demonstrationsrecht und ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch gemacht und sich für ein zentrales und zukunftsweisendes Thema eingesetzt, für gute Bildung von der KiTa bis zur Hochschule. Dieses Anliegen ist nicht nur berechtigt, sondern solch ein Engagement ist demokratiefördernd. Jugendliche lernen sich für ihre und gesamtgesellschaftliche Belange zu interessieren und einzusetzen. Dass Schulleitungen und das Lehrpersonal dafür Strafen aussprechen, ist absolut inakzeptabel. Wir fordern die betroffenen Stellen auf, die Strafen zurückzunehmen und die Forderungen des Bildungsstreiks mit den Schülern zu diskutieren.“ Anna Conrads, Duisburger Landtagsabgeordnete der LINKEN dazu: „Die Reaktionen einiger Duisburger Schulen sind aus unserer Sicht absolut unangemessen und nicht verhältnismäßig. Hat ein Schüler, der an diesem Tag „blau“ gemacht hat, mit weniger Nachteilen zu rechnen als einer, der für bessere Lernbedingungen auf die Straße gegangen ist? DIE LINKE im NRW Landtag unterstützt die zentralen Anliegen des Bildungsstreiks und wird nachhaken, ob die Duisburger Schulen mit ihren Strafen eine Ausnahme darstellen, oder ob dieses „Demokratieverständnis“ landesweit Praxis ist.“

DIE LINKE: „Sozialticket muss bezahlbar sein“ Am 5.11. Kundgebung vor Hbf für flächendeckendes Sozialticket

Nach Angaben der Stadt nutzen nur 15% der ca. 100.000 Berechtigten in Duisburg das sogenannte Sozialticket. „Kein Wunder“, so Thomas Keuer, Ratsherr und Vorstandsmitglied der Duisburger LINKEN. „Der Preis ist für viele Anspruchsberechtigte, Rentner, Niedriglöhner oder Hartz-IV Opfer unbezahlbar. Ein Sozialticket, dass diesen Namen auch verdient, muss bezahlbar sein und sich an der gesellschaftlichen Armutsrealität orientieren. Deshalb fordert DIE LINKE nach wie vor ein Sozialticket von nicht mehr als 15 €. Damit könnte das Grundrecht auf Mobilität für alle durchgesetzt und die Teilnahme an sozialen und kulturellen Prozessen ermöglicht werden.“ Keuer weiter: „Gemeinsam mit zahlreichen Initiativen ruft DIE LINKE Duisburg deshalb dazu auf, am Samstag, den 5. 11. um 14 Uhr vor dem Duisburger Hbf für die Einführung eines flächendeckenden und bezahlbaren Sozialtickets zu demonstrieren.“

Die Demokratie wurde in Athen geboren, als Solon die Schulden der Armen gegenüber den Reichen stornierte.

Autor: Mikis Theodorakis - Veröffentlichungsdatum: 25.06.2011 20:48

An die empörten Bürger Griechenlands und Europas

Wir begrüßen die Zehntausenden, sogar Hunderttausenden von Bürgern, vor allem junge Menschen, die sich auf den Plätzen aller großen Städte versammelt haben, um ihrer Empörung Ausdruck zu verleihen im Gedenken an das Memorandum (Rahmenvereinbarung zwischen der griechischen Regierung, EU, IWF und der EZB, seit Mai 2010 unterzeichnet und dann regelmäßig erneuert), und den Abschied der Regierung der Schande und aller politischen Mitarbeiter zu fordern, die dem öffentlichen Wohl dienen sollten und denen es gelungen ist, Griechenland zu zerstören, zu plündern und zu versklaven. Anstatt ins Parlament gehören diese Leute alle ins Gefängnis. Wir begrüßen die erste Generalversammlungen, die in den Zentren unserer Städte stattfinden, und die direkte Demokratie, die die neuartige Bewegung der Jugend zu entdecken sucht. Wir begrüßen die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes, welche Demonstrationen, Streiks und Besetzungen begonnen haben, um einen Staat zu verteidigen, der, statt einer Auflösung im Rahmen des IWF, eine Verbesserung und eine radikale Reform verzweifelt benötigt. Durch ihre Proteste verteidigen die Arbeiter der Hellenic Postbank, der National Elektrizitäts-Regie und der Gesellschaft der öffentlichen Lotterie- und Sport-Wetten, das Erbe des griechischen Volkes, das die ausländischen Banken, mittels ihrer Marionetten-Regierung in Athen, zu plündern gedenken. Der beispielhafte Pazifismus dieser Demonstrationen hat gezeigt, dass, wenn Polizei und Provokateure keinen Befehl erhalten, einzugreifen, das Blut nicht fließen. Wir appellieren an die griechische Polizei nicht die Instrumente der dunklen Kräfte zu werden, die auf alle Fälle versuchen wollen, zu einem gewissen Moment die Jugendlichen und Arbeitern blutig zu unterdrücken. Ihr Platz, ihre Pflicht und ihr Interesse ist es, an der Seite des griechischen Volkes, der Proteste und der friedlichen Forderungen, an der Seite Griechenlands zu stehen, und nicht an der jener dunklen Kräfte, die ihre Politik der jetzigen Regierung diktieren. Ein Jahr nach der Abstimmung über das Memorandum, scheint alles sein Scheitern zu beweisen. Nach dieser Erfahrung ist nicht mehr die geringste Illusion gestattet. Der Weg, den die Regierung eingeschlagen hat und auch weiterhin einschlägt, unter der Aufsicht von Banken und ausländischen Unternehmen, von Goldman Sachs und seinen Mitarbeitern in Europa, führt Griechenland in die Katastrophe. Es ist unerlässlich, dass dies sofort aufhört, es ist unerlässlich, dass sie das Land sofort verlassen. Tag für Tag, offenbaren ihre Praktiken wie gefährlich sie für dieses sind. Es ist erstaunlich, dass der Generalstaatsanwalt noch nicht gegen den Minister für Wirtschaft und Finanzen, nach dessen jüngsten Aussagen über die drohende Insolvenz und das Fehlen von Haushaltsmitteln, eingegriffen hat. Warum hat er nicht eingegriffen in Reaktion auf die Äußerungen des Präsidenten des Bundesverbandes der Arbeitgeber der Industrie und der griechische EU-Kommissarin Mari Damanaki über ein Verlassen des Euro? Warum hat er nicht gegen den Massenterrorismus eingegriffen, mit dem eine bankrotte Regierung unter dem Diktat der Troika [EU - IWF - EZB], wieder einmal versucht, das griechische Volk zu erpressen? Durch ihren Katastrophismus, ihre tragische Anspielungen und alles, was sie erfinden und quasseln, um die Griechen aufzuschrecken, ist es ihnen gelungen, unser Land in der Welt zu demütigen und es tatsächlich an den Rand des Bankrotts zu bringen. Wenn ein Geschäftsmann in der gleichen Weise spräche, wie dies der Premierminister und seine Minister tun, wenn sie von Griechenland reden, würde er sich sofort wegen schwerer Unterschlagung hinter Gittern wiederfinden. Wir wenden uns auch an die europäischen Völker. Unser Kampf ist nicht nur der Griechenlands, er strebt ein freieres, unabhängigeres und demokratischeres Europa an. Glauben Sie Ihren Regierungen nicht, wenn sie behaupten, dass euer Geld dazu dient, Griechenland zu helfen. Glauben Sie nicht die groben und absurden Lügen der kompromittierten Zeitungen, die Sie überzeugen wollen, dass das Problem von der sogenannten Faulheit der Griechen herkommt, währenddem, nach den Daten des Europäischen Statistischen Instituts, diese mehr arbeiten alle anderen Europäer! Die Arbeiter sind nicht verantwortlich für die Krise; der Finanzkapitalismus und die Politiker in ihrem Boot, sie sind es, die sie verursacht haben und sie ausnutzen. Ihre Programme "Rettung von Griechenland" helfen nur den ausländische Banken, und gerade denjenigen, die mittels Politikern und Regierungen in ihrem Sold, das politische Modell aufgezwungen haben, das zur aktuellen Krise geführt hat. Es gibt keine Alternative zu einer radikalen Umstrukturierung der Schulden, nicht nur in Griechenland, sondern in ganz Europa. Es ist undenkbar, dass Banken und Kapitaleigner, die die Verantwortung für die gegenwärtige Krise tragen, nicht einen Cent zahlen, um den Schaden den sie angerichtet haben, gutzumachen. Es darf nicht sein, dass Banker sein, der einzige sichere Beruf auf der Welt ist! Es gibt keine andere Lösung als das aktuelle europäische Wirtschaftsmodell zu ersetzen, das entwickelt wurde, um Schulden zu erzeugen, und zu einer Politik der Ankurbelung der Nachfrage und der Entwicklung zurückzukehren, zu einem Protektionismus, der mit einer drastischen Kontrolle der Finanzen versehen ist. Wenn die Staaten sich nicht auf den Märkten durchsetzen, so schlucken diese sie auf, zusammen mit der Demokratie und den Errungenschaften der europäischen Zivilisation. Die Demokratie wurde in Athen geboren, als Solon die Schulden der Armen gegenüber den Reichen stornierte. Man darf heute nicht zulassen, dass die Banken die europäische Demokratie zerstören, um riesige Summen aus ihnen herauszupressen, die sie selbst als Schulden generiert haben. Wie kann man vorschlagen, dass ein ehemaliger Mitarbeiter von Goldman Sachs die Europäische Zentralbank führen soll? Welche Art von Regierungen, welche Art von Politikern haben wir in Europa? Wir bitten Sie nicht, unseren Kampf aus Solidarität zu unterstützen, nicht, weil unser Land die Wiege von Platon und Aristoteles, Perikles und Protagoras, der Konzepte von Demokratie, Freiheit und Europa war. Wir bitten Sie nicht um eine besondere Behandlung, weil wir als Land eine der schlimmsten Katastrophen in Europa in den 1940er Jahren erlitten haben und wir vorbildlich gekämpft haben, dass der Faschismus sich nicht auf dem Kontinent etabliert hat. Wir bitten Sie, es in Ihrem eigenen Interesse zu tun. Wenn Sie heute die Opferung der griechischen, irischen, portugiesischen und spanischen Gesellschaft auf dem Altar der Schulden und die Banken zulassen, wird bald die Reihe an Ihnen sein. Sie werden nicht auf den Ruinen der europäischen Gesellschaften gedeihen.Unsrerseits sind wir spät dran, aber wir sind aufgewacht. Lasst uns zusammen ein neues Europa bauen; ein demokratisches, wohlhabendes, friedliches, das seiner Geschichte, seinen Kämpfen und seines Geistes würdig ist. Widerstehen Sie dem Totalitarismus der Märkte, die drohen, Europa zu zerschlagen und in eine Drittwelt zu verwandeln, die die europäischen Nationen gegeneinander aufwiegeln und unsern Kontinent zerstören, indem sie die Rückkehr des Faschismus fördern.

Deutsche Übersetzung: Guy Wagner

DIE LINKE unterstützt weltweite Proteste gegen die Diktatur der Finanzmärkte

„Die LINKE Duisburg ist begeistert, dass mehr als 10.000 Menschen in NRW gemeinsam mit Millionen weltweit nach dem Vorbild der `Occupy Wall Street Bewegung ` gegen die Diktatur der Banken und Finanzmärkte auf die Straßen gingen. Auch zahlreiche Mitglieder der LINKEN beteiligten sich an den vielfältigen und friedlichen Aktionen“, erklärt Pressesprecher Horst Werner Rook für DIE LINKE Duisburg. Rook: „Die Verursacher der Finanzkrise, die Finanzspekulanten und Großbanken werden belohnt. Zahlen sollen dafür in ganz Europa die Beschäftigten, die Erwerbslosen und Rentner. DIE LINKE lehnt diese Politik ab. Die Menschen brauchen einen Schutzschirm für Löhne, Renten und Sozialleistungen, statt milliardenschwere Rettungsschirme für die Banken. Es kann nicht länger hingenommen werden, dass in einer notleidenden Kommune wie Duisburg soziale und kulturelle Einrichtungen vor die Hunde gehen, während die Zahl der Milliardäre ständig wächst und Parlamente sich dem Diktat von Finanzspekulanten unterwerfen“. Rook weiter: „Wir wollen, dass die Profiteure des Finanzmarktkasinos u.a. durch eine europaweite Vermögensabgabe zur Kasse gebeten werden und dass die Staaten endlich aus der Geiselhaft der Finanzmärkte befreit werden. DIE LINKE wird dazu entsprechende Protestaktionen weiter unterstützen.“

Sozialberatung der LINKEN jetzt auch im Duisburger Norden Start ab 19.8. im Bürgerbüro von Sevim Dagdelen (MdB) und Anna Conrads (MdL)

„Der Kreisverband DIE LINKE Duisburg freut sich, dass neben der seit vielen Jahren erfolgreich durchgeführten Sozialberatung in der Geschäftsstelle, Gravelottestr. 28 in Hochfeld jetzt auch Erwerbslosenberatung im Duisburger Norden angeboten werden kann“, so Ute Abraham, Sprecherin des Kreisverbands DIE LINKE Duisburg. Im neuen Bürgerbüro der Duisburger Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen und der Duisburger Landtagsabgeordneten Anna Conrads auf der Kaiser-Wilhelm Str. 278 in Marxloh werden ab Freitag, 19.8. 2011 die sachkundigen Sozialberater Jürgen Aust (Dienstag von 10 – 13 Uhr) und Reimund Konstabel (Freitag von 10 – 13 Uhr) zur Verfügung stehen. Bei telefonischer Voranmeldung besteht auch die Möglichkeit, dass eine türkischsprachige Übersetzerin am Beratungsgespräch teilnimmt. Die Abgeordneten der LINKEN und die Sozialberater haben am Dienstag, dem 16.8. vor dem Hamborner Jobcenter, Duisburger Str. 277, über das neue Angebot informiert. Dazu Anna Conrads (MdL): „Duisburg hat nicht nur eine hohe Erwerbslosenquote von rund 13 Prozent, sondern das Duisburger Jobcenter verhängt auch besondere Sanktionen gegen ALG II-Betroffene. So bekommen die Menschen häufig Bescheide von der ARGE, die sie nicht verstehen, weil sie in bürokratischer Sprache geschrieben sind. Die Betroffenen kennen oftmals ihre Rechte nicht und wissen nicht, wie sie sich verhalten und ggf. wehren können. Unsere Sozialberatung soll hier Beistand und rechtliche Beratung bieten.“ Die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen hält ein zusätzliches Angebot gerade für den Duisburger Norden für sehr wichtig: „Gerade in Duisburg Marxloh, wo die soziale Ausgrenzung stark ist, bietet eine linke Partei mit einer kostenlosen, unbürokratischen Sozialberatung eine konkrete Hilfe. Wir wollen damit einen Beitrag leisten, Bürgerinnen und Bürgern Wege aus der akuten sozialen Notsituation aufzuzeigen.“

Duisburger Bundestagsabgeordnete der LINKEN kritisiert Kürzungen beim Duisburger Jobcenter

Den über 400 Jobcentern in Deutschland sollen im Haushaltsjahr 2012 nur noch 3,78 Milliarden € für SGB II „Leistungen zur Eingliederung in Arbeit“ (Hartz IV) zugewiesen werden – 18, 9 Prozent weniger als für das Haushaltsjahr 2011 und insgesamt 40,5 Prozent weniger als für das Haushaltsjahr 2010. Das geht aus dem von der Bundesregierung am 6. Juli 2011 beschlossenen Entwurf des Bundeshaushalts 2012 hervor. Für Duisburg bedeutet dies eine Kürzung von über 35% im Vergleich zum Jahr 2010. Sevim Dagdelen, Bundestagsabgeordnete der LINKEN aus Duisburg stellt dazu fest: „An Duisburg ist die vermeintlich positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt bisher vorbeigegangen. Jetzt auch noch die Mittel für eine aktive Arbeitsmarktpolitik zu kürzen, ist der völlig falsche Ansatz. Es sollte bei der Arbeit der Jobcenter um individuell passende Beratung und Vermittlung gehen. Hier darf bei den Haushaltsberatungen nicht an der falschen Stelle gestrichen werden. Ein weiteres Problem ist, dass Duisburg mit der Verhängung von mehr als 11.000 Sanktionen gegen Leistungsempfänger mit an der Spitze aller Behörden in NRW liegt. Sanktionen haben bisher nur zu einer Abschreckungspraxis geführt, die erwerbslose Menschen nicht in Arbeit bringt, sondern aufgrund meist geringfügiger Anlässe mit drastischem Leistungsentzug bestraft.“ Dazu ergänzend Pressesprecher Horst Werner Rook: „DIE LINKE bleibt bei ihrer Forderung nach Abschaffung von Hartz IV, einer Mindestsicherung von 500 € und einer Aussetzung der Sanktionsmaßnahmen.“

DIE LINKE: Insassen der Forensischen Klinik durch geplanten KV-Terminal Hohenbudberg gefährdet

Nach Meinung der LINKEN hat das – aus Akzeptanzgründen – erfolgte Abdrängen der Forensischen Klinik ( „Niederrhein Therapiezentrum“ ) in ein planungsrechtliches Gewerbegebiet nicht zu tolerierende Folgen. Dazu erklärt Dr. Detlef Feldmann, Umweltmediziner und für DIE LINKE Duisburg im Umweltausschuss: „Folgt man den Plänen des KV Terminals in Hohenbudberg, genießen die Bewohner gegen Lärm und Erschütterungen nicht den Schutzanspruch eines Wohngebiets, geschweige denn den einer Klinik, noch nicht einmal vollständig den eines Gewerbegebietes nach T.A. Lärm. Denn das Verfahren soll offenbar nach den `großzügigeren` Regeln der 16.BImschV ablaufen, die eigentlich nur für den fließenden schienengebundenen Verkehr gelten. Hier geht es aber z.B. auch um Kranverkehr, Containerverladungen etc.“ Nach Ansicht von Dr. Feldmann könne man „abgesehen von diesen formalen Gründen doch nicht wollen, dass sämtliche Therapiechancen für die suchtkranken und psychisch gestörten Bewohner durch Lebensbedingungen, die man keinem gesunden Menschen zumuten würde, gefährdet werden.“

9. Juli 2011

Duisburg/Düsseldorf. Sozialticket-Antrag ist schwarz-grüne Alibilösung LINKE kritisiert Verhalten der anderen Parteien beim Sozialticket

Grüne und CDU haben für die Duisburger Ratssitzung am Montag, analog zu letzter Woche im VRR, einen Antrag vorgelegt, der probeweise bis 2012 ein Ticket zum Preis von 29,90 Euro vorsieht jedoch mit etlichen Beschränkungen bezüglich Reichweite, Empfängerkreis und Mitnahmemöglichkeiten. Dazu erklärt Thomas Keuer, sozialpolitischer Sprecher der Duisburger Ratsfraktion DIE LINKE:  „Der Antrag von CDU und Grünen ist eine Alibilösung und wird dem Anspruch nicht gerecht, Mobilität und Teilhabe für Arme und Geringverdienende wirklich zu ermöglichen. Vor allem, weil das Ticket schlicht zu teuer ist.“ „DIE LINKE im Landtag fordert ein Sozialticket für Bezieher etlicher sozialer Leistungen sowie für Geringverdiener zum Preis von 15 Euro, was dem Verkehrskostenanteil beim Hartz-IV-Regelsatz entspricht.“, ergänzt die Duisburger Landtagsabgeordnete Anna Conrads. „Es soll landesweit gültig sein und auch reduzierte Eintrittspreise zu Kultureinrichtungen beinhalten. Dazu sind auch die im Landeshaushalt vorgesehenen 30 Millionen Euro im Jahr nicht ausreichend. Erforderlich für ein solches Ticket sind rund 100 Millionen Euro. Wir wollen keine Ausreden von SPD und Grünen mehr hören, dass dies nicht finanzierbar sei. Allein das Landesarchiv in Duisburg ist soeben mal gerade wieder 30 Millionen Euro teurer geworden, die Gesamtkosten liegen jetzt bereits bei 190 Millionen!“ Im Koalitionsvertrag der Regierung Kraft steht das Versprechen eines Sozialtickets. „Jetzt, wo es konkret wird, versucht die SPD erneut,  die Einführung auf die lange Bank zu schieben “, kritisieren Conrads und Keuer. „Eine mehr als zweifelhafte Rolle aus Sicht der LINKEN spielt beim Thema Sozialticket die SPD im Ruhrgebiet. Sie hat sich vorige Woche im VRR vermeintlich auf die Seite der Verkehrsbetriebe gestellt und dazu beigetragen, das Thema in der Verbandsversammlung abzublocken. Die Linke fordert die SPD auf, das Ausspielen der Beschäftigten der Nahverkehrsbetiebe gegen die Ärmsten der Armen zu unterlassen und gemeinsam mit den LINKEN für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und eine ausreichende Finanzierung zu streiten.“

DIE LINKE: „Sanktionen verletzen die Menschenwürde“

Duisburger Jobcenter liegt bei Sanktionen an der Spitze in NRW

Scharfe Kritik übte der Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Lessenich an der Sanktionspraxis gegenüber erwerbslosen Menschen anlässlich einer Expertenanhörung, die letzte Woche auf Antrag der Fraktion DIE LINKE und der Grünen im Ausschuss für Arbeit und Soziales im Bundestag stattfand. Sanktionen hätten zu einer Abschreckungspraxis geführt, die erwerbslose Menschen statt in Arbeit zu bringen aufgrund zumeist geringfügiger Anlässe mit drastischem Leistungsentzug bestrafe. Auch der DGB übte massive Kritik und äußerte verfassungsrechtliche Bedenken an der aktuellen Sanktionsregelung. Dazu erklärt Jürgen Aust aus Duisburg, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der LINKEN NRW: „Nach aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit wurden 2010 gegenüber erwerbslosen Menschen im Hartz IV-Bezug 828.708 Sanktionen ausgesprochen, was eine Steigerung von 14% gegenüber 2009 bedeutet. Trotz weniger Erwerbsloser steigt die Anzahl der Sanktionen Jahr für Jahr in einem dramatischen Ausmaß. Davon sind nicht nur Menschen im Hartz IV-Bezug, sondern insbesondere auch Erwerbslose betroffen, die Anspruch auf Arbeitslosengeld haben. Hierbei handelt es sich sich um kalte Enteignung von Versicherungsansprüchen.“ „Dass Duisburg gewissermaßen eine Vorreiterrolle in NRW bei den verhängten Sanktionen hat, ist ein besonderer Skandal. Sanktionen verletzen die Menschenwürde“, ergänzt Horst Werner Rook, Pressesprecher der Duisburger LINKEN. Rook: „Das Duisburger Jobcenter liegt in 2010 mit 11.321 Sanktionen relativ an der Spitze aller Jobcenter in NRW. So ist die Anzahl der Sanktionen in Duisburg z.B. im Verhältnis zum Kreis Recklinghausen oder Düsseldorf bei annähernd gleicher Zahl von Leistungsberechtigten nahezu doppelt so hoch. Hier ist die Politik gefordert, Druck auf das Jobcenter auszuüben, um diese repressive Praxis zu beenden.“

7. Juni 2011

DIE LINKE: „Bundessozialgericht stärkt Hartz IV-Kritiker“

„Nach den kürzlich veröffentlichten Entscheidungen des Bundessozialgerichts in Kassel (Az: B 14 AS 98710 R; B 14 101/10 R) steht Ein-Euro-Jobbern der branchenübliche Tariflohn zu, wenn ihre Arbeit dazu geeignet ist, eine reguläre Stelle zu verdrängen und sie entsprechend Klage einreichen. Das ist ein gutes Urteil und eröffnet auch vielen Betroffenen aus Duisburg die Chance, dass ihre Beschäftigung in ein reguläres Arbeitsverhältnis umgewandelt wird“, so Pressesprecher Horst Werner Rook für DIE LINKE Duisburg.

Rook: „Das Kasseler Urteil stärkt Hartz IV-Kritiker, indem es feststellt, dass bei etwa der Hälfte aller Ein-Euro-Jobs die Voraussetzungen für eine staatliche Förderung fehle. Nach Schätzungen der IG Bau sind dadurch bundesweit rund 150.000 reguläre Arbeitsplätze weggefallen. DIE LINKE Duisburg kritisiert seit langem den mit Bundesmitteln subventionierten Abbau von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen. Dies betrifft insbesondere Arbeiten in Grünanlagen oder Tätigkeiten im Sozial- und Pflegebereich. Nach wie vor gilt: Hartz IV muss weg. Aber die Betroffenen haben immerhin einen weiteren Teilerfolg erreicht.“

6. Juni 2011

DIE LINKE verurteilt Diskriminierung von Obdachlosen

„Das Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf, ein Obdachlosenheim des Diakoniewerks in Kaßlerfeld zu verbieten, ist ein ungeheuerlicher Skandal, weil es primitivste Vorurteile bestärkt und Männer, die in prekären Verhältnissen leben oder psychisch krank sind, in unglaublicher Weise diskriminiert“, erklärt Horst Werner Rook, Pressesprecher der Duisburger LINKEN.

Rook: „Es ist unfassbar, wenn ein Gericht einer Klägerin, die in der Nähe ein Haus besitzt, Recht gibt, dass mit der Errichtung des geplanten Übergangsheims ein Stadtteil entwertet werde. DIE LINKE Duisburg verurteilt ein derartiges „Urteil“, das Stimmungsmache schürt und rechtspopulistischem Gedankengut Nährboden gibt, anstatt sich sozialpolitisch verantwortlich zu zeigen. Nicht die Obdachlosen sind das Problem, sondern die gesellschaftlichen Verhältnisse, die zu Obdachlosigkeit führen.“

Pressesprecher Rook, der auch Mitglied des Betriebsausschusses für das Immobilien Managment Duisburg (IMD) ist, begrüßt, dass sowohl die Stadt Duisburg als auch das Diakoniewerk das Urteil nicht hinnehmen wollen und das IMD zunächst die Weiternutzung des Heims „Haus am Hafen“ zugesichert hat. „Dabei“, so Rook „fordert DIE LINKE, dass das `Haus am Hafen` entsprechend renoviert wird. Die politisch Verantwortlichen in Duisburg rufen wir auf, alles dafür zu tun, damit den sozial Benachteiligten in unserer Stadt geholfen wird, statt sie wie Aussätzige zu behandeln.“

31. Mai 2011

„Politik muss sozial und ökologisch sein“

Kritik der Duisburger LINKEN an Grünen und SPD

„Die Grünen haben auf ihrem Landesparteitag mit einem Votum gegen das gebührenfreie Kita-Jahr einmal mehr bewiesen, dass ihnen die Menschen egal sind, die sich teure Kita-Gebühren nicht leisten können. Für DIE LINKE ist eine gebührenfreie Kita dagegen unverzichtbar.

Und dass SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ihre Kritik am Atomausstieg mit den Energiepreisen begründet, ist ebenso zynisch. Denn Preiskontrolle und öffentliche Versorgung der Menschen mit erneuerbarer Energie muss ureigene Aufgabe der Politik sein“, erklärt Pressesprecher Horst Werner Rook für DIE LINKE Duisburg. Rook: „DIE LINKE Duisburg fordert seit langem soziale Stromtarife für Bedürftige. Nur durch die Privatisierungspolitik der Großkoalition aus CDU, FDP, SPD und Grünen können die vier Energieriesen ohne öffentliche Kontrolle die Preise diktieren. DIE LINKE tritt dafür ein, dass Politik sowohl in Duisburg als auch im Land NRW sozial und ökologisch sein muss und fordert den konsequenten sozial-ökologischen Umbau.“

DIE LINKE: „Beim Bildungspaket kein Geld verschenken“

„Für das Bildungspaket wurde viel geworben, doch wenn es zugestellt werden soll, dann fehlt es an wichtigen Informationen. Offenbar sollen auch Falschmeldungen Anspruchsberechtigte davon abhalten, ihre berechtigten Forderungen noch rückwirkend ab dem 1.1.2011 geltend zu machen. Wer kein Geld zu verschenken hat und Leistungen nach dem Bildungspaket haben will, der beantragt sie am besten sofort, insbesondere für die rückwirkende Zahlung, denn die Frist läuft Ende des Monats am 30. April ab“, erklärt Ute Abraham, Sprecherin des Kreisverbands DIE LINKE Duisburg. Abraham: „Die Nachzahlung als Geldleistung wird notwendig, da sich das Gesetzgebungsverfahren verzögerte und nicht wie vom Bundesverfassungsgericht gefordert zum 1.1.2011 in Kraft trat. Dabei beträgt die Nachzahlung nach Angaben der Koordinierungsstelle gewerkschaftlicher Arbeitslosengruppen mindestens 30 €. Wird in der Schule oder Kita ein Mittagessen angeboten, dann sind es sogar mindestens 108 € pro Kind. Hinzu kommen kann noch eine Erstattung der Kosten für Schülermonatsfahrkarten, sowie Schul- und Kita-Ausflüge. Anspruch auf eine Nachzahlung haben auch Bezieher von Wohngeld oder dem Kinderzuschlag.“ Abraham weiter: „DIE LINKE kritisiert die kurze Frist von wenigen Wochen für Anträge auf eine Nachzahlung. Es darf nicht sein, dass Leistungsberechtigte auszubaden haben, dass der Gesetzgeber keine Neuregelung zum Jahresbeginn hinbekommen hat.“

Steuerzahler subventionieren Niedriglöhne in Duisburg mit 8.499.541 Euro - DIE LINKE: „Gesetzlicher Mindestlohn muss her“

„Der Boom von Billigjobs kommt nicht nur die Betroffenen, sondern auch die gesamte Gesellschaft teuer zu stehen. In Duisburg zahlt der Steuerzahler monatlich 8.499.541 Euro für sogenannte Hartz IV Aufstockerinnen und Aufstocker und subventioniert so Billiglohnunternehmen. Um der Lohnspirale nach unten einen Riegel vorzuschieben, brauchen wir endlich einen gesetzlichen Mindestlohn“, erklärt Horst Werner Rook, Pressesprecher der Duisburger LINKEN anlässlich einer Anfrage der Bundestagsfraktion DIE LINKE zu regionalen Arbeitsmarktdaten. Am Donnerstag, 16. Dezember brachte DIE LINKE dazu erneut einen Antrag für einen gesetzlichen Mindestlohn in den Bundestag ein. Die Antwort der Bundesregierung (Bundesdrucksache 17/3654) auf die Anfrage der LINKEN hat ergeben, dass die Zahl der Billigjobs in fast allen Regionen zugenommen hat. So stieg in Duisburg die Zahl der Leiharbeiter/innen, die meist schlecht bezahlt werden, von 2.767 im Jahr 2005 auf 4.025 im Jahr 2010 (jeweils letzte verfügbare Monatsdaten von März). In Duisburg liegt die Zahl der Beschäftigten im Niedriglohnbereich bei 17.704, was einem Anteil von 14,9% aller Beschäftigten entspricht. Zu niedrige Löhne werden in Duisburg laut Bundesregierung monatlich mit 8.499.541 Euro ergänzende Hartz IV Leistungen aus Steuermitteln für 9.891 Aufstocker/innen-Haushalte (letzte verfügbare Zahlen vom Juni 2010) aufgestockt. Angesichts dieser Bilanz erklärt Pressesprecher Rook: „Die Fehlentwicklungen auf dem Arbeitsmarkt sind nicht zu übersehen. Wir müssen Schluss machen mit der Subventionierung von Billigjobs durch den Steuerzahler. Ein gesetzlicher Mindestlohn muss her. Die Politik muss für mehr gute Arbeitsplätze sorgen. Dafür streitet DIE LINKE zusammen mit Gewerkschaften und vielen anderen.“ Am 16. Dezember debattierte der Bundestag einen Antrag der LINKEN zur Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns zum 1.Mai 2011. An diesem Tag tritt in Deutschland die vollständige EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit in Kraft. Damit wird es künftig allen Einwohnerinnen und Einwohnern der Europäischen Union ermöglicht ohne Zugangsbeschränkungen in Deutschland zu arbeiten. DIE LINKE will mit einem einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn verhindern, dass es dadurch zu einem weiteren Lohndumping auf dem Rücken der Beschäftigten kommt. „Mit einem flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn muss wie in 20 anderen europäischen Ländern auch in Deutschland eine untere Haltelinie für die Löhne eingeführt werden“, heißt es u.a. im Antrag der LINKEN.

DIE LINKE: Bundesregierung will Würde von Hartz IV-Betroffenen nicht schützen!

Die Bundesregierung hat mit der Mehrheit von Union und FDP ihren neuen Hartz-IV-Regelsatz im Bundestag verabschiedet. Die nun notwendige Zustimmung im Bundesrat ist nicht sicher. DIE LINKE im Bundestag hat klar und deutlich „Nein“ gesagt. Dazu erklärt Marc Mulia, Duisburger Mitglied im Landesvorstand der LINKEN NRW und bildungspolitischer Sprecher: „Die Bundesregierung macht mit der Entscheidung deutlich, dass sie die Lebenswirklichkeit von vielen Millionen Menschen nicht kennt und letztlich deren Würde nicht zu schützen gewillt ist. Denn Hartz IV reicht vorne und hinten nicht aus. Die jetzt geplante Erhöhung um magere fünf Euro für Erwachsene gleicht nicht einmal den Kaufkraftverlust seit 2003 aus. Vor allem aber ist es ein Skandal, dass die Regelsätze für Kinder und Jugendliche gar nicht erhöht werden. Das sogenannte Bildungspaket wird die Situation von Kindern und Jugendlichen in Duisburg kaum verbessern. Kinder und Jugendliche brauchen jetzt z.B. warme Kleidung und Winterschuhe. Deshalb fordert DIE LINKE zusammen mit Wohlfahrtsverbänden und Gewerkschaften eine Kindergrundsicherung in Höhe von 500 Euro im Monat für jedes Kind.“

DIE LINKE im Landtag will auch über die Landesregierung und den Bundesrat Druck machen. Dazu erklärt die Duisburger Landtagsabgeordnete Anna Conrads: „Auf Initiative der LINKEN ist am 1.12. im Landtag beschlossen worden, dass das Land NRW gegen die Umsetzung der Regelsatzverordnung zum 01.01.2011 klagen soll, weil diese den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts-Urteils vom Februar 2010 zuwider läuft. Den Betroffenen kann so ein langwieriger Klageweg bis in höchstrichterliche Instanzen erspart werden. Die Klage ist nun Teil eines von LINKEN; Grünen und SPD beschlossenen Antrags, in dem die Landesregierung aufgefordert wird, sich für höhere Regelsätze und einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einzusetzen und die aktuellen Pläne der Bundesregierung am 17. Dezember im Bundesrat zu blockieren.“ Der wahre Charakter der Bundesregierung zeige sich bei einem kurzen Blick auf die Haushaltsplanungen, die das sog. „Sparpaket“ umsetzen, so Conrads und Mulia: „Kürzungen um 3 Mrd. Euro für 2011 beim Arbeitslosengeld II (gegenüber 2010) und 1,3 Mrd. Euro weniger für die Maßnahmen zur Förderung der Leistungsberechtigten. Die Reichen und Wohlhabenden werden dagegen hofiert und von Belastungen verschont.“

DIE LINKE „ohne Wenn und Aber gegen Rente erst ab 67“.

„Die LINKE Duisburg begrüßt, dass am 6. Dezember im DGB-Haus am Stapeltor eine Diskussionsveranstaltung zur Rente mit 67 stattfinden wird und geht davon aus, dass der neue Vorsitzende des DGB-NRW, Andreas Meyer-Lauber, sich deutlich gegen eine Rente erst ab 67 ausspricht“, erklärt Pressesprecher Horst Werner Rook für DIE LINKE Duisburg. Rook: „Für viele wird die Rente erst ab 67 Jahren Altersarmut per Gesetz bedeuten, weil sie nicht so lange arbeiten können. Eine große Anzahl von Menschen wäre davon gerade auch in Duisburg betroffen. Rente erst ab 67 widerspricht jeglicher ökonomischer Vernunft und den Tatsachen auf dem Arbeitsmarkt, übergeht die Lebenswirklichkeit und missachtet die Sorgen der Betroffenen. Langsam dämmert dies auch der SPD, deren ehemaliger Finanzminister Franz Müntefering das Gesetz einbrachte. Die Grünen geben sich im Namen falsch verstandener Generationengerechtigkeit allerdings völlig der Ignoranz hin. DIE LINKE spricht sich dagegen vor Ort und auch als einzige Fraktion im Bundestag ohne Wenn und Aber gegen die Rente erst ab 67 aus. Dies wollen wir auf der DGB-Veranstaltung am 6.12. auch deutlich zum Ausdruck bringen.“

Rote Karte gegen Sparpaket trotz Terroralarm - DIE LINKE: Wir lassen uns unseren Protest nicht nehmen

„Das Magazin SPIEGEL berichtet über einen drohenden „Sturmangriff“ auf das Berliner Reichstagsgebäude. Obwohl vage auf Februar oder März 2011 datiert, wurden Kuppel und Besucherterrasse des Gebäudes für Besucher gesperrt. Allerdings dürfen Betuchte im „Käfer“ Edelrestaurant auf dem Dach des Reichstags weiter genussvoll dinieren. Ob Demonstranten am 26. 11 aber in den Genuss kommen werden, der Regierung die rote Karte zeigen zu dürfen, um gegen das unsoziale Sparpaket zu protestieren, ist ungewiss. Denn es gibt ja Terroralarm am Reichstagsgebäude“, so Horst Werner Rook, Pressesprecher der Duisburger LINKEN.

Rook weiter: „Doch wird ein breites Bündnis aus sozialen Gruppen, Erwerbsloseninitiativen, Gewerkschaften und der Partei DIE LINKE sich selbstverständlich nicht davon abhalten lassen, gegen das größte Sozialkürzungspaket seit der Agenda 2010 lautstark Protest zu erheben. Auftakt zur friedlichen Belagerung des Reichstags ist am 26.11., 10 Uhr am Platz des 18. März. Wer aus Duisburg eine Bus-Mitfahrgelegenheit zur Demo in Berlin sucht, sollte sich umgehend an das Büro der LINKEN, Tel.: 0203-98524199 wenden.“

DIE LINKE zur Trägerversammlung: „Öffentlicher Beschäftigungssektor zu Tarifbedingungen statt 1 € Jobs“

„Vor der Trägerversammlung am Montag, 22. November, findet eine Demo der Wohlfahrtsverbände statt, um gegen die Kürzung bei der sogenannten Gemeinwohlarbeit (1 € Jobs ) zu demonstrieren. Es fallen im nächsten Jahr von den ca. 3.000 Jobs in Duisburg ca. 2.000 weg. Unabhängig davon lehnt DIE LINKE Duisburg diese Gemeinwohlarbeit grundsätzlich ab und fordert einen öffentlichen Beschäftigungssektor zu tariflichen Bedingungen“, erklärt Kreisvorstands- und Ratsmitglied Thomas Keuer für DIE LINKE Duisburg. Keuer weiter: „Diese Auffassung wird aktuell durch den Bundesrechnungshof bestätigt. Danach vernichtet die Gemeinwohlarbeit reguläre Arbeitsplätze und verbessert eben nicht die Vermittlungschancen in den ersten Arbeitsmarkt. Die Wohlfahrtsverbände demonstrieren gegen das Sparpaket der Bundesregierung bei den Mitgliedern der Trägerversammlung. Die richtige Adresse wäre aber die Bundesregierung, deren unsoziales Sparpaket von den LINKEN ebenso wie von den Gewerkschaften entschieden abgelehnt wird. Warum also nicht vor den Parteibüros von CDU und FDP demonstriert wird, bleibt das Geheimnis der Wohlfahrtsverbände.“

 

 

 

 

DIE LINKE Duisburg wirbt für Teilnahme an DGB-Demo

Auf ihrer November Mitgliederversammlung hat DIE LINKE Duisburg dazu aufgerufen, sich am kommenden Samstag in großer Zahl an der DGB-Demo und Kundgebung in Dortmund unter dem Motto „Gerecht geht anders – für einen Kurswechsel in Berlin“ zu beteiligen. Mit 20 Bussen des DGB stehen dafür kostenlose Mitfahrgelegenheiten bereit.Dazu Kenan Ilhan, IG-Metall Betriebsrat und Sprecher der Duisburger LINKEN: „Die soziale Kälte der Regierung mit Hartz IV-Betrug, Androhung der Rente erst ab 67 oder einer Zwei-Klassen-Medizin machen einen heißen Protest-Herbst mehr als notwendig. Für einen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro oder eine solidarische Bürgerversicherung zu demonstrieren, ist gesünder als sich zu Hause über schwarz-gelb schwarz zu ärgern. Dafür wird DIE LINKE weiter mobilisieren und hofft, dass auch durch die DGB-Aktionen am Samstag der Druck auf die Regierung erhöht wird“.

 

DIE LINKE ruft zu Protesten gegen „Sparpaket“ und Atommülltransporte auf

Auf der Mitgliederversammlung der LINKEN Duisburg am 13.10. haben sich die Teilnehmer für massive Protestaktionen gegen das unsoziale „Sparpaket“ der Bundesregierung, sowie die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und weitere Castor-Transporte ausgesprochen.

Dazu Pressesprecher Horst Werner Rook: „DIE LINKE Duisburg unterstützt die DGB Demonstration und Kundgebung am 13. November in Dortmund unter dem Motto „Gemeinsam für ein gutes Leben - Gerecht geht anders - für einen Kurswechsel in Berlin“. Dabei fordert DIE LINKE u.a. einen gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro, keine Rente mit 67, die Einführung einer solidarischen Bürgerversicherung und gebührenfreie Bildung von der KITA bis zum Studium. DIE LINKE ruft dazu auf, sich zahlreich an der DGB Herbstaktion zu beteiligen und sich rechtzeitig beim DGB für eine kostenlose Busfahrt nach Dortmund anzumelden (DGB-Tel: 0203 – 992750)“

Rook weiter: „Proteste sind auch notwendig gegen die von der Regierung beschlossene Verlängerung der Atomlaufzeiten und die Castor-Transporte ins Atommüllzwischenlager Ahaus. DIE LINKE wirbt dafür, dass sich am bundesweiten Castor-Aktionstag am 23. Oktober viele Bürgerinnen und Bürger aus Duisburg beteiligen werden. Geplant sind vielfältige und phantasievolle Aktionen von Anti-Atom-Initiativen u.a. in Coesfeld aber auch vor der GNS in Wanheim und vor dem Duisburger Hauptbahnhof.“

DIE LINKE Duisburg ruft zu Teilnahme an Demo gegen Hartz IV auf

„Beim vorgesehenen `Sparpaket ` der Bundesregierung sollen im sozialen Bereich über 30 Mrd. Euro gekürzt werden, während Großbanken und Spitzenverdiener verschont bleiben. Eltern in Hartz IV, denen bei der Einführung des Elterngeldes bereits ein Jahr Erziehungsgeld gestrichen wurde, wird nun auch noch das Mindestelterngeld von 300 Euro weggenommen. Die unverschämte `Erhöhung `des Hartz IV-Regelsatzes um 16 Cent pro Tag bringt das Fass zum Überlaufen“, erklärt Pressesprecher Horst Werner Rook für DIE LINKE Duisburg.

 

Rook: „DIE LINKE fordert, den Regelsatz für Erwachsene auf 500 Euro anzuheben und die Hartz IV-Sätze für Kinder und Jugendliche an deren tatsächlichen Bedarf auszurichten. DIE LINKE Duisburg ruft – ebenso wie Erwerbsloseninitiativen und Gewerkschaften - zur Teilnahme an einer bundesweiten Demonstration am Sonntag, dem 10. Oktober nach Oldenburg auf, die unter dem Motto steht: `Krach schlagen statt Kohldampf schieben`. Der ver.di Bezirk Duisburg-Niederrhein setzt dazu einen Bus ein, der um 9.30 Uhr ab Duisburg Hauptbahnhof (Busbahnhof) abfährt.

DIE LINKE: „Höherer Kinderrregelsatz statt Chipkarten-Modell.“

Zur Debatte um das von der Bundesregierung geplante Chipkarten-Modell erklärt Pressesprecher Horst Werner Rook für DIE LINKE Duisburg: „Am 9.2.2010 wurde die Bemessung der Hartz IV-Regelsätze vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig erklärt. Nun wird über Arbeitsministerin von der Leyen suggeriert, man würde über die Einführung einer Bildungs-Chipkarte die Bildungschancen von Kindern verbessern. Nach Auffassung der LINKEN ist diese Chipkarte jedoch keineswegs geeignet, die gesellschaftliche Teilhabe von Hartz IV Berechtigten zu sichern, sondern stigmatisiert und grenzt weiter aus. Um die Situation von Familien mit Hartz IV-Anspruch und deren Kinder entscheidend zu verbessern, ist dringend eine deutliche Anhebung des Kinderregelsatzes, wie von der LINKEN, aber auch von Sozialverbänden und Gewerkschaften gefordert, notwendig.“

 

Ergänzend dazu erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der LINKEN NRW, Jürgen Aust, der in Duisburg regelmäßig Beratungen für Hartz-IV-Betroffenen durchführt: „Die Chipkarte kann nur als Fortsetzung der mit dem Hartz-System verbundenen Diskriminierung und Entrechtung verstanden werden. Während alle Eltern z.B. das staatliche Kindergeld erhalten, um damit den kinderspezifischen Wachstumsbedarf finanzieren zu können, wird dieses Hartz IV-Eltern vorenthalten, bzw. in vollem Umfang auf den Regelsatz angerechnet. Statt in Kinder und deren Zukunftschancen zu investieren, subventioniert die Bundesregierung lieber in Höhe von ca 50 Mrd. € Niedriglöhne bei Hartz IV-Aufstockern. Deshalb wird DIE LINKE im Rahmen ihrer Herbstaktionen verstärkt für eine deutliche Anhebung der Hartz IV-Regelsätze eintreten und jeglichen Versuchen, diese Forderung durch Sachleistungen in Gestalt einer Chipkarte zu unterlaufen, eine klare Absage erteilen.“

 

Grundgesetz wird ans Jobcenter-Chaos angepasst - Pressemeldung des Erwerbslosen Forum Deutschland vom 24.03.2010

SPD knickt abermals vor Roland Koch und anderen CDU-Hardlinern ein und verrät wiederum Erwerbslose, indem Arbeitslose erster und zweiter Klasse verfassungsgemäß werden

Bonn – Nach Ansicht des Erwerbslosen Forum Deutschland wird das Grundgesetz nun endgültig an das „Jobcenter-Chaos“ angepasst. Mit Hilfe der SPD könne nun die schwarz-gelbe Regierung das Grundgesetz ändern und die bisherigen Mischverwaltungen aus Bund und Kommunen sowie die Ausweitung der Optionskommunen im Bundestag und Bundesrat beschließen. „Die SPD macht nun abermals einen anbiedernden Hofknicks vor Roland Koch und anderen Hardlinern in der Union und verrät Erwerbslose, indem sie es zulässt, dass nun Arbeitslose erster und zweiter Klasse verfassungsgemäß werden. Mit der Ausweitung der Optionskommunen werden die Arbeitslosen zweiter Klasse für kommunale Eigeninteressen missbraucht werden und können sich wegen der Schaffung alter Sozialhilfestrukturen kaum auf bundeseinheitliche Rechtsauslegung verlassen. Damit wird die Entrechtung von Hartz IV Beziehern im Grundgesetz zementiert“, so Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forum Deutschland.

„Fünf Jahre Hartz IV haben gezeigt, dass weder die Argen (Arbeitsgemeinschaften aus Bundesagentur für Arbeit und Kommunen), noch die Optionskommunen funktionieren. Die Betreuung von Langzeitarbeitlosen funktionierte vor Hartz IV durch die Bundesagentur für Arbeit besser. Im Gegensatz zu den Arbeitsgemeinschaften, ist bei den Optionskommunen die Betreuung und Vermittlung von Erwerbslosen noch schlechter. Sie ist nur da besser, wo billigste Arbeitskräfte für kommunale Interessen eingesetzt werden. Verlässliche Rechtsauffassungen gibt es bei den Optionskommunen kaum, da jede Kommune ihre ganz eigenen Interessen hat. Mit der Zustimmung der SPD zur Grundgesetzänderung zeigt sie, dass sie Hartz IV weiterhin auf Kosten der Betroffenen will und dafür bereitwillig Roland Koch und andere Handlanger des Kapitals mit ins Boot nimmt“, so Martin Behrsing.

Das Erwerbslosen Forum Deutschland wirft den Beteiligten vor, über die Interessen von 6 Millionen betroffenen Menschen undemokratisch hinwegzufegen. „Damit zeigt man, dass man den Erwerbslosenorganisationen jedes Mitspracherecht abspricht, aber Hartz IV-Profiteuren, wie z. B. Wirtschaft, Kommunen, Sozialverbänden jederzeit Rede- und Bestimmungsrecht einräumt. Es braucht keine Grundgesetzänderung: Die Betreuung kann die Bundesagentur für Arbeit alleine übernehmen. Auch die Kosten der Unterkunft können anhand von qualifizierten Mietspiegeln durch den Bund übernommen werden. Wo ist das Problem?“, so Behrsing in Bonn.