Herzlich Willkommen beim Ortsverband

 

 

 

 

Neuer OV Sprecher Süd gewählt

Liebe Genossinen, Liebe Genossen,
Liebe Freundinnen, Liebe Freunde,

wir möchten uns bei Norbert Schulz bedanken für die Zeit und
sein Engagement, das er in den letzten Jahren als OV-Sprecher
investiert hat. Über eine weitere Zusammenarbeit freuen wir uns und wünschen
Norbert weiterhin viel Freude bei seiner politischen und privaten Arbeit.

Auf der Jahreshauptversammlung wurden Mirze Edis als Srecher gewählt
und Sylvia von Häfen bestätigt. Wir freuen uns über die Unterstützung und
auf die Aufgaben die vor uns liegen.

Mit solidarischen Grüßen
Mirze Edis  Sylvia von Häfen
SprecherInn OV-Duisburg Süd  DIE LINKE

Fotos vom Landesparteitag in Mülheim

Wieder erwachter Protest gegen radioaktive Gefahren

von Dr. med. Detlef Feldmann

Für DIE LINKE im Umweltausschuss

 

Seit 1985 betreibt die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) in Wanheim ihre Anlage zur Konditionierung radioaktiver Abfälle aus AKWs, anfangs gegen heftigen und lang anhaltenden Protest der Bevölkerung. Diese lehnt zu Recht die gefährliche Technik – noch dazu mitten in einem Wohngebiet (Abstand zur Wohnbebauung ca. 200 m) ab. Danach wurde es leider still um die GNS, der Skandal wurde zur Gewohnheit. Seit einiger Zeit entwickelt sich der Widerstand neu und die ruhigen Zeiten für die GNS sind erst mal vorbei. Nur gelegentlich brachte sich die GNS in Erinnerung, so als 2002 bekannt wurde, dass diese belastete Stähle jetzt auch „freiputzt“, “freimisst“ und den oberflächlich gereinigten Stahlschrott

über die Krefelder Fa. Siempelkamp wieder in den Kreislauf einschleuste. 2006 wurde die auf diese Weise

genehmigte Freigabekapazität von 52 to auf 400 to mehr als versiebenfacht.

Dies mit der Behauptung, eine vermehrte Strahlenbelastung sei nicht zu erwarten. Erneut in die Schlagzeilen geriet die GNS, als 2008/09 5 t mit Cobalt 60 radioaktiv kontaminierte und wahrscheinlich aus indischer Produktion stammende Stähle auf Bitten der Bezirksregierung Arnsberg zwischengelagert

wurden. Das war zumindest am Rande der Legalität, denn bei der Genehmigung war von Zwischenlagerung nicht die Rede. Jetzt regt sich endlich erneut Widerstand, und zwar vor allem aus zwei

Gründen. Zum einen beantragte die Fa. GNS den Ausbau einer weiteren Produktionshalle

(nach Firmenangabe natürlich wieder ohne jegliche Zusatzbelastung).

Zum anderen wurden Pläne bekannt, nach denen die GNS aus Jülich stammenden radioaktiven Müll, der für das Zwischenlager in Ahaus bestimmt ist, hier zwischenlagern will. Der daraufhin von der BI "Kein Atommüll in Ahaus" und dem Aktionsbündnis "Münsterland gegen Atomanlagen", dem Klimabündnis

u. a. organisierte Autokorso von Ahaus über Duisburg nach Jülich mit Zwischenkundgebungen

vor der GNS und dem Forschungsreaktor in Jülich am 23.1.2010 mobilisierte auch viele Wanheimer Bürger, so dass am 19.2. ein erstes Treffen für eine neue Bürgerinitiative verabredet wurde.

Hier einigte man sich soweit, dass der Transport radioaktiven Mülls durch den Stadtteil und die damit verbundenen Gefahren analysiert und Aktionen geplant werden sollen. Hauptkonfliktpunkt

ist dabei der Bahntransport mitten durch das Wohngebiet und die erhöhte Unfallgefahr wegen fehlender

Schrankenanlagen an zwei Übergängen.

Außerdem wäre der Stadtteil – ein altes allgemeines Verkehrsproblem – bei einem Unfall mit einem langen Zug wegen blockierter Zufahrtsstraßen weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten – „mit dem Rücken zum Rhein“.

Eine Anfrage der Grünen für den Umweltausschuss am 2.3. erbrachte, wie üblich, relativ vage Auskünfte der zuständigen Bezirksregierung. Einige Fakten wurden dennoch geliefert: Bei der GNS dürfen insgesamt 3.300 t radioaktiven Materials gelagert werden. Zurzeit lagern jedoch nur ca. 2500 t, einschließlich 600 t, die für die Lagerung in Ahaus aufbereitet werden. Eine Anfrage der LINKEN zu den Transportgefahren

wurde bis heute nicht beantwortet. Auf einem zweiten Treffen am 8. März , an dem sich auch Aktive

der Ahauser und Münsterländer Anti- Atom-Initiativen beteiligten, wurden eine engere Zusammenarbeit, eine gemeinsame Erklärung und gemeinsame Aktionen am 10. April beschlossen.

Gemeinsames Ziel: Schließung der GNS, zumindest aber „Raus aus dem Wohngebiet“.

 

 

Quelle: http://www.die-linke-duisburg.de/nc/ortsverbaende/sued/