DIE LINKE.
Liebe Wählerinnen und Wähler, liebe Kommiltionen und Kommiltoninnen,
vielen Dank für eure Stimme bei der StuPa Wahl. Wir haben in der Woche gemerkt, dass linke Politik an der Universität Duisburg- Essen wieder sehr nachgefragt wird und viel Spaß machen kann. Bereits am Mittwoch zeichnete sich ein Spitzenergebnis für uns ab. Nur 12 Stimmen an einem der vier Sensatsplätze vorbeigerutscht. Schade, aber mit 277 Stimmen bis Mittwoch ein Traumergebnis. Auch die letzten beiden Wahltage liessen ein Spitzenergebnis bei der StuPa Wahl erwarten....
Gestern Abend bei der Auszählung hatten wir jedoch nur 300 Stimmen auf unserem Konto, wodurch wie zwar einen Sitz von 2 auf nun 3 Sitze dazu gewannen, aber bei Weitem nicht die erwartete Stimmanzahl erreichten. Dies lag aber nicht an euch oder uns, sondern im Bemessen des Wahlausschusses mit dem Vorsitzenden Jürgen Reitter, Mitglied des RCDS.
Was ist passiert?
Über 600 von insgesamt 4164 abgegebenen Stimmen sind vom Wahlausschuss als ungültig gewertet worden, da die Stimmzettel den erforderlichen UV-Stempel nicht vorweisen konnten. Zufälligerweise waren hauptsächlich Urnen betroffen, die als "linke" Urnen gelten, wie z.B. die Urne an der BIB, in R12 und bei LA in Duisburg. Viele der ungültigen Stimmen waren somit vermutlich eure Stimmen. Ich schätze mal, dass meine Stimme auch dabei war.
Unglückliche Fehler oder systematische Wahlfälschung?
Wir können dem Wahlleiter Jürgen Reitter vom RCDS nichts beweisen und gehen deshalb von seiner Unschuld aus. Es ist jedoch äußerst fragwürdig, warum ausschließlich Urnen betroffen waren, die als JuSo oder unsere Urne gelten. Auch das nach der Beanstandung im LA Bereich, aufeinmal die ungestempelten Zettel doch mitgewertet worden waren, aber an der BIB nicht, kann nach unserer Meinung kein Zufall sein. Bei der Auszählung der Urne im LA Bereich war das Ergebnis noch offen, bei der BIB zeichnete sich aber ein klarer Sieg der Opposition ab. Dies musste vermutlich verhindert werden. Bereits die ganze Woche verhielt sich Jürgen Reitter parteiisch und es wurde deshalb mehrmals von verschiedenen Listen Beschwerde eingereicht. So bezeichnete er auf einem RCDS Blog seine politschen Gegner bei der Wahl als "Abschaum". (www.rcds-essen.de) Auch die Urnenbewachung lief zweifelhaft ab, da die Webcam zwischenzeitlich ausfiel. Zudem kommt die hohe Wahlbeteiligung von über 500 Stimmen am Freitag, die es noch nie gab. Viele Anzeichen, aber leider noch keine handfesten Beweise. Eine Wahlfäschung ist jedoch sehr wahrscheinlich.
Was nun?
Wo die Wahlzettel nun sind, weiss niemand. Jedenfalls sind sie nicht überwacht, wie ihr oben seht, so dass eine Neuauszählung flach fällt. Eine Anfechtung des Wahlergebnisses ist deshalb unabdingbar. Der Wahlausschuss istin jedem Fall nicht fähig, eine Wahl durchzuführen, da das Stempeln der Wahlzettel eindeutig in ihrem Aufgabenbereich fällt. Die ungültigen Stimmen sind also geklaute Stimmen der Wähler.Neben der Unfähigkeit des Vorsitz, wird Reitter sich auch zumindest dem Verdacht auf Wahlfäschung gefallen lassen müssen. Dies bleibt aber zunächst nur ein Verdacht. Wir werden diesem Verdacht jedoch juristisch nachgehen und weiterhin die Absetzung Jürgen Reitters fordern. Daneben muss eine mögliche Neuwahl vom Kanzler durchgeführt werden, damit man sich endlich sicher sein kann, nicht betrogen zu werden. Die viel Arbeit wäre sonst wieder umsonst.
Wir bedanken uns trotzdem bei allen WählerInnen und ermutigen euch bei einer Neuwahl wieder wälen zu gehen. Jetzt erst Recht! Wir alle haben das Recht auf faire, demokratische Wahlen, bei der nicht nur die von Jürgen Reitter erwünschten Stimmen zählen.

30. Juni 2010
Stellungnahme LinkeListe.SDS
Die Bibliothek ohne Gebühren. Eine Notwendigkeit für einen schrankenlosen Zugang zu universeller Bildung. In einer Gesellschaft, die eine Ausbreitung der marktwirtschaftlichen Prinzipien auf jeden noch so kleinen Lebensraum duldet, in der Hartz IV und soziale Segregation in einem Ausmaß möglich sind, dass es sogar von einem Wirschaftskonglomerat wie der Europäischen Union gerügt wird, ist es mehr denn je notwendig, Bildung schrankenlos für Jede und Jeden bereitzustellen. Mit der Einführung der Gebühr für „externe Benutzer“ führt die Universitätsleitung ihren Weg der unsozialen Gebührenpraxis fort.
Seit Jahren werden jedoch auch Strafgebühren für Überschreitungen von Rückgabefristen erhoben. Bisher immer mit der Begründung, es wäre vom Land vorgegeben. Aus diesem Grund fallen pro Buch Gebühren an, gerade für Studierede in der Phase der Diplomprüfungen eine erhebliche Belastung. Seit dem Januar 2010 ist die Universität in der Frage der Gebührenerhebung jedoch autonom. Im Senat wurde trotzdem die unsoziale Regelung Wort für Wort aus der Landesgesetzgebung übernommen. Dabei stimmten die drei studentischen Vertreter aus RCDS, AL/FSL und Jusos geschlossen für diese Regelung.
Für uns ist klar, eine repressive Gebührenordnung fördert in keiner Weise das Veranstwortungsgefühl der Studierenden. Rücknahme der Grundgebühr, Beschränkung der maximal möglichen Gebühren, zwei Karenztage nach Ende der Rückgabefrist und eine Beschränkung der Erhebung von Gebühren auf vorgemerkte Bücher sowie Einzelfälle sind die Elemente einer neu zu schaffenden Gebührenordnung an der Universität. Diese werden wir in einem neuen AStA mit und im Zweifelsfalle auch gegen die Universitätsleitung durchzusetzen.
I. A. Malte Albrecht, LinkeListe.SDS, MdStuPa
24. Juni 2010

Der Vortrag Norman Paechs unter dem Titel "Das aktuelle Völkerrecht und der Nahost-Konflikt" überzeugte durch Sachkundigkeit und eine erfrischende Sachlichkeit. Aufruf Paechs, den Diskurs weniger emotional zu führen.
Die etwa 50 Bürgerinnen und Bürgern, die sich zum Vortrag Norman Paechs zum aktuellen Völkerrecht und der Frage des Nahost-Konflikts an der Univerität Duisburg Essen eingefunden hatten, wurden nicht enttäuscht. Es wurde ihnen ein eloquenter, sachlicher und fachlich hervorragender Vortrag geboten, der sowohl die aktuellen Entwicklungen betrachtete, als auch einen ausgewogenen Abriss der Geschichte des Konfliktes lieferte. Deutlich wurde auch, dass Peach im Rahmen des Völkerrechts argumentierte. Politische und moralische Positionen stünden immer zur Disposition, eine völkerrechtliche Argumentation hingegen, die den einzigen Maßstab auf dieser internationalen Ebene biete, sei, da die UN-Charta von 192 Staaten unterzeichnet worden sei, sachlicher. Belohnt wurde dies mit kräftigem Applaus und angeregten Gesprächen nach dem Ende der Veranstaltung, für die Paech sich noch eine Stunde Zeit lies.
Transparent und nachvollziehbar wurden die haltlosen - gestützt auf einen Sternartikel in den Raum gestellten - Vorwürfe gegenüber dem verdienten Antifaschisten und aktiven Friedenssucher in den richtigen Kontext gestellt und widerlegt. Näheres dazu in der Stellungnahme Paechs. Die anschließende Diskussionsrunde war geprägt von Zustimmung und Kritik. Gelassen, sachlich und überzeugend konnte Paech jedoch seinen teilweise missverstandenen Standpunkt deutlich machen und Missverständnisse aus dem Weg räumen. Dies war besonders charakteristisch für den Vortrag Paechs, der für einen weniger emotionalen Diskurs bei diesem strittigen Thema warb. Ein weiteres Mal beschämend war es, dass die Kritiker, die eine wissenschaftliche Diskussion mit Paech hatten verhindern wollen und gescheitert waren, nicht zu dem Vortrag erschienen. Trotzdem erscheinen weiterhin Diffarmierungen im Internet, die sich auf sachlich unzutreffende Aussagen stützen. Dies ist nicht das Verhalten von Demokraten und angehenden Wissenschaftlern.
Stellungnahme LinkeListe.SDS
Wir, die Hochschulgruppe LinkeListe.SDS, nehmen mit Bedauern und Unverständis die Reaktionen auf die Einladung Norman Paechs im Rahmen einer Vorlesung an der Universität Duisburg Essen zur Kenntnis.
Die unhaltbaren Vorwürfe, die Norman Paech, einen verdienten Antifaschisten und langjährigen aktiven Friedenssucher, in die gleiche Ecke mit Faschisten und Antisemiten stellen, beschämen uns, insbesondere, da sie massiv auch aus den Reihen der Linken, namentlich des BAK Shalom, kommen. Hier wird deutlich, dass die menschenverachtende Politik des Israelischen Staates bedingungslos akzeptiert werden soll und nicht kritisiert werden darf. Dies ist eine Haltung, der wir uns in keiner Weise anschließen können und möchten. Insbesondere der Versuch, die Veranstaltung ersatzlos ausfallen zu lassen, zeugt von einem äußerst fragwürdigen Verständnis von Demokratie und Wissenschaft, da hier versucht wird eine Auseinandersetzung im Rahmen einer Diskussion zu verhindern. Wir fordern hier auch eine Stellungnahme des Instituts für Entwicklung und Frieden (INEF), welches zunächst als Veranstalter auftrat und den Vortrag anschließend ersatzlos ausfallen lies.
Wir schließen uns als Hochschulgruppe dem offenen Brief des LandespsrecherInnenrates NRW an den Vorstand des BAK Shalom vom 02. Juni 2010 an und fordern eine Diskussion innerhalb der Partei Die Linke und ihrem Jugendverband ['Solid] über die Vertretbarkeit der Arbeit des BAK Shalom.
Stellungnahme LinkeListe.SDS
Mit der Inkrafttretung der Neuregelungen der Benutzungsordnung für die Universitätsbibliotheken Dusiburg und Essen wird ein weiteres Mal deutlich, dass die Universitätsleitung Ihren Weg der sozialen Segregation und Exklusioneinkommensschwacher Teile der Bevölkerung von universeller Bildung konsequent fortsetzt. Die Begründungen, mit der Externe Benutzer, auch Studierende aus anderen Bundesländern, sowie die Angehörigen der FOM aus Duisburg ab sofort 20 € Jahresbeitrag zur Nutzung der UB zahlen müssen, sind denkbar fadenscheinig.
Zum einen wird angeführt, die anderen Universitätsbibliotheken würden auch eine Gebühr erheben oder würden dies in absehbarer Zeit tun. Ein anderer Referenzpunkt sind die städtischen und kommunalen Bibliotheken, die auch eine, jedoch erheblich geringere, Jahresgebühr erheben (Beispiel Stadtbibliothek Duisburg: 12€/a). Mit der zunehmenden Finanzierung von Beständen aus Studiengebühren, so die weitere Begründung, sollen diese "auch vorrangig den NutzerInnen zur Verfügung gestellt werden" (Quelle: In den Bibliothekenausliegende Argumentationshilfe für Bibliotheksangestellte). Bibliotheken sind ein zentraler Bestandteil öffentlicher Kultur, sie sind ein Zentrum für private Weiterbildung abseits von Beruf und Arbeitsleben. Hier wird Wissen für eine breite Masse von Interessierten Menschen durch öffentliche Träger bereitgestellt und durch die Steuerzahler finanziert. Dies muss gerade an der Universität für die Nutzerinnen und Nutzer kostenneutral gestaltet werden. Die Universität muss wieder eine Institution in der Mitte der Gesellschaft werden. Die Rolle der Bibliothek dabei ist zentral. Das Wissen der Bibliothek muss Barrierefrei allen Menschen zur Verfügung stehen. Sonderregelungen für besondere Bestände wie die Lehrbuchsammlung können dabei trotzdem sinnvoll sein. Eine kostenpflichtige Nutzung des gesamten Bestandes ist für uns aber keine Option. Aus diesem Grund werden wir uns dafür einsetzen, dass diese Regelung außer Kraft gesetzt wird.
LinkeListe.SDS
Stellungnahme LinkeListe.SDS zum Bildungsstreik Juni 2010
Das Bild, das die protestierenden Studierenden am Mittwoch, den 9. Juni 2010 abgaben ist bezeichnend für die Situation des Bildungsstreikes im ganzen Land, besonders aber auch an der Universität Duisburg Essen. Ca. 40 Studierende schlossen sich solidarisch dem Protestzug der Schülerinnen und Schüler an. Ein Jahr nach dem Beginn der Proteste, ist der Bildungsstreik in Duisburg Essen ist am Nullpunkt angekommen.
Vielerlei Gründe lassen sich anführen für diese Entwicklung. Wir sind jedoch der Überzeugung, dass der Bildungsstreik weiterhin die Plattform sein muss, auf der die Forderungen und Proteste der Studierenden herausgearbeitet und vorgertragen werden müssen. Deshalb werden wir uns wieder verstärkt der Weiterentwicklung des Protestes auch auf der Straße, besonders aber in der Vernetzung der Studierenden mit anderen gesellschaftlich relevanten Gruppierungen widmen. Dazu gehören Gewerkschaften, Parteien, Angestellte der Universität und SchülerInnen. Die Wahlen zum Studierendenparlament vom 12. Juli bis 16. Juli werden auch mitbestimmen über die Möglichkeiten, die den Studierenden bei den Protesten offenstehen, da der konservative AStA aus RCDS, LHG und LAL weiterhin der Protestbewegung im Wege steht und die Arbeit der AktivistInnen boykottiert.
Wir plädieren daher weiterhin ausdrücklich für eine Öffnung des Protestes hin zur Gesellschaft, für ein breites Bündnis gegen Bildungsabbau, sowie den konstruktiven Protest auf der Straße und in Institutionen. Für die Umsetzung dieser Ziele werden wir uns auch verstärkt in einem neuen AStA einsetzen.
Auf einen heißen Sommer!

Bei der konstituierenden Sitzung des NRW Landtags am vergangenen Mittwoch hat die erst frisch eingezogene Fraktion der Partei Die Linke für Fuore im Plenarsaal gesorgt. Mit Bildungsstreik T-Shirts haben sie auf die Misstände im Bildungsystem aufmerksam gemacht und sich eindeutig hinter die Bewegung gestellt. Zuvor haben sie mit Schülern, Studierenden und Lehrenden gemeinsam in Düsseldorf demonstriert.Wir sagen dazu, weiter so.

Einfach die Überschrift anklicken
Zu unserem Bedauern mussten wir gestern auf der StuPa Sitzung feststellen, dass unsere beiden Anträge nicht angenommen worden sind.
Bei dem Antrag nach der Änderung des Wahlauszählungssystems von D'Hondt nach Hare-Niemeyer kann man nur von einer demokratischen Farce sprechen. Obwohl der Antrag vom Satzungsauschuss empfohlen wurde, hat der RCDS geschlossen dagegen gestimmt. Das zeigt uns, was der RCDS alles für die Sicherung ihrer Herrschaft über die Studierendenschaft tut. Sie missachten die demokratischen Grundsätze Deutschlands, in diesem Fall Art 38 GG "Gleichheit der Wahl".
Der Antrag zur Nachforschung im Fall Korte (wir haben davon berichtet) wurde für uns nicht überraschend abgelehnt. Auch die Juso Hochschulgruppe hatte uns vor der Sitzung gesagt, sie können sich nur enthalten, da sie noch mit Korte zusammen arbeiten möchten.
Wir kritisieren dieses Verhalten stark, da wie weiterhin denken, dass die Interessen der Studierendenschaft in diesem Fall vorgehen. Lobbyismus in der Wissenschaft gehört entlarvt und angeprangert.
Poltikwissenschaftler, Leiter der School of Gouvernance und Dekan des Fachbereiches Gesellschaftswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen, Prof. Dr.Dr. Karl- Rudolf Korte wurde durch den inverstigativen Journailsmus von NRW-Bloggern als Lobbyist entlarvt. Es sollen Gelder für ein Gutachten der CDU bzw. des amtierenden Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers geflossen sein. Als Beweisstück dient ein E-Mailwechsel zwischen dem Medienmann Korte und einem Mitarbeiter von Rüttgers.
Wir können und möchten Herrn Korte hier nicht schuldig sprechen, sehen uns aber aufgrund der Beweislast dazu bewegt, zum Wohl der Studierenden an der Universität Nachforschungen einzuleiten. Durch die E-mail wird die Unabhängikeit der Wissenschaft Kortes eindeutig in Frage gestellt. Der Vorwurf des Lobbyismus gehört durch den Arbeitgeber, also der Universität Duisburg-Essen geprüft.Im Anschluss muss die jeweilige Konsequenz gezogen werden. Sollten sich die Anschuldigungen bestätigen, dann sind die beteiligten Akteure für den Wissenschaftsbetrieb nicht tragbar.
Wir werden bei der nächsten Sitzung des Studierendparlaments als Fraktion Lili.SDS einen Antrag zur Prüfung durch das zuständige Gremium beantragen. Bis dahin gilt die Unschuldsvermutung.
(Zu einem der Artikel einfach auf das Bild der Mail klicken)
Julian Schulz Die Linke.SDS DuE;NRW
Demo in Düsseldorf am 05.05
Treffpunkt NRW: 11.00 Uhr HBF
Treffpunkt bundesweit: 13.00 Uhr Apollo Platz am Landtag, dort Kundgebung bis ca. 14 Uhr
Abschlusskundgebung ab ca. 15 Uhr an den Düsseldorf Arkaden
Die Demonstration “Wir zahlen nicht für eure Krise! Zwingen wir die Profiteure zur Kasse!” beginnt am 20. März ab 12.30 Uhr auf dem Willy-Brandt-Platz in Essen.

Bündnisse: "Duisburg stellt sich quer" und "Marxloh stellt sich quer" laden ein:
Mittwoch, 17. März 2010, 18:00h
Duisburg, Hotel Montan, Dahlstr.1
Minarettverbot und Sternmärsche - Islamfeindlichkeit und Rassismus im Aufwind? Rechtspopulistische Kampagnen unter der Lupe, in der Schweiz und hier!
Mit Karin Hitz, Religionswissenschaftlerin aus Bern, Verein Wissenswert Religionen.
Ende November letzten Jahres wurde in der Schweiz die Volksinitiative «Gegen den Bau von Minaretten» von der Bevölkerung angenommen – gegen die Empfehlung der Schweizer Regierung und des Parlaments. Es ging ein Aufschrei des Entsetzens durch die europäischen Nachbarländer, fehlende Toleranz und Weltoffenheit wurden beklagt, rassistische und neofaschistische Parteien feierten den vermeintlichen „Sieg“! Aber: diese Volksinitiative wurde von der konservativen Volkspartei SVP vorangetrieben, nicht von einer rechtsextremen Splittergruppe. Die islamfeindliche Hetze konnte in großen Teilen der Bevölkerung anknüpfen und stieß auf Zustimmung. Die Referentin Karin Hitz tourte im vergangenen Jahr mit dem Verein „Wissenswert Religionen“ durch die Schweiz und versuchte den Ängsten und rassistischen Ressentiments in der Bevölkerung Informationen und Aufklärung entgegenzusetzen. Sie wird in ihrem Vortrag die Schwerpunkte der Antiminarettkampagne nachzeichnen und darstellen, wie und warum sie in der Schweiz auf fruchtbaren Boden fiel. Wie aber ist die Stimmung und die Diskussion in Deutschland? Könnte eine Abstimmung hier ähnlich aussehen? Welche Rolle spielen Parteien und Medien der bürgerlichen Mitte bei diesem Thema?
DÜSSELDORF
SONNTAG, 14. März (ab 10.00 Uhr) | ZAKK | Fichtenstraße 40 | Düsseldorf | U74 / U77 Oberbilker Markt
Abendpodium (17:00 Uhr - 19:00 Uhr) mit:
* Michael Bruns [Mitglied des Bundesausschusses DIE LINKE]
* Juri Hälker [Dozent Universität Duisburg-Essen]
* Sahra Wagenknecht [MdB | Mitglied im Parteivorstand DIE LINKE]
Workshop in Düsseldorf:
* Würde sich Rosa Luxemburg an einer rot-roten Regierung beteiligen?
Mit: Wolfgang Zimmermann [Landessprecher DIE LINKE Nordrhein-Westfalen]
Ein kleiner Ausflug in die Gedankenwelt der Nazis fünf Tage nach ihrem Desaster von Dresden. Alle Zitate stammen aus ihrem derzeitigen Lieblings-Internetforum

Strategien und Perspektiven erfolgreicher Anti-Nazi-Proteste.
Fr. 5.3. bis So. 7.3. in Duisburg Marxloh
Die Mobilisierung gegen den Nazi-Aufmarsch vom 13.2. in Dresden ist die größte Anti-Nazi-Mobilisierungen der letzten 20 Jahre. Die Linksjugend [solid] und Die Linke.SDS laden Euch herzlich ein, die Erfahrungen und Ereignisse rund um Dresden 2010 zu diskutieren und einen Ausblick auf künftige Anti-Nazi-Proteste zu wagen. Unser Fokus richtet sich hierbei auf den 27./28.März, wo Pro NRW und NPD einen Aufmarsch gegen eine örtliche Moschee in Duisburg planen. Es ist unsere Aufgabe sie zu stoppen! Nur: Wie können sie gestoppt werden? Welche Schlüsse können wir aus Dresden ziehen? Verstehen wir den Kampf gegen Nazis als Kampf ums Ganze, so wollen wir uns auch mit weitergehenden Fragen beschäftigen. Welche gesellschaftlichen Kräfte wirkten beim Aufstieg Hitlers mit und was tat die Linke? Welche Rolle nimmt heute Islamophobie in der bürgerliche Gesellschaft ein? Die Konferenz soll auch eine Gelegenheit sein, sich mit AktivistInnen im Anti-Nazi-Bereich zu vernetzen und ist gleichzeitig ein Angebot an Neu-Interessierte nach Dresden einen Einstieg in kontinuierliche antifaschistische Arbeit zu finden.
Fahrtkosten können erstattet werden! Aufgrund organisatorischer Herausforderungen(Verpflegung, Übernachtung etc.) ist eine frühzeitige Online-Anmeldung dringend erforderlich.
Bei den Aufmärschen in Duisburg bleibt es jedoch nicht, Mülheim ist ein weiteres Ziel von PRO NRW. Hier soll schon am 26.März um 12:00h vor der Fatih Moschee) eine Demonstration der "Rechtspopulisten" stattfinden.
Lasst uns den ewig Gestrigen zeigen, das sie eine Minderheit sind, die das Zusammenleben der Mehrheit nicht stören kann.
Antifa Infoportal Mühlheim/Ruhr
27. & 28. März: Duisburg stellt sich quer

Die Nazis durften nicht marschieren, aber was ist wirklich passiert ?
Dresden, 13. Februar 2010
Betrachtet man die Berichterstattung der vergangenen Tage zu dem Naziaufmarsch in
Dresden und zu den verschiedenen Gegendemonstrationen und Protestformen, so
scheint alles in Ordnung zu sein. Die Nazis konnten nicht marschieren, Kirchen, die
Bürgermeisterin von Dresden und die Dresdner selbst erreichten
dies mit einer friedlichen und alle einenden Menschenkette mit
nicht enden wollendem symbolischen Charakter. Und zu guter
Letzt spielte auch die Polizei mit ihrer deeskalierenden und
friedlichen Taktik eine hervorragende Rolle in diesem sterilen,
euphorisch erdrückendem Szenario.
- Eine Frage der Perspektive -
Doch uns stellt sich hier die Frage, ob diese Perspektive vollständig ist oder ob ihr
nicht ein wesentlicher Teil fehlt.
Zunächst einmal zu dem Aufmarsch der Rechten. Dieser wurde genehmigt auf dem
Schlesischen Platz vor dem Neustädter Bahnhof. An diesem Platz erinnert ein Schild an
den Abtransport von zahlreichen Opfern des Terrorregimes 1933 - 1945 in
Konzentrationslager und andere Todeslager. Nach einem Gesetz des Sächsischen
Landtages ist es nicht erlaubt, Sympathisanten dieses Terrorregimes solche Stätten
kollektiven Gedächtnisses als Versammlungsort zuzuweisen. Genau dies aber ist
geschehen. Warum?
Alle Eilanträge, de Aufmarsch der Rechten juristisch zu verhindern, scheiterten vor
den Gerichten unter Berufung auf Meinungsfreiheit und Versammlungsrecht. Die
Polizei hielt Busse mit Rechten vorsätzlich auf Rastplätzen fest, damit dieses nicht in
großer Zahl in Dresden aufmarschieren konnten, sondern erst nach und nach dort
ankämen und somit ein Marsch aufgrund der zeitlichen Beschränkung
unwahrscheinlich würde.
Welches demokratische Verständnis steckt hinter einer solchen Handlung? Eine
Versammlung, die von Gerichts wegen als rechtmäßig bezeichnet wird, vorsätzlich
zu behindern, damit sie nicht zustande kommt, erscheint uns zutiefst bedenklich.
Was auf der Strasse passierte, war, mit Einschränkungen, ein demokratischer Akt.
Was die Polizei geplant und durchgeführt hat, war, mit Einschränkungen
Demokratie verhindern.
- Was auf der Strasse passierte, war, mit Einschränkungen, ein demokratischer
Akt. Was die Polizei geplant und durchgeführt hat, war Demokratie verhindern -
Zeitgleich zu den Vorbereitungen auf den Naziaufmarsch wird das breite
demokratische und friedliche Aktionsbündnis „Dresden Nazifrei“ kriminalisiert und
die Unterstützenden dadurch und durch repressive Maßnahmen wie
Beschlagnahmungen von Computern und Informationsmaterialien sowie
Durchsuchungen unverhältnismäßig unter Druck gesetzt und bedroht.
Vor Ort verhielten sich die Einsatzkräfte von Anfang an drohend bis offen aggressiv.
Die Gegendemonstranten wurden von Anfang an eingekesselt und es wurde direkt
mit Räumung unter Einsatz von Gewalt gedroht. Tränengas wurde schon in der
ersten Stunde nach unserem Eintreffen um ca. 9 uhr eingesetzt.
Nachdem die Polizei Aussagen gemacht hatte, wonach die Rechten nicht
marschieren dürften, wenn die Gegendemonstration friedlich bliebe, wurde gegen 16
Uhr am Nachmittag ein massives Polizeiaufgebot an der Ecke Hansastrasse/Fritz-
Reuter-Strasse aufgefahren. Informationen aus Lifeticker der Taz besagten, dass die
Rechten dort marschieren dürften. Nachdem einige Einkaufswagen in Richtung der
Einsatzkräfte geschoben worden waren und ca 2 Flaschen geworfen wurden, sowie
ca 3 Müllcontainer in Brand gesetzt worden waren, drohte die Polizei mit dem
Einsatz des Wasserwerfers gegen die Demonstranten. Es waren 4 Grad minus. Im
weiteren Verlauf löschte die Polizei den Brand und jagte die Menge von etwa 1000
Demonstrierenden unter unverhältnismäßigem Einsatz von Tränengaskapseln und
Knüppeln auf einer Strecke von etwa 1 km zurück zum Neustädter Bahnhof.
Die Barrikaden, von denen in der Presse berichtet wurde, waren nicht existent. Sie
bestanden lediglich höchstens aus einigen brennenden Müllcontainern auf einem
Haufen. Barrikaden gab es während der Französischen Revolution. Das dagegen war
ein Witz.
Die wirklichen Barrikaden waren die Menschen, die die verschiedenen Strassen, auf
denen die Rechten marschieren sollten, unter der Drohung von gewaltsamer
Räumung und damit Gefahr für Leib und Sicherheit durch die Polizei blockiert
haben. Diese Blockaden waren es auch, die den Marsch der Rechten verhindert
haben, denn dieser fand nicht statt, da die Polizei befand, sie könne nicht für die
Sicherheit garantieren. Dies wiederum war sicherlich nur unwesentlich auf die
Menschenkette zurückzuführen. Das Eskalationspotential hätte eindeutig auf der
nördlichen Seite des Neustädter Bahnhofs gelegen - wären die Rechten dort
marschiert.
- Fazit: Der Marsch wurde verhindert - durch zivilen Ungehorsam -
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Menschenkette ein wunderbares
Zeichen war, das durch die Blockaden und den Zivilen Ungehorsam mit ermöglich
wurde. Beides war sowohl durch das aggressive Auftreten der Polizei als auch durch
die Kriminalisierung im Vorfeld auf der einen Seite und durch die offensichtlich
gewaltbereiten Rechten auf der anderen Seite massiv bedroht.
Ein Affront ist und bleibt es, dass die Rechten überhaupt und ausgerechnet am
Schlesischen Platz aufmarschieren durften. Ein Erfolg ist und bleibt es, dass sie nicht
marschieren konnten. Jedoch das demokratische Verständnis der Polizeileitung und
deren Prioritätensetzung erscheint uns in diesem und in anderen Fällen als
fragwürdig.
Übrig bleibt, dass dies nicht der letzte Aufmarsch von Rechten gewesen ist und wir
die Aufgabe, diese zu ver- oder behindern, nicht dem Staat überlassen können und
dürfen. Missachtet der Staat demokratische Grundsätze, missachtet er sie im Prinzip,
nicht in der Sache. Hoffen wir, dass wir etwas lernen aus den Geschehnissen in
Dresden.
Die Reaktionen auf und Beteiligungen an geplanten Aktionen von Rechten in
Duisburg und Mühlheim werden auch zeigen, wie stark unsere Demokratie ist !
LinkeListe.SDS
26. Januar 2010
von Linke.Liste SDS und Linksjugend ['solid]
Liebe KommilitonInnen, liebe GenossInnen, liebe AntifaschistInnen ,
im Rahmen des bundesweiten zivilgesellschaftlichen Bündnisses zur Verhinderung des größten Nazi- Aufmarsches seit Jahren am 13. Februar in Dresden, das viele Parteien, Gewerkschaften, Bürgerinitiativen und Prominente wie Konstantin Wecker oder Bela B. unterstützen, laden Linksjugend Duisburg/Essen zusammen mit uns, Die Linke. SDS DuE, zu einer Infoveranstaltung am Mittwoch, den 27.01. 18 Uhr am Campus Essen in V13 S00 D50 und am Donnerstag, den 28.01. am Campus Duisburg in LF032 zu einem Blockadetraining mit anschließender Verteilung von Infomaterial ein.
In der Infoveranstaltung wird ein eingeladener Referent die neonationalsozialistischen Strukturen in Deutschland erläutern, und auf die Bedeutung des Nazi Aufmarsches am 13. Februar für diese Strukturen eingehen.
Im Rahmen des Blockadetrainings wird uns eine Trainerin oder ein Trainer auf die Möglichkeiten einer Blockade und die Strategie des bundesweiten Bündnisses hinweisen. Eine rechtliche Aufklärung wird es natürlich auch geben.
Im Anschluss an das Training möchten wir uns dem bundesweiten Aufruf zur Plakatierung der „kriminalisierten” Plakate anschließen.
Näheres zur Kriminalisierung des „Dresden-Nazifrei” Bündnisses unter www.dresden-nazifrei.com.
Bitte schließt euch uns an und kommt zur Infoveranstaltung und dem Blockadetraining. Nur gemeinsam können wir es schaffen faschistische Strukturen zu zerschlagen und den Nazi-Aufmarsch in Dresden stoppen. Neben dem akuten Handlungsbedarf ist auch eine stetige Auseinandersetzung mit dem Thema „Faschismus” eine Notwendigkeit.
Tickets für die Busreise nach Dresden bekommt ihr auf den Veranstaltungen oder nach Rückfrage.
Ticketpreise:
15 Euro ermäßigt
25 Euro Normalverdiener
Mit antifaschistischen Grüßen Linksjugend Duisburg/Essen und Linke SDS. DuE
„Nazis Stoppen, Dresden Nazifrei” Infoveranstaltung
(Mittwoch, 27.01. 18 Uhr Campus Essen) und
Blockadetraining mit anschließender Plakatierung (Donnerstag, 28.01.
ab 15 Uhr Campus Duisburg)
26. Januar 2010
von Linke.Liste SDS
Dezernat Gebäudemanagement Uni Duisburg-Essen - Skandalöses Verhalten bei der Raumvergabe
An die Studierenden; das Rektorat; das Studierendenparlament und das Dezernat Gebäudemanagement der Universität Duisburg-Essen
Als eingetragene hochschulpolitische Gruppe steht uns an der Universität Duisburg- Essen nach Anfrage beim Gebäudemanagement ein Raum zur Verfügung. Dies ist dafür gedacht, dass ein Ort vorhanden ist, an dem man sich als Studierender politisch austauschen, und im Zuge der Demokratisierung Prozesse anregen kann, die der Hochschulpolitik zu Gute kommen.
Nun haben wir als hochschulpolitische Liste vor einigen Tagen einen Raum am Campus Duisburg, sowie Essen für eine Infoveranstaltung zum Nazi- Aufmarsch in Dresden am 13. Februar angefragt.
Diese Antwort kam darauf vom Dezernat zurück:
„Sehr geehrter Herr ...,
haben Sie bitte Verständnis dafür, dass eine Raumvergabe nur dann möglich ist, wenn es sich um hochschulpolitische und nicht um allgemeinpolitische Veranstaltungen handelt.
So schreiben dies auch die Raumvergaberichtlinien vor.
Daher kann ich Ihnen für Ihre Infoveranstaltungen keinen Raum zuweisen.
Davon abgesehen stünden die Räume in der gewünschten Größe in der Vorlesungszeit nicht zur Verfügung, da diese durch Hochschulveranstaltungen belegt sind.
Mit freundlichen Grüßen
….“
Daraufhin haben wir noch einmal unser Anliegen näher erläutert und hingewiesen, dass es sich bei dem Referat in der Infoveranstaltung auch um die Analyse von „rechten“ Strukturen an der Hochschule handelt, und diese diskutiert werden. Zudem haben wir die Raumkapazität verringert, und darauf verwiesen, dass wir auch zwischenzeitlich den Raum wechseln können.
Generell stellt unsere Gruppe die vom Dezernat angewandte Definition von Hochschulpolitik in Frage. Nach dem Ermessen unserer Hochschulgruppe auch in Anlehnung an den historischen SDS ist eine Verknüpfung von Gesellschaftspolitik und Hochschulpolitik deutlich gegeben. Die Hochschule ist ein Teil der Gesellschaft, und wirkt als Institution von Wissenschaft und Lehre gravierend in die Gesellschaft ein.
Wir halten es zudem für äußerst wichtig, und dachten es sei in Deutschland selbstverständlich, demokratische Bestrebungen zu unterstützen und faschistische Organisationen mit aller Möglichkeit zu verhindern.
Ich schrieb dem Dezernat also Folgendes:
„Sehr geehrter Herr …,
ich möchte Ihnen dann nochmal näher erläutern, warum es sich bei der
Vranstaltung auch um eine hochschulpolitische Veranstaltung handelt.
Außerdem will ich zunächt darum bitten, auch Räume mit geringeren
Kapazitäten nach Belegungen zu prüfen, da vermutlich auch ein Raum für
ca. 50 Personen ausreichen wird. Für die Infoveranstaltung am 27.01. in
Essen wird der Raum dringender von Notwendigkeit sein.
Zurück zur Hochschulpolitik. Die Referate werden hwie aufgezeigt auch,
sogar vorrangig, die Analyse von Strukturen der Hochschule bezüglich
"rechtsradikaler" Tendenzen umfassen. Dazu gehört einmal der historische
Abriss, d.h. die Hochschule direkt nach 1945 bis zu der 68er Bewegung.
Aber auch die neuaufkommenden Neonazi- Struktuen mit der Gründung der
Zeitung "Junge Freiheit" und anderen rechten Unternehmungen, die
eindeutig auf der akademischen Ebene anzusiedeln sind, und dadurch
direkt mit der Hochschule in Kontakt treten. Es ist also nach ihrer
Definition eindeutig auch ein hochschulpolitisches Thema. Darüberhinaus
empfinden wir es als Aufgabe der Hochschulpolitik als Vorbildfunktion
für die Gesellschaft, undemokratische Strukturen aufzuzeigen, und
verfassungsfeindliche Strukturen zu zerschlagen. Deshalb hier nochmal
der Antrag auf eine Raumvergabe für den 27.01. am Campus Essen, und am
28.01. am campus Duisburg, jeweil von 15.15 Uhr- ca.20 Uhr. Wir wechseln
zwischenzeitlich auch den Raum, wenn die notwendig ist.“
Nun die endgültige Absage durch das Gebäudedezernat:
„Sehr geehrter Herr …,
aus Ihrem ersten Antrag geht hervor, dass es hauptsächlich um die Mobilisierung einer Gegendemonstration geht.
Die nunmehr nachgereichten Begründungen dienen m. E. lediglich dazu,
die Raum-Vergaberichtlinien "irgendwie" zu erfüllen.
Auf dieser Basis ist eine Raumzuweisung leider nicht möglich.
Auf die organisatorischen Probleme sei nochmals hingewiesen.
Ich bitte von weiteren Anträgen in gleicher Sache abzusehen.
Mit freundlichen Grüßen
…“
Wir, die Linke Liste. SDS fordern das Gebäudemanagement mit diesem offenen Brief dazu auf, offen eine Stellungnahme zu dem hier aufgezeigten Verhalten abzugeben, und über die Kriterien für eine Raumvergabe ernsthaft nachzudenken. In Zukunft sollten uns bei so wichtigen Themen keine Steine in den Weg gelegt werden Damit wir die äußerst wichtige Veranstaltung bewerben und durchführen können, haben wir uns Freiräume genommen, und werden dies in Zukunft bei weiterem zweifelhaften Verhalten wieder tun. Die Unterstellung, wir wollen im Nachhinein nur die „Raum- Vergaberichtlinien“ erfüllen, weisen wir entscheiden zurück. Als wir den Inhalt der Veranstaltung das erste Mal aufzeigten, dachten wir eine kleine Beschreibung der Veranstaltung reiche aus und wiesen zusätzlich konkret auf den geschichtlichen Abriss hin. Natürlich sehen wir uns auch in der Verpflichtung dafür zu mobilisieren, den geplanten Nazi-Aufmarsch zu stoppen. Wir halten ein gesellschaftliches Engagement in diesem Fall für notwendig und selbstverständlich.
Außerdem möchten wir hier nur dringlich erinnern, dass es während des unmenschlichen Nazi- Regimes von 1933 bis 1945 eine studentische Organisation namens „Weiße Rose“ gab, die strikten Widerstand gegen den Nationalsozialismus ausgeübt hat.
Die Hochschule sollte wie beschrieben ein Ort sein, der genau diesen Widerstand fördert. Deshalb sind wir schockiert über das Verhalten des Gebäudedezernats und fordern zusätzlich das Rektorat auf, das aufgezeigte Verhalten des Gebäudedezernats zu überprüfen, und unseren Brief zu beantworten.
Hochachtungsvoll
Linke Liste. SDS
"Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique ´regieren´ zu lassen".
(aus dem 1. Flugblatt der „Weißen Rose“)
15. Januar 2010
von Julian Schulz Die Linke. SDS Duisburg- Essen
Alex Demirovic, Lehrender an der TU Berlin beginnt seinen Vortrag in der stark besuchten Veranstaltung mit seiner Intention für die Veranstaltung.
Er benennt die im letzten Jahr aufkommende Streikbewegung, die seit vielen Jahren mal wieder eine Bewegung mit großem Potential ist. Er sieht die Emanzipation vor allem aus dem Bildungsgedanken begründet, und ordnet sie dort ein.
Ein anderer seiner Beweggründe ist die soziale Analphabetisierung, die an der Hochschule weit verbreitet ist, und sogar zu rechten Tendenzen unter den Studierenden führt. Er nennt hier Gründungen, wie die rechtsreaktionäre Zeitung „Junge Freiheit“, die größtenteils von Akademikern durchgeführt worden ist.
Studierende haben heute kaum noch historisches Bewusstsein, so Demirovic, und sind deshalb stark Medien geleitet. Hinzu gibt es bei den Studierenden kaum Milieuverschiebungen, was zur Unveränderlichkeit ihres Alltagsverstandes führt. Die Lebenssituation verändert sich bei den meisten Studierenden nicht, so dass eine kritische Veränderung des Alltagsverstandes außer Kraft gesetzt ist. Demirovic zeigt auf, dass dies eine Entwicklung der letzten Jahre ist, und die Reaktion der Hochschulen dies kräftig unterstützt. Durch die verschulten Studiengänge und der verkürzten Studienzeit wird dies genau suggeriert. Das Studium wird als Lebenswelt entfremdet und so ist es für die Studierenden nur noch ein Mittel der Berufsvorbereitung. Ein Studium als Persönlichkeitsentwicklung wird hier völlig ausgeblendet.
Als nächsten Punkt zeigt Demirovic den Wettbewerbsmarkt der Hochschulen auf, und weist auf die Rolle der einzelnen Hochschulen als Konkurrenten auf diesem Markt hin.
Durch die Mittelknappheit im Bildungssystem der letzten beiden Jahrzehnten ist ein Umdenken in der Ausgestaltung der Hochschulen entstanden, das einen Prozess in Bewegung gesetzt hat, der die Hochschule zu einem Unternehmen umfunktionieren soll. Eliteuniversitäten, sowie konservative und großunternehmerische Netzwerke geben seitdem den Ton in der Hochschullandschaft an. Die Entscheidungstragenden Gremien an der Hochschule sind nun vor allem der Hochschulrat, der aus den gerade aufgezeigten Netzwerken besetzt ist, sowie dem Präsident oder Rektor einer Hochschule. Nach den neuen Hochschulgesetzten ist der Rektor alleinige Entscheidungsinstanz und kann so ganze Fachbereiche schließen, und bestimmt außerdem über Besetzung und Entlassung von Lehrenden. Dies geschieht unter dem Druck der Wettbewerbsfähigkeit.
Im Folgenden spricht Demirovic die Situation der Lehrenden an den Universitäten an, die stark durch die Wettbewerbsfähigkeit determiniert ist. Hochschulrankings, wie z.B. „CHE- Centrum für Hochschulentwicklung“ von der Bertelsmann Stiftung setzen die Lehrenden der absoluten Marktradikalität aus. Effizienzkriterien, Leistungsdruck, hoher Verwaltungsaufwand macht viele Lehrende zu prekär Beschäftigten. Gegipfelt wird dies in den Rankings unter den Hochschullehrern, in denen Lehrkräfte wie Musik in Charts gepresst werden und durch ihre Position sogar Lohnsteigerungen erhalten können oder Lohnkürzungen hinnehmen müssen. Es findet im Allgemeinen eine Entwertung der Wissenschaft statt, da nur noch wettbewerbsfähige Inhalte beachtet werden können.
Nach der Frage unserer Hochschulgruppe nach Vernetzung zwischen Lehrenden und Studierenden, widmet sich Demirovic ausführlich dem Thema dieser Koalition, die er für dringend notwendig hält. Verknüpfungspunkte sieht er in der Einheit von Forschung und Lehre. Es muss ein kollektiver Austausch in Gang gesetzt werden, der die starke Individualisierung an der Hochschule, gekennzeichnet durch überfüllte Seminare und kaum persönlichen Kontakt zwischen Lehrenden und Studierenden, aufbricht. Der starke Druck auf Studierende und Lehrende wird unterstützend dazu führen können, dass ein Austausch zu Stande kommt.
Er betont zum Schluss die gesellschaftliche Verantwortung der Lehrenden, die sich auch in kritischer Wissenschaft widerspiegeln muss.
So stellt er anschaulich dar, dass Bildung als Investition in z. B. einer Verfünffachung von Lehrkräften, bedingt durch die hohen Studierendenzahlen, den Finanzmarktkapitalismus einschränken kann, da das sonst sehr schnell akkumulierende und transferierende Kapital über lange Zeit gebunden ist.
Kommentar Julian Schulz Die Linke. SDS:
Alex Demirovics Vortrag gibt einen guten Einblick in die Situation der deutschen Hochschulen. Er belichtet deutlich die Perspektive der Lehrenden, die im Bildungsstreik zu kurz gekommen ist. Es wird sichtbar, dass die Hochschule keine staatlich regulierte Institution mehr, sondern dem Marktprinzip unterworfen ist und wie ein Unternehmen handelt. Dadurch hat sich die Situation der Studierenden und Lehrenden deutlich verschlechtert. Neben Studiengebühren, verschulten Studiengängen, überfüllten Studienplänen auf Seite der Studierenden, wird die Rolle der Lehrenden als „Lohnsklave der Wissenschaft“ deutlich. Hinzu kommen die undemokratischen Verhältnisse an der Hochschule, die geprägt sind durch die Entscheidungsmacht des Rektors.
Als Die Linke. SDS DuE nehmen wir aus der Veranstaltung das mit, was wir auch im Voraus angedacht hatten. Damit die Bildungsstreikbewegung nachhaltig bestehen kann, muss eine Vernetzung mit den Lehrenden aufgebaut werden. Nur durch eine gemeinsame Analyse der Verhältnisse an der jeweiligen Hochschule, der eigenen Situation, sowie dem Bildungssystem unter der kapitalistischen Produktionsweise generell, wird die Bewegung inhaltlich bestehen können und auch wachsen. Die Bildungsbewegung muss auf Dauer gesamtgesellschaftlich werden und hat dazu auch das Potential. Die aufgezeigten Marktkriterien in der Hochschule gehen konform mit anderen Berufsmärkten. War die Stellung der Lehrenden in den 60er und 70er Jahren nicht so eindeutig dem Markt unterworfen, so wird dies heute umso deutlicher. Eine Vernetzung mit anderen sozialen Bewegungen, sowie Gewerkschaften ist deshalb eine zwingende Notwendigkeit.
4. Januar 2010

von DieLinke.SDS
Der Herbst war richtig heiß - über 50 Besetzungen in ganz Deutschland, viele weitere in Europa! Demonstrationen, kreativer Protest, Flashmobs und KMK-Blockade folgten. Zehntausende haben sich gegen die Bildungsmisere erhoben und sich für bessere und freie Bildung eingesetzt. Wir haben etwas erreicht - die Politik musste sich bewegen und sich mit uns auseinandersetzen. Konkrete Verbesserungen, wie Reduzierung der Arbeitsbelastung und weniger Prüfungen, müssen in den nächsten Monaten folgen. Auch wenn wir einiges erreicht haben. Stehen wesentliche Forderungen noch aus: mehr Lehrende an Schulen und Hochschulen, Bildungsgebühren abschaffen, mehr demokratische Mitbestimmungen, Ausbau und Aus- finanzierung von Studienplätzen sowie die Abschaffung des Turboabiturs. Der Protest muss weiter gehen. Die Linke.SDS lädt alle AktivistInnen und Interessierte dazu ein, vom 08-10.01.2010 am Bundeskongress in Bochum (Detailinfos auf www.linke-sds.org) teilzunehmen, Erfahrungen auszutauschen und über den Bildungsstreik zu diskutieren. Der thematische Schwerpunkt ist der Bildungsstreik 2009, dessen Auswertung und ein Blick nach vorne.
Alle interessierten sind herzlich eingeladen!
Alle Infos zu Anreise und Ort hier: www.linke-sds.org Bei Nachfragen: 030 24009-130 oder -405
18. Dezember 2009

von Julian Schulz, LinkeListe.SDS
Seit einigen Tagen wird auf dem Campus Duisburg-Essen darüber diskutiert, ob denn nun die Anwesenheitspflicht tatsächlich abgeschafft worden ist oder nicht und wenn, wie es jetzt nach der Abschaffung weitergehen soll. Eine der offenen Fragen ist die, ob es überhaupt noch Teilnahmenachweise geben wird.
Anlass für die Diskussion gibt ein Brief des Prorektor für Lehre und Studium an die einzelnen Fakultäten und Hochschulpolitischen Gremien. Dieser Brief ist sehr unpräzise verfasst und entsprechend auch schwer zu deuten und nach der Interpretation der meisten LeserInnen dürfte es ab jetzt keine Anwesenheitspflicht mehr in Übungen und Vorlesungen geben. Seminare tauchen in der Formulierung nicht auf, könnten jedoch ähnlich wie Übungen definiert werden. Oder etwa doch nicht?
Dies ist wohl zu Zeit das größte Streit-/ und Verständnisproblem. Aber dies können wir hier nicht klären, und deshalb zurück. „Die Anwesenheitspflicht ist wohl nach dem §4 Abs. 2 Satz 3 HG und §4 Abs. 4 Satz 1 Hochschulrahmengesetz nur im begrenzten Umfang zulässig.“
Darauf bezieht sich der Prorektor, und fordert damit scheinbar die Lehrenden auf, die Anwesenheitspflicht aufzuheben. Er sieht darin vor allem eine Hauptforderung des Bildungsstreikes.
Wir von der Linken Liste. SDS heißen die Abschaffung der Anwesenheitspflicht für wichtig und gut. Die Abschaffung der Anwesenheitspflicht ist jedoch nur eine Forderung im Forderungskatalog, und ist in den Rahmen der anderen Forderungen zu setzen. Wir halten die Abschaffung der Anwesenheitspflicht aus vielen Gründen für notwendig. So ist sie Teil der ganzen Verschulung der Hochschullehre und schränkt die Studierenden in ihrer Studierfreiheit generell ein. Studierende sollten nach ihren Interessen studieren können, und nicht an Seminaren gebunden werden. Außerdem gehen die meisten Studierenden während ihres Studiums arbeiten, und dies wird durch die Anwesenheitspflicht deutlich erschwert.
Auf der anderen Seite ist die Abschaffung der Anwesenheitspflicht nur sinnvoll, wenn damit eine generelle Verbesserung der Lehre in eingeht. Die starke Modularisierung der Studiengänge lässt viel zu wenig Freiraum, und die Abschaffung der Anwesenheitspflicht kann diese Verengung nicht aufbrechen. Hinzu muss man auch auf die mögliche Intention des Schreibens vom Prorektor aufmerksam machen. Die Anzahl der Lehrenden auf Studierende ist drastisch tief, und mit der Abschaffung der Anwesenheitspflicht kann man die Seminare klein halten, ohne die Lehre auszubauen oder eine weiteres Angebot schaffen zu müssen. Seminare jedoch leben gerade davon, dass Studierende im Austausch mit den Lehrenden stehen, und sich so Erkenntnisse rekonstruieren lassen, und neue Erkenntnisse entstehen.
Diese Befürchtung haben auch viele Fakultäten, die schon Antwortschreiben an den Prorektor verfasst haben. Dort trifft die Abschaffung der Anwesenheitspflicht genau aus diesen Gründen auf Protest.
Wir können die Befürchtung der Lehrenden verstehen, und streiten mit Ihnen auf gleichem Posten bezüglich der Unterfinanzierung der Lehre. Nur wird die Abschaffung der Anwesenheitspflicht von Seiten einiger kritischer Lehrender falsch interpretiert, und ein Bild von Studierenden konstituiert, das Studierende selbstverständlich so zeigt, dass sie bei Abschaffung der Anwesenheitspflicht auch nicht mehr an den Seminaren teilnehmen.
Dieses Bild ist ein Vorurteil, und darf deshalb nicht so gezeichnet werden. Vielmehr sollte ein Bild entstehen, dass Studierende und Lehrende im Dialog zeigt, in dem Erkenntnisse rekonstruiert werden, neue Erkenntnisse entstehen, und gemeinsam für eine bessere Bildung gestritten und gekämpft wird. Die Anwesenheitspflicht ist eine drastische Einschränkung für die freie Entfaltung der Studierenden und so bleibt die Abschaffung der Anwesenheitspflicht ein wichtiger Schritt. Auch wenn sie nur als ein kleiner Erfolg zur werten ist, werden die Proteste dadurch bestimmt nicht enden, sondern bekommen gerade neue Kräfte für die Zukunft.
11. Dezember 2009
von Julian Schulz, LinkeListe.SDS
Auf der heutigen Mitgliederversammlung hat sich unsere Hochschulgruppe eine neue Struktur gegeben, indem die Satzung grundlegend geändert, neue Arbeitskreise eingerichtet und ebenfalls neue VertreterInnen gewählt worden sind. Nach der alten Satzung hatte unsere Hochschulgruppe noch einen Vorstand als Vertretung nach Außen. Nach der neuen Satzung hat sich ein Rat gebildet, der sich aus direkt gewählten VertreterInnen, sowie jeweils optional einem Vertreter oder eine Vertreterin aus den Arbeitskreisen zusammensetzt. Das sichert die basisdemokratische Ausgestaltung unserer Hochschulgruppe, und ist auch als ähnliches Modell für den Bundesverband denkbar. Der neue Rat der Hochschulgruppe setzt sich aus Fatma, Malte, Torsten und Julian zusammen. Dieser hat Olli mit der Geschäftsführung beauftragt und Julian als Ansprechpartner für den Bundesverband, sowie Malte als Ansprechpartner für den Landesverband gewählt. Vertreten werden sie durch Torsten auf beiden Verbandsebenen.
Außerdem hat sich der Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit gegründet, der sich demnächst um die Homepage, den Verteiler, sowie redaktionelle Beiträge kümmert. Der Arbeitskreis BuKo ist als temporärer Arbeitskreis eingerichtet worden.
Die neue Satzung folgt nach redaktioneller Überarbeitung. Desweiteren wird es bald eine neue Kontaktliste der VertreterInnen auf unserer Homepage geben.
9. Dezember 2009
von Malte Albrecht, LinkeListe.SDS
Am Freitag, den 4. Dezember traten die Innenminister der Länder vor die Presse und berichteten über die Ergebnisse der Konferenz, auf deren Tagesordnung die Regelung des Bleiberechts sowie einige Themen die Polizei betreffend standen.
Das magere Ergebnis: „Geduldete“ „Ausländer“ „auf Probe“ dürfen bis zu zwei Jahre länger in Deutschland bleiben, wenn sie zumindest nachweisen können, dass sie sich um eine Beschäftigung bemüht haben.
So sehr es bei oberflächlicher Betrachtung, und das ist absurd genug, erfreulich scheinen mag, dass den Betroffenen nun ein Aufschub gewährt ist, so wird doch bei einem zweiten Blick das volle Ausmaß politischer Verantwortungslosigkeit deutlich. Zwei Dinge stoßen mir besonders bitter auf:
Zum einen werden die Mitbürger durch eine solche Entscheidungskultur gedemütigt. Sie wurden bis weniger als einen Monat vor Ende ihres offiziellen Status in der BRD im Unklaren gelassen, wie ihre rechtliche Zukunft aussehen würde. Dies kommt neben den bürokratischen, teilweise unmenschlichen, Bürden (Verweigerung oder Entzug einer Arbeitserlaubnis, lange Dienstwege, rassistische BeamtInnen) für eine verlässliche und kontinuierliche Beschäftigung bei einem oftmals vorhandenen Arbeitgeber erschwerend hinzu.
Abgesehen aber von dieser menschlichen Dimension, zeigt sich in dem Beschluss der IMK und in den Kommentaren einiger Politiker der offen zu Tage tretende Rassismus und Nationalismus in der Ideologie der CDU, die sich auch in der Abschiebepraxis in vielen Bundesländern, so z.B. Hessen, Schleswig-Holstein und NRW, zeigt.
Es mutet zynisch an, von Asylbewerbern zu erwarten, innerhalb einer gesetzlich festgelegten Zeit in einem fremden Land finanzielle Unabhängigkeit zu erlangen. Die etwa 30.000 Mitbürger, deren Status „auf Probe“ lautet, werden hier einer generalisierten staatlichen Willkür ausgesetzt, die sich nur an ethnischer Zugehörigkeit orientiert. Dies erfüllt den Tatbestand des Rassismus. Die anderen 70.000 „geduldeten“, die teilweise seit 6 Jahren in der BRD leben, wurden in der Neuregelung nicht berücksichtig und leben weiterhin in Ungewissheit.
Unverständnis kommt auf, wenn man die verhaltene Kritik der NGOs und des UN Flüchtlingshilfswerkes ließt. Statt einer handfesten Forderung wird hier ein angeblicher Fortschritt ausgelobt, der angesichts der Sachlage lächerlich erscheint. Das die SPD hier eine grundsätzliche Regelung fordert ist ein verhaltener Schritt in die richtige Richtung, geht aber nicht weit genug und orientiert sich an nationalistischem Denken, da es unstrittig ist, dass Asyl- und Flüchtlingspolitik langfristig eine weltweite, kurzfristig zumindest eine europäische Herausforderung ist. Es ist eine europäisch einheitliche Regelung notwendig, die qualitative Standards setzt und ein Recht auf hochwertige psychologische Betreuung sowie Einklagbarkeit aller demokratischer Grund- und Menschenrechte in jedem europäischen Land sichert.
Stellt sich hier ein Herr Bouffier (CDU), seines Zeichens Jurist, praktizierender Rechtsanwalt und Notar und seit 1999 Innenminister von Hessen, vor die Presse und spricht von einer „humanitären Großtat“, so muss ich hier nicht nur Unkenntnis des Sachverhalts sondern auch der Bedeutung des Adjektivs „christlich“ unterstellen. Hier zeigt sich die Unfähigkeit der CDU erneut, den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nachhaltig zu begegnen.
Wer nicht arbeitet, soll auch nicht bleiben. Dieser Anspruch liegt der Alt- wie der Neuregelung zugrunde. Der nationalistische Protektionismus, der hinter dieser Doktrin steckt, kommt einer Kapitulation der politischen Entscheidungsträger gegenüber den aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Herausforderungen gleich. Wieso den Grundsatz nicht ausdehnen unter dem Aspekt der Gleichberechtigung?
Jeder Mensch innerhalb der Grenzen der BRD, der nicht innerhalb von zwei Jahren finanzielle Unabhängigkeit erreicht, wird abgeschoben. Das wäre nur konsequent, Herr Bouffier!
19. November 2009
von Malte Albrecht, LinkeListe.SDS
Die Demonstration des Bündnisses von SchülerInnen und Studierenden kann als voller Erfolg bezeichnet werden. Annähernd 3000 Menschen sind den Aufrufen zum öffentlichen Protest und zivilen Ungehorsam gegen die bemängelte Situation des Bildungssystems in Deutschland und der EU gefolgt und haben erneut einen neuen Standard in Bezug auf friedliche Proteste gesetzt. Abgesehen von einem, deutlich zu verurteilenden, Ausfall eines Protestierenden gegenüber den PolizeibeamtInnen gegen Ende der Demonstration, war es eine vorbildlich pazifistische Kundgebung unter bundesweit artikulierten Forderungen. Dies sei auch in Richtung des rechtskonservativen Philologenverbandes gesagt, der sich in diesen Tagen nicht zu blöd ist, die Bewegung zu diffamieren und der linken Sektiererei zuzuschreiben. Es gibt in dieser Republik immer noch Kräfte, denen Basisdemokratie nächtliche Alpträume beschert und die alles dazu tun, diesen demokratischen „Alptraum“ nicht eines Tages Wirklichkeit werden zu sehen. Sie klingen verhalten und wie durch Watte, aber sie dringen durch und erinnern an längst vergangen geglaubte Zeiten, die Rufe: Kommunisten, Kommunisten! Geht doch nach China, wenn ihr bessere Herrscher wollt.
Nun, dann würde ich wohl diesen Text nicht mehr schreiben können. Nachdem von den Polizeikräften die Versammlung für beendet erklärt worden war und die Protestierenden der Aufforderung nachgekommen waren, in Richtung HBF abzuziehen, stiegen sie dort nicht in Züge, sondern zogen als lose Gruppe von ca. 800 Demonstrierenden in Richtung Innenstadt, wo sie von den Passanten mit lauten Sympathiebekundungen empfangen wurden. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger schlossen sich der Gruppe an. Am Porscheplatz angekommen,trennte die Polizei die Demonstranten und kesselte einen kleinen Teil vor der U-bahn-Haltestelle Porscheplatz ein. Hier schlug ein Demonstrant grundlos auf einen Beamten ein und wurde verhaftet. Als schließlich die letzten Protestierenden außerhalb des Kessels verschwunden waren und alle Kinder und Jugendlichen unter 14 Jahren herausgelassen worden waren, ließ die Polizei nochmals lange Zeit vergehen, bevor sie mit der Deportation der, nach Angaben der Polizei, 154 Protestierenden in drei Bussen, zwei davon von der EVAG, begann. Diese wurden zur ehemaligen Polizeischule Essen gebracht, wo die Personalien festgestellt wurden. Im gleichen Atemzug, in dem die Beamten die Herausgabe der Personaldaten forderten, klärten sie die Deportierten darüber auf, dass in dem Falle, dass keine besondere Straftat mit der Person in Verbindung gebracht werden könne, eine kollektive Strafanzeige wegen Landfriedensbruch gestellt würde, von der aller Wahrscheinlichkeit keine Konsequenzen zu erwarten seien, da die Anklage höchstwahrscheinlich fallen gelassen würde. Die Eltern der unter 18 jährigen wurden verständigt und die restlichen Deportierten wurden an das Tor der Polizeischule gebracht und erhielten ein Aufenthaltsverbot vor und auf dem Gelände.
Unter den eingekesselten und Deportierten befanden sich unter anderem auch, nach Polizeiangaben, mehr als 30 unter 18-Jährige. Ich weiß alleine von 4 15 jährigen, die in meinem Bus saßen. Nicht nur wir stellen uns hier die Frage, in welchem Verhältnis diese Verfahrensweise der Polizei zu denVorfällen steht.
Hier wird offensichtlich die Willkür der Politik in Form der Landesregierung und der Polizei, die sich einem demokratischen, friedlichen und konstruktiven Diskurs mit unnötigem und nicht zu rechtfertigenden Gewaltaufwand und der Androhung davon verschließt. Alleine die Tatsache, dass eine Kundgebung, die friedlicher kaum sein könnte, unglaublicher Weise von Seiten der Polizei grundlos und offensichtlich gegen den Willen der Protestierenden für beendet erklärt wird, zeigt, dass hier nichts anderes als ein Exempel statuiert werden sollte. Dies war eine Machtdemonstration der politisch Verantwortlichen, die sich nahtlos in das Bild, das sich in Deutschland bietet, einfügt. Rektoren lassen Universitäten räumen, beschäftigen Sicherheitspersonal, um sich vor friedlichen Studenten zu schützen, Polizisten verhaften grund- und wahllos Demonstranten, nachdem diese trotz massiver Provokationen von Seiten der Polizei, nicht gewaltbereit waren.
Die Nachricht der Politik an alle Bürger lautet: Ihr dürft demonstrieren, eure Meinung äußern, aber bitte schön in den zeitlichen und räumlichen Grenzen, die wir bestimmen. Ihr dürft auf der Strasse eine Empfehlung geben, bis wir sagen es reicht. Eure Freiheiten reichen so weit, bis wir durch unsere Beamten sagen lassen, es reicht, ihr habt genug!
Hier zeigen sich die Ansätze der faschistoiden Fratze des Staates, den die älteren unter uns so gut aus den Jahrzehnten nach dem offiziellen Ende des Staatsfaschismus in Deutschland kennen. Freie Bürger, denen der Mund verboten wird, die daraufhin nicht bereit sind, in den Zug zu steigen und mit einem Bier vor dem Fernseher die einseitigen, auf Polizeiangaben gestützten, Berichte der bürgerlichen Medien zu konsumieren! Freie Bürger, die versuchen über die Mauern in Ihren Köpfen hinweg zu sehen, die friedlich ihre idealen Vorstellungen, ihren Traum, von einer gerechteren und besseren Gesellschaft den Menschen zeigen wollen! Diese freien Bürger werden willkürlich in zwei Gruippen gespalten und eine handliche Menge von 154 Protestierenden wird diffamiert, bedroht, schikaniert und auf Grundlage von fingierten und konstruierten Tatbeständen deportiert, erfasst und nach Aussagen der Polizei angeklagt. Die ganze Situation erhält eine denkwürdig abstruse Komik, die eines Mathias Richling wahrhaft würdig ist, indem die Beamten selbst erklären, es seien keine Konsequenzen zu befürchten, da das Verfahren höchstwahrscheinlich eingestellt werde. Wir fragen uns hier:“In was für einem Staat leben wir?“ Für diesen Polizeieinsatz Verantwortliche müssen für die unverhältnismäßige Gewaltanwendung der Polizeikräfte und die Freiheitsberaubung zur Verantwortung gezogen werden, sowohl in Politik als auch Polizeiintern. Wir fordern deshalb den Rücktritt des Einsatzleiters. Die Gesellschafter fragen: „In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?“ Diese Frage ist nicht leicht, schon gar nicht kurz zu beantworten, dennoch einige wenige Gedanken, die in jedem Falle, auch im Schatten dieser Ereignisse, mit Macht ans Tageslicht drängen.
Wir wollen eine Gesellschaft,
- die größtmögliche Freiheit bietet, für Jede und Jeden,
- die diese Freiheit nicht für eine eingebildete Sicherheit opfert,
- die Träume ermöglicht und die Platz für die Umsetzung dieser Träumen gibt
- die die Interessen einer egoistischen Wirtschaft nicht zum höchsten Prämisse der Ökologie erklärt
- die einer Politik eine eindeutige Absage erteilt, die einer Fortentwicklung in Orientierung an diesen Zielen im Wege steht.
Oder um es im Geiste Berthold Brechts und Rio Reisers zu sagen: Der Mensch will keine Stiefel im Gesicht, wenn er den Mund aufmacht, er will keine Sklaven unter sich und über sich keine Herren.
19. November 2009
von Julian Schulz, LinkeListe.SDS
Bei der gestrigen StuPa Sitzung haben wir als Fraktion Linke Liste. SDS erneut den Antrag auf finanzielle Unterstützung der Bildungsstreik AG in Essen gestellt. Wir haben dies wieder damit begründet, dass die Bewegung erneut in dieser Woche bewiesen hat, dass sie friedlich ist und sehr gute Arbeit leistet. Das Gegenteil hatte der AstA der Bewegung nämlich beim letzten Mal unterstellt. Wir haben die Höhe der finanziellen Unterstützung auf 1000 Euro gesetzt, in Verbindung mit dem HoPo Referat, dass ja bekanntlich durch einen Bildungsstreikaktivisten besetzt ist. Uns lag dies sehr am Herzen, da auf den Plena besprochen wurde, dass auch eine Vernetzungsgruppe in Duisburg aufgebaut werden soll, damit beide Campus abgedeckt sind, und ein breitflächiger Diskurs geführt werden kann. Gerade jetzt empfinden wir es für enorm wichtig, dass der Diskurs am Leben bleibt, und aktiv weiter gearbeitet wird. Leider ist dieser Antrag knapp gescheitert. (17 Ja Stimmen 13 Nein Stimmen 4 Enthaltungen, zur Erklärung: Die Ja Stimmen müssen den anderen Stimmen überwiegen.) Die Opposition hat geschlossen dafür gestimmt, sowie der HoPo Referent Daniel Lucas. Der Rest des AstAs hat in der Mehrheit ein klares Votum gegen die Unterstützung abgegeben, auch wenn sich vier Parlamentarier enthalten haben. Enthaltungen sind für die Entscheidung Negativstimmen, so dass dies aufs Gleiche hinausläuft. Der AstA bleibt damit aktiv Bildungsstreikgegner.
Anzumerken ist, dass im Voraus eine Resolution auf Initiative der Juso HsG verabschiedet worden ist, in der dass StuPa sich fast einstimmig für den Bildungsstreik ausgesprochen hat. Es hat also auch ein Großteil der ParlamentarInnen des AstAs dafür gestimmt.
Damit ist also festzuhalten, dass der AstA hier eine Doppelmoral fährt. So lange es nicht bindend ist, wie bei einer Resolution der Fall, schwimmt man nun auf der Welle mit. Bei konkreten Forderungen wird dann das wahre Gesicht des AstAs sichtbar. Nämlich das des Bildungsstreikgegners.
Wir werden jedoch weiter für die Untersützung der Bildungsstreik AG an der Universität Duisburg-Essen streiten, und helfen tatkräftig bei dem Aufbau einer Vernetzungsgruppe am Campus Duisburg mit.
Für die Fraktion Linke Liste. SDS
Malte Albrecht; Julian Schulz
19. November 2009
von Julian Schulz, LinkeListe.SDS
Auf unsere Bitte wurde eine Resolution durch das StuPa verabschiedet, die die Parlamentarier und Parlamentarierinnen dazu auffordert, auf freiwilliger Basis eine Spende im Rahmen von ca. 2 Euro pro Kopf an das Service Personal des KKC während den StuPa- Sitzungen in Essen als Trinkgeld zu richten. Zu dieser spontanen Idee kamen wir, als wir die leere Trinkgeldkasse des Personals sahen. Wir schätzen den Service des KKC sehr, und erinnern daran, dass wir während der Sitzungen kostenfrei alkoholfrei Getränke genießen können. Aus Solidarität zu allen Beschäftigten in der Gastronomie, die sehr stark vom Trinkgeld abhängig sind, ist dies ein Muss. Wir sind gespannt, wie viele ParlamentarInnen sich an die Resolution halten, und freuen uns über eine volle Trinkgeldkasse.
Für die Fraktion Linke Liste.SDS
Malte Albrecht; Julian Schulz
12. November 2009

von Julian Schulz, LinkeListe.SDS
Über Foren kommunizierte die Fachschaft Wirtschaftswissenschaften, am Donnerstag, den 12.11.09 die von der Vollversammlung beschlossene Besetzung des Audimax zu räumen. Mit Beteiligung von Burschenschaften und anderen rechts-konservativen Kräften des AstAs mobilisierten sie Studierende der Wirtschaftswissenschaften, die geschlossen mit Megafonen in das Audimax marschierten, und dort eine sozialwissenschaftlichen Vortrag zur finanziellen Situation der Studierenden verhinderten. Das Alternativprogramm des besetzten Audimax konnte leider nicht stattfinden, stattdessen versuchten die Rudelführer der Fachschaft die Besetzung zu räumen. Dies gelang aufgrund der Geschlossenheit der BesetzerInnen nicht, und auch der zu Klärung geholte Prorektor bestätige die Rechtmäßigkeit der alternativen Veranstaltung in den beiden Audimaxa, die am Tag zuvor vom Rektorat legitimiert worden war. Die Wirtschaftswissenschaftler räumten das Feld.
Kommentar Julian Schulz Linke Liste. SDS und Besetzer zu den Vorkommnissen: “ Heute morgen wurde ich von einem Anruf aus Essen geweckt, dass die Fachschaft Wirtschaftswissenschaften eine rechtsreaktionäre Aktion im Audimax plant. Ich sagte direkt Genosse Malte Bescheid, der im gleichen Raum nächtigte. Zusätzlich rief ich Genosse Torsten an, der wie wir direkt nach Essen eilte.
Die Aktion der Fachschaft hat gezeigt, dass die Bewegung, die vor allem studentische Interessen vereinigen sollte, auch gesamtgesellschaftliche Situationen bedingt. Nicht das studentische Anliegen der Fachschaft Wirtschaftswissenschaften führte zu dieser Aktion, sondern der von ihnen geführte ideologische Kampf. Als Vertreter des Kapitals streiten sie auch an ihrer Seite. Die Streikbewegung greift vor allem die Ökonomisierung der Studiengänge, sowie die undemokratischen Verhältnisse an der Uni an. Hohe Entscheidungsträger der Universität sind aus Wirtschaft und konservativer Politik.
Die Bewegung ist also zwangsläufig nicht nur eine Bewegung der studentischen Interessen, sondern auch der gesamtgesellschaftlichen Interessen als Mensch. Im Zeiten der Krise rüstet das Kapital seine Studierenden zum Kampf auf.
11. November 2009
von DieLinke.SDS
Die vom AstA einberufene Vollversammlung am Dienstag, den 10.11. um 12 Uhr, die per Livestream an beiden Campus parallel geschaltet worden ist, endet in der Besetzung der beiden AudiMaxa in Duisburg und Essen - ohne diesen AstA! Die Studierendenvertretung, bestehend aus RCDS, Liberale Hochschulgruppe, LuSt und LAL, hatte sich dies wahrlich anders vorgestellt. Im Vorraus kursierte eine Email des AstA Vorstandes, die darauf hinwies, dass es zu keiner Beeinträchtigung des Hochschulbetriebs kommen dürfe. Getreu dem Bismarckschen Motto „Lieber Revolution machen, als Revolution erleiden“ forderte ein AstA-Referent seine konservativen Mitstreiter auf, die Vollversammlung einzuberufen, um die Kontrolle über die Studierendenbewegung zu erlangen. Den bekannten Bildungsstreikgegnern gelang dies nicht. Statt dessen wurden sie lautstark an beiden Campus ausgebuht und dazu aufgefordert, nicht an der Bewegung teilzunehmen. Die Studierendenschaft hat damit ein eindeutiges Signal gesendet, dass der jetzige AstA nicht mehr ihre Vertretung sein soll. Im Anschluss zogen sie in die AudiMaxa, schlossen sich überparteilich, basisdemokratisch und unabhängig zusammen und verwalten nun selbst ihre Besetzung, die weiter anhält.
19. Juli 2009
von LinkeListe.SDS
Wir danken allen WählerInnen und UntersützerInnen, deren Herz auch dieses Jahr wieder für eine linke Politik an der Uni Duisburg-Essen geschlagen hat. Wir sind nun nach einer ausgesetzen Periode wieder im Stupa vertreten und gewinnen zum Jahr 2007 sogar einen Sitz auf jetzt zwei Sitze dazu. Linke Politik wird also wieder stärker an der Uni DuE nachgefragt.
Leider haben wir den dritten Sitz kurz verpasst, aber verglichen zu der letzten Wahl haben wir uns von unter 4% im Jahr 2008, auf 6,4% deutlich gesteigert. Wir sind nur knapp hinter den Grünen, und der Liberalen Hochschulguppe geblieben. Dafür haben wir die Alternative Liste deutlich überholt, die vermutlich Stimmen in Richtung links verloren hat. Auch die neugegründete Liste L.U.St blieb hinter uns. Mit dem FDS ist auch eine weitere Partei des linken Randes wieder mit einem Sitz im Parlament vertreten.
Wie sich der Asta zusammensetzt, werden die nächsten Tage und Koalitionsgespräche zeigen. Wir sind bereit in Verhandlungen mit allen Listen zu treten, die sich politisch im mitte-links bis links außen Spektrum einordnen lassen. Dazu gehören die Jusos, Grüne, FDS, AL, LSD. Auch eine Zusammenarbeit mit der "unpolitischen" LAL können wir uns vorstellen.
Mit dem RCDS und der LHG sind wir aufgrund zu differenzierten politsichen Ansichten zu keinen Gesprächen bereit.
Ob im Asta oder auch in der Opposition werden wir versuchen eingreifende Veränderungen in der studentischen Selbstverwaltung zu erreichen, und linke Politik an die Uni zu integrieren. Über Beschlüsse werden wir euch regelmäßig nach den Stupasitzungen informieren, und auch unsere Anträge werden euch transparent gemacht.
Wir werden in den nächsten Semestern versuchen, noch stärker auf dem Campus präsent zu sein, um mit euch zu diskutieren und eure Anliegen ins Stupa hineinzutragen.
Für eine linke Politik sind für euch Julian Schulz und Fatma Karacakurtoglu aufgrund der meist abgegebenen Zweitstimmen im Stupa vertreten.
Vorläufiges Wahlergebnis unter: https://www.uni-due.de/~sw3805/wahlstatistik.php
8. Juli 2009
von LinkeListe.SDS
Kommentar zu den Wahlplakaten des RCDS:
Zur Zeit wählen die Studierenden der Universität Duisburg-Essen VertreterInnen für ihre studentische Selbstverwaltung.Wie bei großen Wahlen ist auch zu dieser Zeit der Campus voller Stände, Plakate und herumlaufende Flyerverteilern. Auch der Studierendenverband der CDU, namens RCDS, beteiligt sich nach einem Jahr Stillstand mal wieder an den Wahlen und versucht mit kleinen Kätzchen und Soduko Rätseln die Wählerschaft zu gewinnen. Heute, am Mittwoch, den 08. Juli startete der RCDS eine Plakatkampagne, die mal wieder ein Bild ihrer selbst war.
Von weiter Entfernung fallen die Plakate nicht sehr ins Auge, da dort 3 Charaktere abgebildet sind, die man leicht mit Kandidaten des RCDS Duisburg-Essen verwechseln kann. Jedenfalls sind mir starke Ähnlichkeiten aufgefallen. Nun ja, schaut man sich das Plakat näher an, stehen dort Biographien unter den Bildern, die ich leider nicht wortgenau zitieren kann.Es handelt sich jedoch um "gescheiterte" Persönlichkeiten, die allesamt am Bildungstreik teilgenommen haben. Diese werden nun als Bildungsalternativen dargstellt.
Zunächst einmal muss man sich als Studierendenverband hier die Frage stellen, ob es auch nur im Fiktiven angemessen ist, Menschen mit sozialen Problemen abzubilden und zu diffamieren.
Auf der anderen Seite zeigt dies wieder einmal das reaktionäre Verhalten dieses Hochschulverbandes. Die starke Abwertung der Bewegung "Bildungsstreik" zeigt die eigentlichen Interessen des christlichen Hochschulverbandes auf. Anstatt konstruktiv in der Sache zu verhandeln, wird studentische Teilhabe und Protest einfach nur plakativ und populistisch abgewertet. Dieses Verhalten schließt an die Interwiews des RCDS während der Bildungsstreikwoche an. Solche Plakate sind als Angriff auf alle Beteiligten des Bildungsstreikes zu verstehen, sei es nur die individuelle Teilhabe an einer Demonstration. Somit ist mal wieder zu sehen, dass sich der RCDS wenig demokratische Mitbestimmung unter und durch die Studierenden wünscht. Sie möchten wohl im Schlamm der undemokratischen Verhältnissen an unseren Hochschulen stecken bleiben.Sogar die konservative CDU Bundesministerin für Bildung Anette Schavan tritt schon in die Diskussion mit studentischen Verteterinnen, die auch am Bildungsstreik beteiligt waren und setzt dem RCDS somit die Krone auf.
Es bleibt also festzuhalten, dass der RCDS mit diesem oft bewiesenen Verhalten noch konservativer und reaktionärer einzuordnen ist als die Partei CDU.
A propos undemokratisch? Herr Ludewig, der Vorsitzende des Bundesverbandes RCDS hatte da doch mal eine Idee von einem neuen Wahlrecht. Besserverdiener sollten 2 Stimmen bei Wahlen haben, und sozial schlechter gestelle Menschen nur Eine. Ich denke, wer nun da das ganze Leben seine eigene Bildung bestreikt hat, wird deutlich.
von Julian Schulz
Video haben wir direkt unter dem Artikel hochgeladen
Kurzer Kommentar zur Bildungsstreikdemonstration von Oliver Opitz
Die Demonstration war friedlich, was auch sonst? Warum aber die Polizei am Ende noch die Spirale der Eskalation drehte, indem sie Hausrecht brach und auf den Unicampus stürmte, ohne vom Rektor dazu aufgefordert zu werden, bleibt Spekulation. Vielleicht brauchte, oder wollte man doch die Bilder der gewaltbereiten Studierenden sehen, die eine Kriminalisierung von Kritik legitimieren könnte. Dass sich die Polizei mit ihrem massiven Prügeleinsatz einmal mehr von ihrer repressiven Seite zeigte, vielleicht zeigen musste, weil die Verantwortlichen noch immer in den Kategorien von vor 30 Jahren denken, wirft dann doch wieder nur das alte angestaubte Bild einer hirnlosen Apparatur auf, welches es doch in einem so bürgernahen Staat zu überwinden gilt. Vielleicht ist zuviel Bürgernähe dann zu verwirrend, verliert man leicht den Überblick fürs Ganze. Schade eigentlich, wir waren friedlich und was wart ihr?!
Dokumentation Pressestelle der Polizei Essen:
Essen (ots) - E-Innenstadt: Am heutigen Mittwoch zogen nach einander zwei Demonstrationszüge zum Thema Bildungspolitik um die Essener City. Für 09.00 Uhr hatte das Essener Schülerbündnis unter dem Motto: "Bildungsblockaden einreißen" aufgerufen. Über zweitausend Schüler zogen vom Willy-Brandt-Platz über die Hollestraße, Varnhorststraße, Schützenbahn - am Rathaus vorbei - zum Viehofer Platz und von dort zur Universität. Dort begann kurz nach 12:00 Uhr ein Aufzug, zu dem die Hochschulgruppe der Partei "Die Linke.SDS" aufgerufen hatte. Etwa eintausend Demonstranten zogen am Berliner Platz vorbei, über die Vereinstraße, Theaterplatz zum Willy-Brandt-Platz. Vorn dort ging es auf dem gleichen Weg wie morgens zurück zu Universität. Mehrmals kam es zu kurzfristigen Sitzblockaden mit anschließenden Laufspielchen. Auch dieser Aufzug ging gegen 14:30 Uhr vor dem Campus friedlich zu Ende.
Kurze Zeit später kam es zu einer spontanen Veranstaltung auf dem Gelände. Hier vermummten sich etwa 20 Personen und versuchten den Eingang eines Hörsaalgebäudes zu verbarrikadieren. Dies wurde durch die Polizei verhindert, die Versammlung - weil unfriedlich - aufgelöst. Gegen fünf Personen wurden Strafanzeigen vorgelegt./hem

In der Woche vom 15.- 20. Juni demonstrierten deutschlandweit ca. 250.000 Schülerinnen,Schüler und Studentinnen und Studenten für eine verbesserte Lehre in der Schule und an der Universität. Ihren Unmut machten sie durch lange Demozüge, Schul- und Universitätsbesetzungen sowie symbolischen Banküberfällen unter dem Motto „Geld für freie Bildung statt für Banken!“ breit.
Wir als Hochschulgruppe Linke Liste. SDS Duisburg- Essen organisierten die „Streikwoche“ in Essen zusammen mit der Bildungsstreik Ag und dem SchülerInnenbündnis. Die Woche in Essen verlief friedvoll, was allen Beteiligten sehr am Herzen lag. Montag ging es in die Diskussion mit den Lehrenden, am Dienstag folgten ein paar spontane Aktionen wie der „Schaaf-Flashmob“. Der Höhepunkt war dann am Mittwoch die Demonstration von Schülerinnen und Schüler, Studierenden sowie vielen Lehrenden.Leider kam es am Anschluss an die Demo zu Repressionen seitens der Polizei, die ich hier aber nicht näher erläutern werde.
Die Frage, die sich jetzt stellt: „Wie geht es nun weiter?"
Zunächst einmal ist zusagen, dass die Aktionswoche von den breiten Medien aufgenommen worden ist, und somit in aller Munde war und auch noch bleibt. Nur reicht diese Resonanz aus um wirkliche Veränderungen herbeizuführen, oder verpufft diese Bewegung im Nichts?Zum jetzigen Zeitpunkt werden die gestellten Forderungen nur wenig Gehör erlangt haben. Es wurde deutlich, dass Medien wie auch Politik neben der Schiene der Radikalisierung, die Bewegung nach einiger Zeit „niedlich“ redeten. So haben sich viele Zeitungen auffällig positiv geäussert und sogar verantwortliche Politiker zeigten ihr Verständnis.
Es wäre also ein großer Fehler jetzt zu resignieren, stattdessen sollten alle Ressourcen genutzt werden, damit das Streikbündnis wachsen kann und sich immer mehr SchülerInnen und Studierende solidarisieren. Darüber hinaus müssen auch andere Teile der Gesellschaft wie z.B. Gewerkschaften enger eingebunden werden, damit ein gesamtgesellschaftlicher Diskurs entsteht.
Die andere Frage, die sich die Streikbewegung stellen muss, ist die Frage nach der inhaltlichen Ausrichtung. Forderungen im Hochschulsystem wie die Verbesserung der jetzigen Studiengänge und die Abschaffung der Studiengebühren sind wichtige Forderungen und auch die Kritik am Bologna- Prozess muss definiert werden, aber dabei darf die Bewegung inhaltlich nicht stehen bleiben. Eine gesellschaftskritische Bewegung muss, wenn schon symbolisch Banken überfallen und der Bologna- Prozess angeprangert wird, dann auch ihre Kritik am vorherrschenden System schärfen. Die jetzig aufgestellten Forderungen sind im Endeffekt konservative Forderungen an den Staat. Nur kann man von einer feien Bildung sprechen, wenn der Bachelor angepasst und die Studiengebühren abgeschafft werden, oder sind die Bedingungen, die schon vor der Einführung der Bachelorstudiengänge und den Studiengebühren herrschten, die Ursache dieses „scheiss“ Bildungssystems. Neben der Stärkung der Bewegung, muss also auch über eine neue Auslegung der Streikbewegung gedacht werden. Die Entwicklung eines alternativen Bildungssystems sollte z.B. auf der pragmatischen Agenda stehen.
Das bundesweite Bildungsstreikbündnis macht dazu am 1. August eine Auswertungskonferenz in Frankfurt. Hier kann dann noch einmal die Gelegenheit genutzt werden über die weitere Ausrichtung zu diskutieren. Wer dies am Standort Duisburg- Essen machen will, ist gerne zu unseren Treffen der HSG Linke Liste.SDS eingeladen. Wir werden den Bildungsstreik weiterhin unterstützen und versuchen darüber hinaus eine geschärfte Kritik in die Bewegung hereinzutragen.
von Julian Schulz
Kritiker wollen Ausrichtung der Studierendenorganisation der Linkspartei neu diskutieren.
Ein Interview von Helge Buttkereit (jw) mit Michael Grewing (sds bochum)
(jw) Der Studierendenverband Die Linke. SDS hält am Pfingstwochenende unter dem Motto »Bildung in der Krise« einen Bundeskongreß in Potsdam ab. Sie wollen auf dieser Veranstaltung einen Strategiewechsel initiieren. Was kritisieren Sie an der bisherigen Ausrichtung des Verbandes?
(m.g.) Daß er keine Strategie hat. Es ist eine absurde Situation. In der letzten Ausgabe des verbandsinternen Organs, das den Bundeskongreß inhaltlich vorbereiten soll, kann man den Satz lesen: »Mit einem gut ausgeprägten Profil erreicht man mehr Menschen als durch einwöchigen Medienrummel.« Die oberflächliche Selbstkritik am Aktionismus des Verbandes verdeckt den Blick auf den strukturellen Opportunismus dahinter. Die Menschen sollen nicht mit bestimmten Inhalten erreicht werden, sondern bestimmte Inhalte, gewissermaßen Alleinstellungsmerkmale des Verbandes als Anbieter, sollen es erleichtern, mehr Menschen zu erreichen. Das ist eine Zweck-Mittel-Verkehrung.

Am Campus Essen ist jeden Montag Treffen der Bildungsstreik AG
Da der Raum schon jetzt zu klein ist für alle, kann es möglich sein, dass kurzfristig ein größerer Raum für die Vorbereitungstreffen genutzt wird. (Wir geben euch das zeitnah bekannt.)
Auf der letzen StuPa-Sitzung wurde beschlossen, dass die Gremienwahlen 2009 in der Woche vom 06. Juli bis 10. Juli stattfinden.
Auch dieses Jahr wird die Linke Liste.SDS als offene Liste wieder zu den StuPa-Wahlen an den Start gegen. Die Linke Liste.SDS ist eine offene Liste für alle Linken unterschiedlicher Richtungen, bestehend aus Gruppen und Einzelpersonen aus dem linken Spektrum.
Wenn du eine linke Grundeinstellung hast, kannst du gern auf unserer Liste kandidieren und Erfahrungen in Hochschulpolitik sammeln. Neben der Hochschulpolitik engagieren wir uns auch im außeruniversitären Bildungsbereich, versuchen Einfluss auf die Politik zu nehmen und sprechen uns für eine soziale Politik auch über den schmalen Rahmen der Universität aus.
Ganz allgemein stehen wir für ein problemorientierten Ansatz, der gemeinsam mit allen politischen Listen, sowie der Hochschulleitung an Lösungen arbeitet die allen Studierenden zu gute kommen soll. Gerade in der Hochschulpolitik gibt es oft Konsens in der Sache, aber Dissens in der Personalpolitik und den Eitelkeiten für die eigene Karriere. Dieser Zustand, den wir jetzt schon seit ein paar Jahren an unserer Universität beobachten konnten sollte gemeinsam überwunden werden.
Rundbrief an den bundesweiten SDS
Liebe Genossinnen und Genossen,
der vergangene Bundeskongress in Bochum hat ohne nennenswerte Änderungen dem opportunistischen hochschulpolitischen Strategievorschlag des Forums Hochschulpolitik zugestimmt. [...]
Kritik der opportunistischen Hochschulpolitik
In den »verabschiedeten Überlegungen zur hochschulpolitischen Strategie von DIE LINKE.SDS« macht der Pragmatismus, »anstelle eines bunten Sammelsuriums von Forderungen« Schwerpunkte zu setzen, jedwede Argumentation überflüssig.
Die Argumente »für eine linke Interessensvertretungspolitik«, die in den »Überlegungen« bereits als common sense vorausgesetzt sind, finden sich deshalb auch nicht hier, sondern im Antrag des Forums Hochschulpolitik, vor allem aber in dem Aufsatz »Welche hochschulpolitische Strategie hat DIE LINKE.SDS? Plädoyer für einen Perspektivenwechsel«, von dessen Vordenkern Jörg Schindler und Kolja Möller.
Das Plädoyer »für eine linke Interessenvertretungspolitik« lautet: »Wenn es nicht reaktionären Kräften unter der Ägide von Humankapital überlassen« werden soll, das Studiums im Sinne der employability weiter zu effektivieren, muss auch der SDS dieses ureigenste Interesse der Studierenden vertreten.
Worin liegt dann aber der Unterschied zwischen linker und reaktionärer Hochschulpolitik? Auf diese naheliegende Frage geben Schindler und Möller eine originelle Antwort:
Worauf es bei der linken Interessenvertretungspolitik ankomme seien die »materialisierten Kräfteverhältnisse«, die es zu verschieben gelte. [more...]

eine Replik von Oliver Opitz [Auf die Erklärung des Bundes SDS]
Seit dem 19. Dezember 2008 herrscht wieder Krieg in Israel. Ereignisse werden mit Bedeutung aufgeladen und bekommen eine Geschichte. Die Entscheidung unter welchem Namen ein solches Ereignis firmiert ist politisch motiviert. In der Linken und DIE LINKE scheint Konsens darüber zu bestehen, dass ein Krieg am 23. Dezember 2008 begonnen hat und bezeichnet diesen dann folgerichtig als den „Krieg in Gaza“ oder als den „israelischen Krieg“. Wer so beginnt hat seine Entscheidung getroffen und ist parteiisch und damit auch nicht mehr neutral – eine schlechte Position für Friedensvermittlungen.
Unter dem Motto "smash we can" läuft dieses Jahr wieder eine Großdemonstration in München gegen die dort stattfindende "Nato Sicherheitskonferenz" Termin: 6-8. Februar
Wie schnell eine "Kritik" an Israel in Antisemitismus umschlagen kann, wurde eindrucksvoll auf einer Demonstration in Duisburg am 17. Januar 2009 bewiesen.
Veranstalter war HDR. Aufgerufen haben unter anderem Initiativ e.V. und das Netzwerk gegen Rechts. Aus LINKER Perspektive stellt sich die Frage der Bündnisfähigkeit mit einem solchen Netzwerk, dass gegen ein paar deutsche Nazis mobilisiert, sich aber nicht erblödet mit Islamisten, Nationalisten und Antisemiten gemeinsam gegen Israel mobil zu machen.

Die Linke.SDS NRW beteiligt sich an den Protesten gegen Studiengebühren in Münster.
Der NRW-Landesverband des Hochschulverbandes Die Linke.SDS beteiligt an der Demo in Münster am 17.12. gegen Studiengebühren. Aus Sicht des SDS NRW ist es notwendig, dass sich neben den betroffenen Studierenden auch andere gesellschaftliche Gruppen beteiligen. Neben den Gewerkschaften sind auch die SchülerInnenvertretungen in die Protestvorbereitungen einbezogen. Die Rüttgers-Regierung soll wissen, dass sie mit ihrem Sozial- und Bildungsabbau eine ganze Generation in Wut versetzt.
"Während Rüttgers auf Bundesebene weitere Konjunkturprogramme fordert, um die Bankenkrise zu bekämpfen, herrscht in NRW eine Bildungskrise und das seit vielen Jahren" so Hannes Draeger, Mitglied im NRW-LandessprecherInnenrat des SDS. Karina Hartmann, ebenfalls Mitglied im LandessprecherInnenrat des Hochschulverbandes, ergänzt: "Mit den Protesten gegen Studiengebühren zeigen wir der schwarz-gelben Landesregierung die rote Karte. Die Studiengebühren gehören abgeschafft! Wir rufen daher alle Studierenden in NRW auf, sich am kommenden Mittwoch an der Demo in Münster zu beteiligen."
Sollte es den Protestierenden in Münster gelingen, den Senat zur Abschaffung von Studiengebühren zu bewegen, hätte dies auch Ausstrahlung auf andere Universitäten in NRW, wo demnächst ebenfalls neue Entscheidungen getroffen werden.
Die Demo beginnt am 17.12. um 14 Uhr und startet am Hauptbahnhof Münster.
Am 22.10.08 fand auf dem Campus Essen die Auftaktveranstaltung mit Prof. Dr. Frank Deppe aus Marburg statt.
Mit ca. 80 Besuchern war die Veranstaltung gut besucht und zeigt uns, dass das Interesse am Klassiker der Kritik der politischen Ökonomie nach wie vor hoch ist. Seit dem findet der Lesekreis jeden Mittwoch um 18.00 Uhr Campus Essen Raum R09 S05 B08 statt. Der Neueinstieg ist jederzeit möglich.
Aufgrund der großen Nachfrage, beabsichtigen wir auch am Campus Duisburg einen solchen Lesekreis einzurichten.
DIE LINKE.SDS wird in diesem oder zu Beginn des nächsten Semesters eine Veranstaltung zum Thema Studiengebühren machen.
In Hessen sind unter dem Druck der LINKEN und LINKEN.SDS die Studiengebühren gefallen. Wie dies geschehen ist wird uns Janine Wissler MdL Hessen erläutern. Wir erhoffen uns aus der Veranstaltung Erkenntnisse wie auch wir in NRW dem Ziel eines Gebührenfreies Studium näher kommen werden.
Die Veranstaltung soll im Glaspavillon stattfinden. Der genau Tag und Uhrzeit werden noch auf unserer Homepage bekannt gegeben. Achtet auch auf die Plakate und Flyer.
Fight the game! Rassismus, Islamismus, Nationalismus und Kapitalismus bekämpfen!
Face the players! Europäische Patrioten verjagen!
Für das Wochenende vom 19. bis 21. September 2008 lädt die extrem rechte Bürgerbewegung pro Köln die europäische Rechte zu einem »Anti-Islam-Kongress« nach Köln ein. Die angekündigten TeilnehmerInnen des Kongresses gleichen einem Line-up des Grauens: So sollen angeblich mehrere »Patriotische Gäste« aus der BRD, wie Harald Neubauer (Herausgeber von Nation & Europa) oder der Bundestagsabgeordnete Henryk Nitzsche (ehemals CDU) sowie aus den europäischen Ländern: die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), der belgische Vlaams Belang, der Front National (FN) aus Frankreich, Alsace d’abord (Das Elsass zuerst), Die Freiheitlichen aus Südtirol, die British National Party (BNP) aus England, die Lega Nord aus Italien sowie extreme Rechte aus dem ehemaligen Jugoslawien, Ungarn usw. ihr Stelldichein geben. more

Kommentar zur Juso HSG DuE
von Oliver Opitz
Bilanztod oder der rationale Freitod sind Formen freien Handelns, die mit der Vernunft nachvollziehbar sind, selbst wenn man sie nicht billigt. Der Suizidversuch der SPD ist da schon viel unerklärlicher, allerdings unschwer zu missbilligen. Das die Sozialdemokraten in Landesteilen auf NPD-Ebene Bingo spielen ist ein alter Hut. Volkspartei ade? Seit 1990 kehrten 40% der Mitglieder der alten Dame der Sozialdemokratie den Rücken, 22.000 allein davon im letzen Jahr. Das sind Größenordnungen die eigentlich auch an der Spitze nicht verborgen bleiben dürften. Warum erzähle ich das eigentlich? Ganz einfach - aufgrund dieser doch kitzligen Lage dürfte man doch annehmen, dass die SPD daran interessiert sein müsste ihre Mitglieder zu halten und den Trend umzukehren, doch genau das Gegenteil passiert. Es ist, wie ich jetzt feststellen musste so, dass die SPD junge Mitglieder aus der Partei hinausekelt und damit neben den strukturellen Bedingungen noch selbst für ihren Tod aktiv verantwortlich ist. Alles entschuldigt die Agenda 2010, Schröder oder Beck eben doch nicht. Schauen wir uns mal die sozialdemokratische Praxis genauer an.
[Ganzen Kommentar lesen]
Am 1.Juni, wählte die Landesvollversammlung in Bielefeld den ersten LandessprecherInnenrat des Landesverbandes Die Linke.SDS NRW.
Der Landesverband des SDS wurde am 9. Februar dieses Jahres in Wuppertal gegründet. Der 6-köpfige, geschlechtsparitätisch strukurierte LandessprecherInnenrat setzt sich wie folgt zusammen: Gewählt worden Fatma Karacakurtoglu (Duisburg-Essen), Karina Hartmann (Köln), Katharina Wiedmann (Duisburg-Essen), Nik Grün (Mönchengladbach-Krefeld), Amid Rabieh (Bielfeld) und Hannes Draeger (Münster).
[Ganze Presseerklärung lesen]

Eine pluralistische Partei muss dann auch mal ernst machen mit ihren eigenen Ansprüchen.
Wenn es Praxis werden sollte, dass Minderheitenpositionen innerhalb der LINKEN über das Medium Geld zum schweigen gebracht werden sollte, dann sollten sich die Mitglieder der Partei einmal selbst befragen wohin die Partei abzudriften im Begriff ist und ob die Methode in der Geschichte nicht schon mal Parallelen gefunden hat die alles andere als emanzipatorischen Charakter hatten.
Für eine pluralistische LINKE in der Meinungen und Positionen im Dialog ausgetragen werden und nicht mit dem kleingeistigen Potential einer Buchhalterseele nach hegemonialer Parteiideologie verrechnet wird und den Pluralismus in der Partei zu exkludieren sucht.
Oliver Opitz
Hier gehts zum Beschluss vom BSpR und der Erwiderung des BAK Shalom
Die Linke.SDS (Linke Liste.SDS) legt Einspruch gegen die Wahl vom 9.-13. Juni 2008 ein und fordert Neuwahlen.
Wie der Wahlausschuss arbeitet, soll im Folgenden durch unseren Einspruch dokumentiert werden. Wir sind uns im Klaren, dass im Wahlausschuss mit einfacher Mehrheit über unseren Einspruch entschieden wird. Dieser Ausschuss besteht in der Mehrheit aus RCDS und Juso-Mitgliedern, die, um es vorsichtig auszudrücken, im Interessenskonflikt zwischen Wahrheit und Macht stehen und kaum in der Lage sein werden, sachlich zu entscheiden.
Wir gehen den ordentlichen Weg über den Wahlprüfungsausschuss, bevor wir den Rechtsweg beschreiten. Wenn die Mitglieder des Wahlprüfungsausschuss einen Arsch in der Hose haben und unserem Einspruch stattgeben und Neuwahlen anordnen, dann zollen wir Respekt. Wenn nicht, sollten die Gründe für eine Ablehnung wohl durchdacht werden, denn eine Ablehnung muss wasserdicht sein, um dem Anspruch eines Gerichts und der Öffentlichkeit zu genügen die sich sicher mit Genuss auf absurde Argumentationen stürzen.
Wir wünschen dem RCDS und den Jusos beim verrenken ein gutes Gelingen!
4. Juni 2008
Ressentiment in einer Zeit der Weltwerdung. Der Umgang der deutschen Presse
Medien sind meinungsbildend. In modernen Gesellschaften kann nicht jeder alles wahrnehmen. Die Dorfgemeinschaft, in der Neuigkeiten noch von Mund zu Mund weiter getragen worden sind, findet in den Mediengesellschaften ihre Grenzen. Informationen werden gebündelt, selektiert und an ein Massenpublikum weiter getragen - meistens mit finanziellen Interessen. Das Interesse besteht darin, spektakulär zu informieren, denn nur was spektakulär ist, wird auch wahrgenommen und lässt sich gut verkaufen.
4. Juni 2008
Erfolg der breiten Protestbewegung in Hessen DIE LINKE.SDS begrüßt die heute im hessischen Landtag beschlossene Abschaffung der Studiengebühren. von Katharina Volk (SDS)
DIE LINKE.SDS begrüßt die heute im hessischen Landtag beschlossene Abschaffung der Studiengebühren. Kritik an rot-grünem Abstimmungsverhalten zur Rückerstattung der Gebühren
Gottfried Ludewig (RCDS) Landesvorsitzender Nord-Ost und Mitglieder der JU.
Kommentar folgt
Die Studierendenschaft der Uni Duisburg - Essen ist aus dem Freien Zusammenschluss der Studierenden ausgetreten.
Für den Austritt votierte ein breites Rechts-Mitte-Bündnis das von RCDS bis zur AL reichte. DIE LINKE.SDS sieht in dem Austritt eine Schwächung der Studierendenschaft.
Auf Antrag des AL-SDS wurde eine Stellungnahme zum Hochschulentwicklungsplan dem Rektor vorgelegt. Wir hoffen damit auf die eklatanten Schwächen des Plans aufmerksam zu machen. Ein Blick in die Stellungnahme loht schon allein deshalb, weil es jedeN Studentin/en an der Uni Duisburg/Essen unmittelbar betrifft.
Die Stellungnahme des Studierendenparlament
Siehe auch die Orginaldokumente auf die in der Stellung bezug genommen wird. (Wir dokumentieren im Folgenden)
Inhaltsverzeichnis Hochschulentwicklungsplan
Hochschulentwicklungsplan der Rektors