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Bildung darf kein Produkt sein!

Die in Deutschland üblichen Studiengebühren erfüllen nicht die nötigen Kriterien für eine allgemeine gebildete Bevölkerung.
Aktuell kann man oft in den Nachrichten lesen, dass es in Deutschland an Ingenieuren und anderen Studierten Arbeitskräften mangelt.
Dabei bilden qualifizierte Arbeitnehmer das Fundament für eine funktionierende Wirtschaft und machen den Standort für global agierende Unternehmen attraktiver und schaffen so Arbeitsplätze in jeglichen Bereichen.
Aus diesem Grund ist eine Selektion im Bildungsbereich nicht tragbar!
Skandinavien, führend in der Pisa-Studie, zeigt uns vorbildhaft, wie erfolgreich sich eine freie Bildung präsentieren kann. Auch das nationale Beispiel aus Hessen, welches sich massiv gegen die bundesweite Einfuhr von Studiengebühren  zur Wehr setzte, beweist, dass es keine Utopie ist, Studiengebühren abzuschaffen.
Skandinavien und Hessen stehen als Vorbild für eine aktive Förderung der Bildung und setzen ein Zeichen dagegen, diese unnötig zu erschweren.
Des Weiteren werden Einkommensschwächere Familien Benachteiligt und Talente unnötig verschwendet, obwohl Artikel 26 der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ der Vereinten Nationen das Recht auf freien Zugang zur Bildung thematisiert.
Doch stattdessen werden sozialschwache Familien benachteiligt und müssen zur Finanzierung eines Studiums häufig Nebenjobs annehmen, welche weiteren Stress und Ablenkung von der eigentlichen Sache, dem Studium, und somit der Weiterbildung zu qualifizierten Fachkräften, verursachen.
Ein zu hoher Stressfaktor kann sich zudem auf weitere Lebensbereiche wie die Persönlichkeitsbildung und soziale Kontakte auswirken, welche ebenfalls das Endergebnis des Studiums beeinträchtigen können.
Daher spricht sich Die Linke sowie die Linksjugend [’solid] gegen die aktuelle Entwicklung aus, dass Bildung zu einem Produkt wird, obwohl sie jedem zur Verfügung stehen sollte.
Der starke bundesweite Bildungsstreik sollte der Regierung deutlich genug zeigen, wie die Bevölkerung, dessen Wille in der Demokratie eigentlich zählt, zu der Erhebung von Studiengebühren eingestellt ist.
Daher fordern wir die regierenden Parteien dazu auf, ihre demokratische Pflicht, welche ihr vom Volk übertragen ist, wahrzunehmen!

Timo Schmitz und Timm Wienholdt, Schüler des Krupp-Gymnasiums

Quelle: http://www.die-linke-duisburg.de/ortsverbaende/rheinhausen/