8. Juli 2008

Rheinhausen schrumpft

Foto: Frank Rodemann

In dem Bezirk Rheinhausen, d. h. in Rheinhausen und in den angegliederten Stadtteilen nimmt die Bevölkerung stetig ab. Warum ist dies so? Der Bezirk Rheinhausen ist interessant und hat Potenzial genug, um ein lebenswerter Bezirk zu sein.

Nach Aussagen der Bezirksvorsteherin Katharina Gottschling (CDU) bei einer Infoveranstaltung gibt es in Rheinhausen nicht mehr viel zu tun. Nach ihrer Aussage sind nur folgende Themen u. a. akut, der LKW-Lärm, der Forensikstandort, die CO-Pipeline, die Bahnhofsgebäude und die mangelnde Koordination der Bus- und Bahnlinien. Ist dies wirklich alles?

Wir, die Partei DIE LINKE. ist der Meinung, dass mehr getan werden muss, damit sich die Bürger in ihren Stadtteilen wohl fühlen und dort auch gerne wohnen und leben wollen!
Um dieses zu erreichen, ist es notwendig strategisch eine Entwicklung der Bezirke zu betreiben und nicht hier und da herum zu doktern.

Lebten am 31.12.2003 noch 79.622 Einwohner in Rheinhausen, so sind das am 31.12.2007 nur noch 77.933 gewesen. Dies bedeutet, dass 1.689 Einwohner Rheinhausen verlassen haben. Die Statistik zeigt, dass eine steigende Tendenz in jedem Folgejahr zu erkennen ist.

Natürlich hat dieser Verlust an Einwohnern mehrere Gründe, dies sind z. B.  das Angebot an Arbeitsplätzen, die Verkehrs- und Lärmbelästigung, die Infrastruktur beim Handel und bei den Dienstleistungen, die Umweltbelastung, der Verbund der öffentlichen Verkehrsmittel usw.

Wir, die Partei DIE LINKE. verlangt einen nachhaltigen Bezirksentwicklungsplan für Rheinhausen, um den Einwohnern aufzuzeigen, wohin die Reise in Rheinhausen geht. Im Unterschied zu einer Stadt- bzw. Bezirksplanung, die sich auf bauliche und räumliche Entwicklungen bezieht, geht es bei der Bezirksentwicklung um die Steuerung der Gesamtentwicklung eines Bezirks, bei der auch die  gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und ökologische Entwicklung berücksichtigt wird. Es macht keinen Sinn, Einzelmaßnahmen ohne ein einheitliches Konzept aufzuzeigen. Es müssen stattdessen in einem Entwicklungsplan alle Bereiche des Lebens enthalten sein. Die Einwohner müssen wissen, wie sich Rheinhausen in 5 bis 10 Jahren entwickeln soll und wie die Lebensqualität nachhaltig verbessert und gesichert werden kann.

Einige positive Beispiele hierzu gibt es in der Bundesrepublik, die auch mit Erfolg umgesetzt werden. Jetzt wird es dringend notwendig, dass solche Entwicklungspläne auch für Rheinhausen von der Stadt aufgesetzt und umgesetzt werden. Nur abwarten und eine Verwaltung eines Bezirks zu betreiben, wird keine Zukunft haben und in einer weiteren Abwanderung enden.

Wir werden die Stadt zum handeln auffordern, um dies zu erreichen werden wir den notwendigen Druck aufbauen! DK