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DIE LINKE ist solidarisch mit Beschäftigten im öffentlichen Dienst

In der Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen haben die Arbeitgeber auch beim zweiten Verhandlungstermin am 30.1. und 1.2. kein Angebot vorgelegt. Statt dessen bezeichnet Bundesinnenminister Thomas de Maiziere die Forderung der Gewerkschaften im Gesamtvolumen von 5% als maßlos. "DIE LINKE begrüßt die Forderungen der Beschäftigten nach angemessenen Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen und ist solidarisch mit den Warnstreiks der Beschäftigten", erklärt Pressesprecher Horst Werner Rook für DIE LINKE Duisburg.

 

Rook: "Der öffentliche Dienst ist unverzichtbar für eine solidarische Gesellschaft. Qualitativ hochwertige öffentliche Dienstleistungen sind immer nur so gut wie das Personal, das sie einbringt. Fachliche Kompetenz und angemessene Bezahlung sind dabei entscheidend. Auch die Durchsetzung der Forderung der Gewerkschaft zur Weiterführung der Altersteilzeitregelung und der Übernahmegarantie für Auszubildende haben positive Auswirkungen auf die Qualität öffentlicher Dienstleistungen. In der Wirtschaftskrise wäre Lohnzurückhaltung eine fatale konjunkturpolitische Entscheidung. Notwendig ist dagegen eine Stärkung der Binnennachfrage. Das geht aber nicht mit Klientelpolitik und Steuergeschenken an die Besserverdienenden, wie es die Bundesregierung vorgibt. Das ist völlig unsozial und schafft kein Wirtschaftswachstum

 

Mit einer Umverteilung von unten nach oben sollen die Kommunen gezwungen werden, den Sozialabbau der Bundesregierung zu vollziehen. Dies ist auch in der aktuellen Auseinandersetzung in der Tarifrunde des öffentlichen Dienstes der Fall. Lohnzurückhaltung kann die Probleme der unterfinanzierten Haushalte - wie etwa in Duisburg - nicht lösen. Statt dessen brauchen wir eine Steuerpolitik mit der auch die Finanzbasis der Kommunen gestärkt wird. DIE LINKE setzt sich für die Umverteilung des Reichtums in unserer Gesellschaft ein, damit eine den Aufgaben gerechte und angemessene Finanzierung der kommunalen Haushalte ermöglicht wird."

 

Brasilianische Fischer kritisieren TKS

Ca. 30 TeilnehmerInnen kamen am 20. Januar zur Veranstaltung ins IZ, um sich über die Folgen des Hüttenwerksneubaus von ThyssenKrupp (TKS) an der Bucht von Sepetiba (Bundesland Rio de Janeiro/Brasilien) zu informieren. Das Werk soll wesentlich billiger produzierte Stahlbrammen nach Duisburg und an das neue Hüttenwerk von TKS in Alabama/USA liefern. Unter den Veranstaltungsbesuchern waren etliche Beschäftigte von TKS und gewerkschaftlich Aktive. Luiz Carlos, Vertreter der betroffenen Küstenfischer, berichtete über enorme Schäden für Umwelt und Fischbestand und den weitgehenden Entzug der Existenzgrundlagen für die rd. 8.000 Berufskollegen und ihre Familien. Da das Werk – wenn auch durch eine miserable Bauplanung und –durchführung verspätet – ab 2012 in Betrieb gehen wird, fordern die Betroffenen eine angemessene Entschädigung und die Wiedergutmachung der Umweltschäden, soweit dies noch möglich ist. Insbesondere beklagen sie starke Wasserverunreinigungen durch schwermetallhaltige Schlämme (rd. 20 Mio. cbm sind für den Bau der Fahrrinne für Hochseefrachter und die Hafenanlagen bewegt worden) und die Zerstörung von geschütztem Mangrovewald. Die Forderungen der Fischer richten sich auch an die konservative Landesregierung von Rio und die brasilianische Bundesregierung unter Präsident Lula. Luiz Carlos schilderte eindrucksvoll, wie sich die TKS-Tochter in Brasilien auch Krimineller bedient, die den Widerstand der Fischer einschüchtern und Morddrohungen ausstoßen. Luiz Carlos selbst wurde auf Initiative von linken Landtagsabgeordneten in Rio in das Programm zum Schutz der Menschenrechte aufgenommen, musste aus der Region fliehen und genießt Polizeischutz. Vertreterinnen des sozialwissenschaftlichen Instituts PACS aus Rio, das die Fischer unterstützt, beantworten zahlreiche Fragen und schilderten darüber hinaus, wie TKS gegen Arbeitsrecht verstößt, zahlreiche illegale Bauarbeiter (teilweise aus China) beschäftigt und bereits mehrere behördliche Verfügungen erhalten hat.

Die Fischerdelegation und ihre deutschen Unterstützer trugen ihre Probleme und Forderungen auch auf der Hauptversammlung von TKS am 21.01. in Bochum und gegenüber den Medien vor. Der Verband der kritischen Aktionäre stellte demonstrativ einen Antrag, den Vorstand nicht zu entlasten. In Berlin führen sie noch Gespräche mit Bundestagsabgeordneten der LINKEN und dem Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Nooke.

Weitere Informationen: Standpunkt Nr. 42 (auf dieser Seite) sowie Hier

 

 

DIE LINKE: "Tarifabschluss ist ein Schritt nach vorn"

Zum Tarifabschluss für die Erzieherinnen und Erzieher erklärt der Bundestagskandidat der Duisburger LINKEN und bildungspolitische Sprecher des Bundesvorstandes Marc Mulia: "Der Tarifabschluss für die Erzieherinnen und Erzieher ist ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn ein noch weiter gehender Abschluss wünschenswert gewesen wäre. Es ist wichtig, dass die frühkindliche Bildung auch in der Bezahlung aufgewertet wird. Perspektivisch sollte ihr der gleiche Stellenwert wie der schulischen Bildung eingeräumt werden. Deshalb fordert DIE LINKE in ihrem Bundestagswahlprogramm auch, dass die Ausbildung der Fachkräfte in den Kitas zukünftig an die Hochschulen verlagert wird."

 

Mulia weiter: "Außerdem muss ein zügiger Ausbau der Plätze für unter 3-jährige Kinder bundesweit erfolgen. In Duisburg gibt es dafür noch viel zu tun. Bislang steht in unserer Stadt nur für jedes 7. Kind unter drei Jahren ein Kita-Platz zur Verfügung. Deshalb gibt es immer noch lange Wartelisten. Damit tatsächlich alle Kinder die gleichen Chancen haben eine Kita zu besuchen, fordert DIE LINKE zudem, dass frühkindliche Bildung gebührenfrei wird. Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Das gilt von der Kita bis zur Hochschule.

 

Damit dies alles umgesetzt werden kann, dürfen die Kosten des Tarifabschlusses und des weiteren Ausbaus nicht allein an den Kommunen hängen bleiben. Gerade finanzschwache Städte wie Duisburg können das nicht alleine schultern. DIE LINKE fordert einen nationalen Bildungspakt, durch den der Bund in die Verantwortung genommen wird. Um endlich mehr Geld für Bildung investieren zu können, ist eine gerechte Umverteilung der Steuern zwischen Bund, Ländern und Kommunen nötig."

 

10.06.2009

DPD Duisburg - Outsourcen bis es passt?

Die Kollegen von der DPD Duisburg benötigen dringend Unterstützung, in ihrem Kampf gegen das Outsourcing!

Bei der DPD wurde der Tariflohn gemäß der Lohngruppe II des Speditionstarifvertrages plus einer übertariflichen Zulage gezahlt. Die ERGO, der neue Arbeitgeber ist nicht tarifgebunden, ein Tariflohn gilt dort nicht. Nach der Übergangsfrist von einem Jahr, müssen die Beschäftigten damit rechnen, dass Lohnkürzungen kommen werden. Neu eingestellte Mitarbeiter werden schon heute deutlich geringer vergütet.

Vor dem Arbeitsgericht versprach DPD, Mitarbeiter bis zum Abschluss der Kündigunsfrist bzw. bis zum Abschluss des Gerichtsverfahrens ordnungsgemäß weiter zu beschäftigen. Tatsache ist allerdings, dass Mitarbeiter immer noch von der Arbeit freigestellt sind.

Die Liste der Probleme lässt sich noch fortführen!

Bitte unterstützt die Mitarbeiter von der DPD im Kampf um die Arbeitsplätze!

Der Kampf um die Arbeitsplätze kostet auch Geld, bitte sendet Eure Spenden an:

Spendenkonto DPD-Kollegen c/o Nihat Sevim Kto: 5203005  - BLZ: 35070024

09.06.2009

KARSTADT - Hermann Dierkes Rede zu den Mitarbeitern von KARSTADT!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

im Namen der Linksfraktion im Rat der Stadt Duisburg überbringe ich Euch unsere solidarischen Grüße. Wir stehen an Eurer Seite im Kampf um den Erhalt Eurer Arbeitsplätze.

Wir haben uns seit rund 10 Jahren im Rat und in der Kommunalpolitik dafür eingesetzt, dass die Innenstadt wiederbelebt wird. Wir waren immer gegen das Multi Casa oder besser „Casablanca“ auf dem Güterbahnhofsgelände. Es hätte unsere Innenstadt vollends kaputt gemacht. Jetzt droht die Insolvenz von Arcandor und damit von Karstadt als Ankermieter des neu erbauten Forums. Nicht auszudenken, welche negativen Wirkungen eine Schließung auf den umliegenden Handel und die weiteren Vorhaben in der Innenstadt hätte. Zusammen mit den Duisburger Arbeitsplätzen bei Karstadt stehen 56.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Wir können uns eine Pleite von Karstadt auch kommunalpolitisch überhaupt nicht leisten. 

Ich möchte noch zwei Punkte ansprechen, die uns als Linkspartei sehr wichtig sind: 

Zum Ersten: Die Tatsache, dass Arcandor die Insolvenz droht, hat auch damit zu tun, dass angesichts der globalen Finanzkrise die Banken kaum noch Kredite heraus rücken. Die Bundesregierung hat ihnen aber 480 Milliarden Euro in Form von direkten Einlagen oder Krediten zur Verfügung gestellt. Leider ohne klare Bedingungen im Kreditgeschäft und hinsichtlich der Arbeitsplatzsicherung. Auch Eure Situation beweist, dass dies von der Mehrheitspolitik dringend geändert werden muss. Arcandor braucht jetzt öffentliche Hilfen, um das Schlimmste zu verhindern, aber wir dürfen auch die großen Eigner nicht aus ihrer sozialen Verantwortung lassen.

Zum Zweiten: Die Schwierigkeiten im Einzelhandel – und zwar auch schon vor der akuten Finanz- und Wirtschaftskrise, die im letzten Spätsommer begann – haben neben hausgemachten Faktoren bei Arcandor auch in der mangelnden Massenkaufkraft bzw. Binnennachfrage eine wesentliche Ursache. Wenn jahrelang Sozialabbau und Lohndumping betrieben wird, darf man sich nicht wundern, dass viele Menschen nur noch in Billig- und 1 Euro-Läden oder in armen Stadtteilen wie in Marxloh hängen bleiben, weil sie es sich einfach nicht mehr leisten können, bei Karstadt einzukaufen, obwohl sie sicher gern kommen würden. Das schlägt sich in rückläufiger Kundschaft, mangelnden Umsätzen, Arbeitsplätzgefährdung und der Gefährdung ganzer Warenhäuser nieder. Arcandor ist unter anderen auch dafür ein Beispiel. Die Linkspartei will, dass dieser „Race to the bottom“, wie die Engländer sagen, diese laufende Verschlechterung der Einkommen, der Entgeltstrukturen und dieser massive Sozialabbau gestoppt werden, bevor noch mehr den Bach runter geht. Wir brauchen deshalb auch gesetzliche Mindestlöhne.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir wünschen Euch alles Gute in Eurem Kampf, unsere Solidarität habt Ihr!

Glück auf!

Gut besuchtes Netzwerktreffen linker GewerkschafterInnen in Hamborn - Krise bekämpfen – Gerechtigkeit und gute Arbeit durchsetzen

So lautete das Motto der Veranstaltung des Duisburger Netzwerks linker Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter am 15. Mai in der Hamborner Rhein-Ruhr-Halle. Hüseyin Aydin (MdB DIE LINKE), der das Treffen eröffnete, konnte über 70 Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter begrüßen. Eine starke Delegation der gegen Ausgliederung und Lohndumping kämpfenden Belegschaft des Deutschen Paketdienstes (DPD) war ebenfalls anwesend. Ihr Kollege Tahir Sogukkan erhielt Gelegenheit zu einer aktuellen Schilderung der Auseinandersetzung. Klagende Kollegen haben bisher die juristischen Verfahren gewonnen, aber der Kampf ist noch nicht vorbei. Unter Moderation von Hermann Dierkes und Erkan Kocalar berichtete Thomas Keuer (Geschäftsführer Ver.di) über die Probleme und Auseinandersetzungen im öffentlichen Dienst auf dem Hintergrund der aktuellen Krise. Er verwies auf den aktuellen Streik der Erzieherinnen um mehr Entgelt und bessere Arbeitsbedingungen. Die zu erwartenden massiven Steuereinnahmeausfällen der Kommunen in Höhe von rd. 350 Mrd. Euro in den nächsten Jahren werde die Versuchung steigern, weiteres öffentliches Eigentum zu privatisieren, um die Haushaltslöcher zu stopfen. Er forderte erhöhte Wachsamkeit im Blick auf die Privatisierungsgefahren, die auch in Duisburg bestehen. Sollten die kommenden Wahlen keine Linksverschiebung bringen, bestehe die Gefahr, dass die Rechnung für die Krisenpolitik der neokonservativen Politik präsentiert werde. Für Duisburg könnte dies z.B. die Komplettveräußerung der Stadtwerke bedeuten. Holger Vermeer (Sekretär der Gewerkschaft BAU, Essen), berichtete über die aktuellen Probleme in seinem Organisationsbereich, der insbesondere für Lohndumping und prekäre Arbeitsbedingungen anfällig sei. Die aktuellen Tarifverhandlungen um 6 % mehr Entgelt seien gescheitert und Schlichtungsverhandlungen stünden an. Auch über einen neuen Mindestlohn für die Baubranche – der auch noch krasse Ungerechtigkeiten zwischen Ost- und Westdeutschland enthalte - habe man sich nicht einigen können. Die zusätzlichen Mittel aus dem Konjunkturprogramm II, so H. Vermeer weiter, seien zwar wichtig für Impulse in der Bauwirtschaft, eine dauerhafte Lösung der strukturellen Unterfinanzierung der öffentlichen Haushalte seien sie aber keineswegs. Die sich ausbreitende Kurzarbeit in der Baubranche sei zwar als Instrument gegen Entlassungen wichtig, aber in aller Regel gelinge es nicht, einen betrieblichen Ausgleich zum KuG durchzusetzen. So müssten viele Beschäftigte über viele Monate mit nur 60 % (bzw. 67 % für Kindererziehende) vom letzten Nettoentgelt (saisonales KuG) klar kommen. Er beklagte auch die Verweigerung eines durchgängigen gesetzlichen Mindestlohns durch die herrschende Politik und die arbeitnehmerfeindliche Politik des Europäischen Gerichtshofs in Sachen Tariftreue. Die könne durch neue Kräfteverhältnisse auch im EU-Parlament gestoppt werden. Jürgen Dzudzek (1. Bevollmächtigter der IG Metall Duisburg-Dinslaken) vertrat die Ansicht, dass die Wirtschaftskrise auch eine politische Krise deutlich gemacht habe. Er skizzierte die Hintergründe der weltweiten Krise und berichtete über die aktuellen Kämpfe gegen die neoliberalen Kostensenkungsprogramme, die umfangreiche Kurzarbeit in der Stahl- und Metallbranche sowie den Stand der Sozialplanverhandlungen bei ThyssenKrupp Steel (TKS). Auch mit einem neuen Sozialplan bei TKS werde der Kampf um die Arbeitsplätze nicht aufhören. Das Instrument der Kurzarbeit sei aktuell nicht zu unterschätzen. Vom Umfang her gesehen stelle es gegenwärtig den wichtigsten Faktor in der Krisenbekämpfung dar. Allein im Bereich der IG Metall Duisburg-Dinslaken stünden gegenwärtig 17.000 Beschäftigte in Kurzarbeit. Gewerkschaften und Betriebsräte stünden aktuell vor der Aufgabe, einen möglichst hohen betrieblichen Ausgleich zum Kurzarbeitergeld durchzusetzen (80 % seien die gewerkschaftliche Orientierungsmarke) und den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen. Schließlich gehe es nicht an, dass die Unternehmer das Betriebsrisiko einseitig auf die Beschäftigten abschieben. Bei Investitionen und Gewinnen beanspruche die Unternehmerwirtschaft schließlich auch immer die Alleinentscheidung. Die Mehrzahl der betroffenen Betriebe habe einen Ausgleich zum Kurzarbeitergeld durchsetzen können. Sorge mache ihm auch die Lage der Leiharbeiter, für die sich die IG Metall in einer eigenen Kampagne seit Jahren einsetzt. Die während der zurückliegenden Konjunktur hohe Zahl von Leiharbeitern sei auf nur noch 12 % abgesunken. Auch die befristeten Arbeitsverhältnisse seien fast alle ausgelaufen. Nun richte sich der Personalabbau auch gegen die Stammbelegschaften wie bei TKS, EH, Elastoform, ISE und Sulzer. Besonders die LKW-Zulieferer und der Großmaschinenbau seien gefährdet.

Es entwickelte sich eine engagierte Diskussion, in der vielfach gefordert wurde, die Gewerkschaften müssten kapitalismuskritischer, gesellschaftliche Alternativen entwickeln und die branchenbezogene Zersplitterung der gewerkschaftlichen Aktivitäten stärker bündeln. Auch über die Massenmobilisierung am 16. Mai nach Berlin hinaus – an der rd. 1.000 GewerkschafterInnen aus Duisburg teilnehmen wollen - müssten endlich handfeste Mobilisierungen für gemeinsame Forderungen im Interesse der Arbeitenden und Erwerbslosen erfolgen. Hüseyin Aydin umriss abschließend das Programm der Bundestagfraktion der LINKEN gegen die Krise und das Verhältnis der LINKEN zu den Gewerkschaften. Der LINKEN sei an starken Gewerkschaften gelegen, es gebe programmatisch viele Gemeinsamkeiten. Die LINKE werde gewerkschaftliche Vorschläge aufgreifen und auch parlamentarisch vertreten. Sie werde aber auch für eigene Positionen werben und habe nicht die Absicht, die Gewerkschaften zu „vereinnahmen“.

 

Netzwerk linker Gewerkschafter lädt zur Veranstaltung: "Krise bekämpfen - Gerechtigkeit und gute Arbeit durchsetzen"

"Welche Folgen hat die Finanz- und Wirtschaftskrise für die Duisburger Betriebe und welche Gegenstrategien sind notwendig? Zu diesem Thema lädt das `Duisburger Netzwerk linker Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter` in Zusammenarbeit mit der LINKEN auf einer Veranstaltung am kommenden Freitag zur Diskussion ein", erklärt Kenan Ilhan, IG Metall Betriebsrat und Sprecher der Duisburger LINKEN.

"Krise bekämpfen - Gerechtigkeit und gute Arbeit durchsetzen", lautet das Motto der Arbeitskonferenz, die Hüseyin Aydin (MdB DIE LINKE) mit einem Begrüßungsbeitrag eröffnen wird. Zur Beschäftigungssicherung und neuer Produktionsstrategie referiert Jürgen Dzudzek (1. Bevollmächtigter der IG Metall). Zum Thema "Was steht auf dem Spiel? Gewerkschaftliche Gegenwehr im Dienstleistungsbereich und Öffentlichen Dienst" spricht Thomas Keuer (Geschäftsführer von ver.di). Holger Vermeer (Branchensekretär Bauhauptgewerbe IG Bau) wird mit Blick auf das Konjunkturpaket II die Frage stellen: Einmal "warmer Regen" und dann weiter wie bisher?

Im Rahmen der Diskussions-Veranstaltung soll dabei auch das Thema gewerkschaftlicher Perspektiven der Mitbestimmung angesprochen werden. Die Veranstaltung des Netzwerks beginnt am Freitag, dem 15. Mai um 17 Uhr in der Rhein-Ruhr-Halle in Duisburg Hamborn.

Interessierte sind herzlich dazu eingeladen.

 

06.04.2009

DIE LINKE unterstützt Protestaktionen der Stahlarbeiter

"DIE LINKE Duisburg steht an der Seite der Belegschaften von ThyssenKrupp Steel und der IG Metall, die sich gegen das 700 Mio. Euro umfassende Kostensenkungs-Programm (Gesamtkonzern: 1 Milliarde Euro!) zur Wehr setzen", erklärt Kenan Ilhan, Sprecher des Kreisverbands DIE LINKE Duisburg und IG Metall Betriebsrat. Ilhan: "Seit März sind 14.000 Beschäftigte in Kurzarbeit und haben Entgelteinbußen. Entgegen geltenden Tarifvereinbarungen bis 2013 werden auch betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr ausgeschlossen. Die zweistelligen Auftrags- und Umsatzeinbrüche gehen nur z.T. auf die schwere Wirtschaftskrise zurück und zeigen, dass eine Konzernstrategie, die vor allem auf die Expansion der Autoindustrie setzt, langfristig zum Scheitern verurteilt ist. Der ThyssenKrupp-Konzern hat fette Jahre und hohe Gewinne hinter sich. DIE LINKE hält die Forderung nach 100% statt bisher 93% Einkommensausgleich beim Kurzarbeitergeld für vollauf berechtigt. Auch für die Leiharbeitnehmer muss eine gerechte Lösung gefunden werden. Sie trifft es bisher am Schlimmsten. Des Weiteren dürfen die Ausbildungskapazitäten nicht angetastet werden. DIE LINKE. Duisburg unterstützt deshalb die Protestaktionen von Belegschaft und IG-Metall am Montag, dem 6. April.

 

Tarifergebnis im öffentlichen Dienst

"Das Verhandlungsergebnis für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst kann sich durchaus sehen lassen", so Wolfgang Zimmermann, Landessprecher DIE LINKE. NRW. "Selbstverständlich sind wir gegen jegliche Verlängerung der Wochenarbeitszeit, da aufgrund der weiter existierenden Massenarbeitslosigkeit eine radikale Verkürzung der Arbeitszeit auf der Tagesordnung stehen müsste. Aber vor dem Hintergrund, dass in den meisten Bundesländern eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit bereits vollzogen wurde, war es für die Gewerkschaften wohl schwierig, dem Druck der Arbeitgeber standzuhalten".

 

Die große Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst legt offensichtlich mehr Wert auf eine deutliche Erhöhung der Gehälter. Da die Beschäftigten seit mehr als zehn Jahren Einkommensverluste hinnehmen mussten, ist das verständlich.

 

Wolfgang Zimmermann: "Für besonders erfreulich halte ich die Tatsache, dass durch die Zahlung des Festgeldbetrages von 50 Euro plus 3,1 Prozent die in den unteren Entgeltgruppen eingruppierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mehr im Geldbeutel haben werden als die Besserverdienenden. Dieser Kurs sollte von der Gewerkschaft ver.di fortgeführt werden".