
Auf einer Wahlversammlung des Duisburger Kreisverbands DIE LINKE wurden mit großer Mehrheit die Direktkandidatinnen und Kandidaten für die vier Duisburger Wahlbezirke zur anstehenden Landtagswahl am 9. Mai 2010 und eine Liste zum Integrationsrat gewählt. Für den Wahlkreis 60 (Süd/Neudorf) wurde Marc Mulia aufgestellt, für den Wahlkreis 61 (Rheinhausen/Homberg/Ruhrort) Helmut Laakmann. Im Wahlkreis 62 (Mitte/Meiderich) tritt Anna Conrads an, die mit Platz 7 auf der NRW-Landesliste der LINKEN große Chancen hat, in den NRW-Landtag einzuziehen. Edith Fröse, ver.di Gewerkschaftssekretärin und Mitglied im NRW-Landesvorstand der LINKEN, wurde für den Wahlkreis 63 (Hamborn/Walsum) gewählt.
Pressesprecher Horst Werner Rook: "DIE LINKE hat nicht nur ein überzeugendes Landtagswahlprogramm, mit dem sie sozial, konsequent und solidarisch für einen klaren politischen Kurswechsel in NRW eintritt. Mit qualifizierten Kandidatinnen und Kandidaten geht DIE LINKE zielstrebig auf Kurs Richtung Landtag. Dabei gilt es, mit einer starken LINKEN im Düsseldorfer Landtag der Klientelpolitik von CDU/FDP zugunsten der gut Betuchten entgegenzutreten."
Auf der Versammlung der LINKEN wurden auch Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl des neuen Integrationsrats gewählt. Mit einer `linken offenen Liste` will die Duisburger LINKE bei den am 7. Februar stattfindenden Wahlen zum Integrationsrat antreten und sich dabei massiv für die Interessen der Zuwanderungsbevölkerung einsetzen. Auf den ersten elf Plätzen der Liste wurden gewählt: Kenan Ilhan, Filiz Kurt, Selahattin Tekin, Young-Sin Kim, Mihridzan Jusupovic, Emine Yilmaz, Gökten Demir, Dilan Sinem Sert, Frank Harnack, Ute Abraham und Birane Gueye-Ulrich.

Seit 1999 ist der 25. November von den Vereinigten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt. Der Kreisverband DIE LINKE beteiligt sich schon seit Jahren an der Fahnenaktion der Organisation Terres des femmes. "Mit dieser Aktion wollen wir gegen die weltweit verbreiteten Menschenrechtsverletzungen - der Gewalt an Frauen - eine Öffentlichkeit herstellen", so Ute Abraham, die Kreissprecherin der LINKEN in Duisburg.
Ute Abraham weiter: "Jede 4. Frau erfährt Gewalt in der Familie. Jährlich finden rund 5.000 Gewaltopfer in den 62 landesgeförderten Frauenhäusern Nordrhein-Westfalens mit ihren Kindern Zuflucht. Auch das Frauenhaus in Duisburg bleibt nicht leer. Ein Skandal der besonderen Art ist, dass auch noch Personalstellen in den Frauenhäusern durch die CDU/FDP-Landesregierung gestrichen wurden, obwohl sie aus allen Nähten platzen. Wir unterstützen die Frauenhäuser in ihren Forderungen nach der Rücknahme dieser Kürzungsmaßnahmen. DIE LINKE setzt sich auf Landesebene für eine finanzielle Absicherung der Frauenhäuser ein. Es kann nicht sein, dass je nach finanzieller Lage von Land und Kommune die Existenz dieser Schutzräume gefährdet wird."

Das Kommunalwahlergebnis vom 30.08.2009 könnte in Duisburg ein neues Kapitel aufschlagen. In Rat und Bezirksvertretungen ist die von der LINKEN angestrebte Linksverschiebung – jedenfalls rein rechnerisch – eingetreten. Für die LINKE ist es auch eine gute Grundlage für die Bundes- und Landtagswahlen. Ein Alarmsignal ist die historisch niedrige Wahlbeteiligung. Sie lag mit 45,7 % nochmals hinter den 48 % in 2004. Frust und Entpolitisierung sind auch in Duisburg unübersehbar. Hier sind alle Duisburger Parteien gefordert. OB bleibt – wie erwartet - mit 44,6 % Adolf Sauerland (CDU), Herausforderer Jürgen Brandt (SPD) liegt mit 38,21 % deutlich hinter ihm. Eine Stichwahl findet nicht mehr statt, weil sie von Schwarz-Gelb in NRW abgeschafft wurde. Brigitte Diesterhöft holte mit knapp 5,6 % ein achtbares Ergebnis für die LINKE. Deutlich abgeschlagen Doris Janicki von den Grünen mit knapp 4,6 %. Im Rat sind Schwarz-Grün stark geschwächt. Sie kommen jetzt zusammen nur noch auf 31 Sitze. Die SPD ist hat prozentual etwas zugelegt und kommt auf rd. 39 % bzw. 29 Sitze im Rat. Die LINKE ist mit knapp 7,7 % größter Wahlgewinner und steigert sich von 3 auf 6 Ratsmandate. Sie ist jetzt in allen 7 Stadtbezirken vertreten und erreicht in 4 BVs (Stadtmitte und nördlich der Ruhr) erstmals Fraktionsstatus. Sie kann durch das Ergebnis jetzt in den meisten Bezirken politisch mitmischen und Einfluss auf die Bürgermeisterwahl nehmen. 5 verschiedene Kleingruppen blieben im 1 %-Bereich, ziehen allerdings mit je einem Mandat in den Rat ein. Rechtspopulistische Gruppen und Neonazis hatten in Duisburg keine Chance. In Meiderich-Beeck ist der Einzug der NPD in die Bezirksvertretung erfreulicherweise gescheitert.
Der Rat der Stadt Duisburg hat nach der Gemeindeordnung NRW 74 Mandate. In den meisten Fällen hat auch der OB Stimmrecht, das wäre dann die 75. Stimme. Schon in der Wahlperiode 2004 – 2009 gab es keine fest gefügten Mehrheiten mehr. Das hat die kommunale Demokratie deutlich belebt. „Durchziehen“ war in vielen Fällen nicht mehr möglich. Es gab aber auch neue, lagerübergreifende Mehrheiten, etwa zwischen CDU Grünen und LINKEN. Dies galt insbesondere bei der Stadtentwicklung, wo sich die SPD in der Wahlperiode 1999 – 2004 völlig verrannt hatte. Schwarz-Grün stützte sich aber bei kontroversen Themen oft auf den rechten Rand, um hauchdünne Mehrheiten zu erreichen.
Auch das Ergebnis vom 30.08.09 bringt keine festgefügten Mehrheiten mehr unter Führung einer Partei. Rein rechnerisch wären 3 verschiedene Kombinationen möglich:
Die deutlichste (rechnerische) Mehrheit würde sich aus einem Zusammengehen von SPD und CDU ergeben (zusammen 54 Sitze). Dass die beiden größten Parteien bei allen Vorbehalten und gewisser Meinungsverschiedenheiten dazu grundsätzlich imstande sind, zeigen viele Beispiele bis hin zur aktuellen Konstellation in der Bundesregierung als große Koalition. Beide dürften aber daran in Duisburg derzeit kaum ein Interesse haben. Hauchdünne Mehrheiten wären aus einer Kombination CDU – Grüne – FDP (zusammen 34) mit weiteren 3 oder 4 Stimmen von Einzelmandaten und der Stimme des OB möglich. Ob allerdings die FDP mit den Grünen zusammen gehen will, ist äußerst fraglich. Die politischen Differenzen sind in vielen zentralen Fragen groß. Die LINKE ist grundsätzlich bereit, in Rat und Bezirken mit allen demokratischen Parteien zu verhandeln. Eine klare Mehrheit wäre rechnerisch auch aus SPD, Grünen und LINKEN (zusammen 41 Sitze) möglich. Die LINKE wird sich aber nur auf Kooperationen einlassen, wenn die politische Ausrichtung und die Inhalte stimmen – d.h. eine politische Linksverschiebung im Rat eintritt.
Die LINKE ist eine Programmpartei. Sie wird nicht um des „Regierens“ willen als Mehrheitsbeschafferin auftreten. Unser Wählerauftrag lautet vor allem: ein neues Kapitel in der kommunalen Sozialpolitik aufschlagen, die öffentlichen Unternehmen und Dienstleistungen erhalten und ausbauen, Entscheidungsprozesse demokratisieren und die Beteiligung aller StadtbewohnerInnen zu organisieren, die besondere Benachteiligung der Einwanderungsbevölkerung bekämpfen, den begonnenen Prozess einer modernen Stadtgestaltung weiter zu treiben, die Umwelt zu sanieren und die kommunale Entschuldung von Bund und Land einzufordern, die Bildungssituation vom Kindergarten bis zur Universität zu verbessern, kostenlose Kinderbetreuung durchzusetzen und die Gleichstellung von Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen zu verwirklichen. Daran werden wir die anderen Parteien messen. Die anstehenden Verhandlungen werden sicherlich spannend.
Hermann Dierkes (Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Rat der Stadt)
Horst-Werner Rook (Pressesprecher des Kreisverbands DIE LINKE)

In den letzten Tagen vor der Kommunalwahl will DIE LINKE mit einem rasanten Endspurt vor allem noch unentschlossene Wähler gewinnen, sich für DIE LINKE zu entscheiden. Ein Infobus der LINKEN mit Lautsprecheranlage für Wahl-Spots mit Munsikeinlagen wird Wohngebiete und Wochenmärkte in allen Duisburger Stadtteilen anfahren. 120.000 Briefe von Gregor Gysi und Oskar Lafontaine, die zur Wahl der LINKEN aufrufen, werden darüber hinaus wenige Tage vor der Wahl an eine Vielzahl Duisburger Haushalte verteilt.
Martina Ammann, Sprecherin der Duisburger LINKEN:" Jeder, der nicht wählt, wählt indirekt auch Hartz IV und weiteren Sozialabbau.. Damit im Duisburger Rat das Thema `Soziales` das notwendige Gewicht erhält, ist jede Stimme für DIE LINKE wichtig. Neben zahlreichen Infoständen am kommenden Samstag werden Mitglieder der LINKEN auch in Kneipen oder vor Diskotheken mit phantasievollen Aktionen für DIE LINKE werben. Die Mitglieder der LINKEN sind hoch motiviert und erwarten am 30. August ein tolles Wahlergebnis."

Am Samstag, dem 22.8. macht die OB-Kandidatin der LINKEN, Brigitte Diesterhöft im Rahmen ihrer Wahlkampf-Tour Station bei verschiedenen Marktplätzen Duisburgs. An den jeweiligen Infoständen der LINKEN ist Brigitte Diesterhöft von 9.00 Uhr - 10.00 Uhr beim Markt in Vierlinden/Walsum, anschließend von 10.30 Uhr - 11.30 Uhr am Beecker Markt und danach von 12.00 Uhr - 13.00 Uhr am Hochfelder Markt. Bei allen Markt-Terminen sucht Brigitte Diesterhöft, die auch Spitzenkandidatin der Ratsliste der LINKEN ist, das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern Duisburgs, um ihre politischen Inhalte darzustellen und Anregungen für die kommende Arbeit zu erhalten.
DIE LINKE Duisburg führt eine Woche vor der Kommunalwahl in allen Duisburger Stadtteilen insgesamt 18 Infostände durch, wobei sich die ca. 60 Kandidatinnen und Kandidaten der LINKEN für Rat und Bezirksvertretungen in den jeweiligen Stadtteilen mit ihren kommunalpolitischen Zielen vorstellen wollen.








