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Barbara Laakmann

Mein Name ist Barbara Laakmann, ich bin 58 Jahre alt und möchte für den Rat der Stadt Duisburg kandidieren.Ich bin in Rheinhausen bekannt, als die Schulleiterin der Alfred – Hitz – Schule in Bergheim. Unsere Schule hat einen guten Ruf und ist in der Öffentlichkeit präsent als ein Gegenbeispiel zu dem bekannt schlechten Ansehen der Hauptschule im Allgemeinen.Am Beispiel dieser Schule möchte ich beschreiben, was mich in die Politik treibt: wie vor 50 Jahren spielt das Elternhaus die entscheidende Rolle bei der Frage des erfolgreichen Schulbesuchs, es ist menschenverachtend, 10jährige Kindern in unterschiedliche Schulformen zu sortieren,Eltern können die vielen Anschaffungen nicht finanzieren und die Kinder schämen sich dafür: Hefte, Stifte, Kochgeld, Stricknadeln Kopiermark - die ist ohnehin nicht erlaubt, aber allgemeine Praxis - Fahrtkosten und Eintrittspreise bei Unterrichtsgängen, Musikinstrumente, Zirkel, Taschenrechner, Wörterbücher, einen Beitrag zum Klassenfrühstück, zweimal in der Woche etwas zum Essen in der „Mittagspause“ ,

Jugendliche erleben, dass es für sie keinen Platz gibt, keine Wertschätzung, keine Aufgabe, nach der Schule fallen sie ins Bergfreie.

Lehrkräfte und Kinder werden allein gelassen mit den Schwierigkeiten, die aus der Einteilung der Gesellschaft in oben und unten resultieren,

sogenannte „Seiteneinsteiger“ - Lehrkräfte ohne entsprechende Ausbildung – machen ihre Arbeit mit Engagement und Erfolg, verdienen aber deutlich weniger als die anderen ohne die Chance auf eine Verbesserung.

Demgegenüber steht die Vision von Gerechtigkeit, Frieden und Solidarität, für die unsere Vorfahren in vielen harten Kämpfen den Kopf hingehalten haben. Dieser Tradition fühle ich mich verbunden.

Daher möchte ich nicht dabei zusehen, dass Hunderte Jugendliche keine Perspektive haben und nur „abhängen“.

Es war eine beeindruckende Erfahrung zu erleben, wie bereitwillig und mit großer Freude Jugendliche aus der Geschichte des Stadtteils ihr persönliches Vorbild gewinnen. Dies haben wir bei der Namensgebung unserer Schule konkret erfahren. Dort wo sie nicht von vornherein die „Looser“ sind, entwickeln sie völlig neue und wichtige Kompetenzen.

Es gibt also nicht nur viele Aufgaben, es gibt auch viele ungenutzte, vergeudete Ressourcen. Dass es sich dabei um junge Menschen handelt, macht die Sache doppelt schlimm.

Eine Neubesinnung auf den Wert von Bildung ist notwendig, gerade in einer Stadt wie Duisburg. Viele Fragen werden vom Schulträger geregelt, hier fallen Entscheidungen von großer Tragweite.

Ich kann in die Arbeit im Rat der Stadt vieles einbringen: viele konkrete eigene Anschauungen, aber auch viel Erfahrung in Diskussionen in Gruppen und Teams. Schließlich bin ich seit 1971 in der GEW und seit 1981 im Personalrat, ich habe viele Jahre der DKP angehört.

Meine Devise zur Traditionspflege ist:

Nicht die Asche gut aufbewahren, sondern das Feuer am Brennen halten.

Dafür möchte ich meinen Beitrag leisten.