Rund 60 überwiegend jugendliche TeilnehmerInnen diskutierten am 08.11. auf der der Linksjugend [solid] NRW Konferenz „Mit den Waffen der Justiz gegen Rechts“ über das Für und Wider von Partei- und Organisationsverboten in der Alten Feuerwache. Die Eingangsreferate, in denen Axel Holz, Bundessprecher der VVN/BdA und Rolf Gössner, stell.Vorsitzender der Internationalen Liga für Menschenrechte) kontrovers und pointiert die Pro- und Contra-Argumente im Bezug auf das NPD-Verbot darstellten, versprachen spannende Diskussionen für den Tagungsverlauf. In den Workshops hatten die TeilnehmerInnen dann die Gelegenheit in kleinen Gruppen mit kompetenten Fachleuten verschiedene Aspekte des Themas zu diskutieren. So gab es Workshops, die vor allem geschichtliche und juristische Punkte (Geschichte der Parteiverbote / neonazistische Kontinuitäten in der BRD) thematisierten, in anderen ging es um die aktuelle Entwicklung der rechtsextremen Szene in NRW (Freie Kameradschaften, Pro NRW) und die V-Leute in der NPD. In der abschließenden Podiumsdiskussion waren sich trotz unterschiedlicher Meinung zum Thema alle TeilnehmerInnen einig: Verbote allein können rechtes Gedankengut nicht aus den Köpfen vertreiben – denn es kommt aus der Mitte der Gesellschaft.
Am späteren Abend rockten vier Bands beim Bandcontest „Aufmucken gegen Rechts“ darum, mit einem Song auf dem „Aufmucken“ Sampler vertreten zu sein. Der Sampler soll ab nächstem Frühjahr bundesweit in einer Auflage von 30 000 Stück an Schulhöfen und vor Jugendzentren als Gegenentwurf zur „Schulhof-CD“ der Neonazis verteilt werden. Nach knapp vier schweißtreibenden Stunden, in denen sich „Starry“, „Fast Foot“, „Acoustic Rocks“ und „Left the crowd“ auf der Bühne verausgabten, setzten sich „Acoustic Rocks“ aus als Sieger durch. Die Krefelder Jungs überzeugten mit einer Mischung aus Rock und HipHop, einem rappenden DJ, politischen Texten und kreativer Tuchfühlung zum Publikum. Mehr Informationen zu den Bands finden sich im Internetportal „Myspace.com“. Reinhören lohnt sich!