Den „Nationalen Antikriegstag“ am 3. September 2011 verhindern!

Dortmund stellt sich quer! Sie werden nicht durchkommen!

Zum 7. Mal in Folge wollen Neofaschisten anlässlich des Antikriegstages durch Dortmund marschieren. Für den 3. September mobilisieren sie euro­paweit in die Ruhrgebietsmetropole. Nach dem wieder erfolgreich verhin­derten Marsch in Dresden gilt der so genannte „Nationale Antikriegs­tag“ in Dortmund als einer der wichtigsten Aufmärsche der deutschen Neo­nazis.

Dortmund hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Hochburg militan­ter Neonazis entwickelt. Brutale Übergriffe auf MigrantInnen und linke Ju­gendliche, auf GewerkschafterInnen und politisch aktive Menschen, auf al­ternative Buchläden und auf Parteibüros, auf Kneipen und Veranstaltun­gen, auf Wohnungen von AntifaschistInnen gehen weiter und nehmen an Brutalität zu.

Die Nazis sagen, Dortmund sei ihre Stadt. Wir sagen: Niemals!

Polizei, Justiz und lokale Politik haben das Problem seit Jahren verharm­lost. Sie tragen Verantwortung für das Erstarken der Neofaschisten in Dortmund. Seit dem Jahr 2000 gehen vier Morde auf das Konto der Neona­zis: drei Polizisten wurden von dem Neonazi Michael Berger erschossen, der Punk Thomas Schulz von einem jugendlichen Neofaschisten ersto­chen. Seit einiger Zeit verändert die Zivilgesellschaft ihre Sicht und entwi­ckelt Protest und Gegenwehr. Aber die Polizei bleibt ihrer Linie treu: Antifa­schistisches Engagement wird immer wieder behindert, Neonazis können nahezu ungestört agieren.

Der Antikriegstag erinnert an den faschistischen Überfall der Nazis am 1. September 1939 auf Polen. Es war der Beginn eines Raub- und Vernich­tungskrieges, der die Welt in Brand steckte und über 50 Millionen Tote hin­terließ. Der Antikriegstag ist der Tag aller DemokratInnen und Kriegsgeg­nerInnen, die die Mahnung aus unserer Geschichte: „Nie wieder Faschis­mus! Nein zum Krieg!“ wachhalten und für eine Welt des Friedens und der internationalen Solidarität eintreten. 

Die deutschen Neonazis stehen in der Tradition der NSDAP. Sie bejubeln den beispiellosen Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion mit 17 Millio­nen toten Zivilisten ebenso wie die barbarische Massenvernichtung der Juden, Sinti und Roma. Sie leugnen die Verbrechen der Wehrmacht und der SS und tragen Slogans wie „Unser Großvater war ein Held!“ vor sich her. Mit antikapitalistischen Phrasen versuchen sie in der sich verschärfen­den Krise des Kapitalismus die sozialen Abstiege, Armut und Arbeitslosig­keit, Perspektivlosigkeit und Existenzangst der Menschen und besonders der Jugend für ihre rassistische und kriegsverherrlichende Ideologie zu nutzen. 

Gemeinsam setzen wir ihnen unseren Widerstand und unsere Politik der Aufklärung und der internationalen Solidarität entgegen! Gemeinsam ste­hen wir gegen Krieg und fordern seine sofortige Beendigung in Afghanis­tan – und überall! Wir rufen die Antifaschistinnen und Antifaschisten, die Gegner von Krieg und Besatzung, die Gewerkschafterinnen und Gewerk­schafter, die Jugend dazu auf, den Aufmarsch der Neofaschisten am 3. September durch gewaltfreie Blockaden entschlossen zu verhindern! Von uns wird dabei keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die der zunehmenden Kriegspropaganda eine Absage erteilen und den Nazis entgegen treten wollen. Gemeinsam werden wir ihren geplanten Marsch durch Dortmund verhindern!

Der Antikriegstag gehört uns!

Beteiligt Euch an den Demonstrationen und Blockaden!

Wenn Nazis marschieren, ist Widerstand Pflicht!

 


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